Start Aktuelles Fukushima aktuell: Rinderzüchter hoffen auf Weideerlaubnis im einstigen Sperrgebiet

Fukushima aktuell: Rinderzüchter hoffen auf Weideerlaubnis im einstigen Sperrgebiet

Rinderzucht in Fukushima könnte durch Projekt neuen Schub erhalten

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Artikelbild - Wagyu-Rind (Foto: cgoodwin, cc-by)
Versuchsprojekt in Fukushima: Rinder sollen längerfristig in einstigem Sperrgebiet grasen (Symbolfoto: cgoodwin, cc-by)

Die Wiederaufnahme des normalen Weidebetriebs ist für die Rinderzüchter der Präfektur Fukushima heute noch ein Traum – der sich jedoch bereits im kommenden Jahr realisieren lassen könnte, wie die aus Japan aktuell gemeldeten Fukushima News zeigen.

Einzelheiten hierzu gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 24. Mai 2018.

Testgrasung von Rindern soll Weideerlaubnis bringen

Eine japanische Tageszeitung berichtet heute, erstmals seit den Tohoku-Katastrophen vom März 2011 hätten einige Rinderzüchter in der Präfektur Fukushima am gestrigen Mittwoch mit der versuchsweisen Weide ihrer Tiere auf dem Gebiet der Gemeinde Iitate begonnen.

Tatsächlich gab es die Ankündigung der Rinderzuchtversuche in Iitate bereits im Juni 2017. Damals war erklärt worden, bei einem erfolgreichen Verlauf, die Zahl von zunächst nur sechs Rindern des Projekts weiter zu erhöhen.

Jetzt wird berichtet, die einzigen fünf Züchter, die ihren Betrieb nach der Aufhebung der Evakuierungsanordnung für Iitate im März 2017 wieder aufgenommen hatten, wollen ihre Tiere nun über einen Zeitraum von drei Monaten dort grasen lassen.

Damit verbunden sind Strahlungskontrollen durch die Überprüfung des Gehalts an radioaktivem Material im Blut der Tiere, sowie weitere Gesundheitstests. Ihr Ziel ist es, den normalen Weidebetrieb ab 2019 wieder aufnehmen zu können.

Die Frischfütterung mit Gras soll qualitativ hochwertiges Fleisch liefern und stellt eine geringere Belastung dar, als die Haltung der Tiere im Stall, erklärte einer der Teilnehmer des Projekts. Über diesen Versuch berichtete die Mainichi Shimbun.