Fukushima aktuell: Rinderzucht-Testprojekt angelaufen

Fukushima aktuell: Rinderzucht-Testprojekt angelaufen

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Artikelbild - Wagyu-Rind (Foto: cgoodwin, cc-by)
Präfektur Fukushima; Weiden zur Rinderzucht testweise freigegeben (Symbolfoto: cgoodwin, cc-by)

Die aktuellen Fukushima News befassen sich mit Plänen zur Wiederaufnahme der Rinderzucht und für TEPCO sind die Bauarbeiten am AKW Fukushima heute ein Grund zur Freude. Die Einzelheiten dieser Meldungen gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 8. Juli 2016.

Unsere heutigen Themen zum Wochenende:

  • Rinderzucht in Naraha zu Testzwecken wieder aufgenommen
  • Arbeiten an neuem AKW-Hauptgebäude
Rinderzucht in Naraha zu Testzwecken wieder aufgenommen

Erstmals seit der Kraftwerkskatastrophe vom März 2011 wurde in der Ortschaft Naraha die Rinderzucht wieder aufgenommen – wenn auch zunächst nur testweise, um die Sicherheit der Zuchtmaßnahmen ermitteln zu können.

Der Testbetrieb soll zunächst ein Jahr lang laufen und die Gemeinde hofft, bereits im kommenden Januar den Vollbetrieb wieder aufnehmen zu können.

Die Ortschaft war im Zuge der Krise zum großen Teil evakuiert worden und alle 40 Rinderzüchter, die bislang dort tätig waren, setzten ihre Arbeit aus, oder gaben es sogar gänzlich auf.

Aus Sicherheitsgründen wurde zudem nahezu der gesamte Rinderbestand in der Sperrzone gekeult, um eine unkontrollierte Vermehrung und Schäden an den Gebäuden durch freilaufende Tiere zu verhindern.

Auch wenn die Evakuierungsanordnung für Naraha bereits im vergangenen September aufgehoben worden war, wäre den Eigentümern eine Wiederaufnahme des Zuchtbetriebs vor allem aus Kostengründen bislang nicht möglich.

Auch unter der jetzigen Bezuschussung durch die Gemeinde, müssen die Landwirte die Hälfte der beim Kauf neuer Tiere anfallenden Kosten selbst tragen.

Die Wiederbelebung der Rinderzucht als Wirtschaftsfaktor der Region ist ein langfristiges Projekt, dauert es doch im Schnitt mindestens zwei Jahre, bis die Rinder verkauft werden können, was zur Folge hat, dass es in diesem Zeitraum kein Einkommen gibt.

Über die Maßnahme berichtete die NHK.

Arbeiten an neuem AKW-Hauptgebäude:

Wie der Kraftwerksbetreiber TEPCO mitteilte, laufen die Arbeiten an einem neuen Verwaltungsgebäude auf dem Gelände des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi wie geplant.

Der neue Komplex hat fast die doppelte Größe des bislang genutzten Gebäudes und soll noch besser als sein Vorgänger vor radioaktiver Strahlung geschützt sein. Die neuen Abmessungen und Maßnahmen sollen die Arbeitsbedingungen dort verbessern.

Die Erdbebensicherheit des Gebäudes will TEPCO ebenfalls gewährleisten. Nachdem die Arbeiten wie geplant verlaufen, rechnet das Unternehmen mit einer fristgerechten Fertigstellung im Oktober diesen Jahres.

Das alte Hauptverwaltungsgebäude soll dann die Büros für die zahlreichen Subunternehmen beherbergen. Über das Bauprojekt berichtete TEPCO und begleitete die Meldung mit einigen Aufnahmen der dortigen Arbeiten.

TEPCO hatte sich bereits in der Vergangenheit um die Sicherheit dieser wichtigen Einrichtung gekümmert. So war im April 2012 die Durchführung baulicher Nachbesserungen zum Strahlenschutz des Gebäudes beschlossen worden.

Die neue Einrichtung wird derartige Maßnahmen, wie etwa die nachträgliche Anbringung von Bleiplatten zur Strahlungsabschirmung hoffentlich überflüssig machen.

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