Start Aktuelles Fukushima aktuell: Robotermission im Obergeschoss von Reaktor 2

Fukushima aktuell: Robotermission im Obergeschoss von Reaktor 2

Nach der spektakulären Öffnung der Seitenwand folgen nun Robotereinsätze

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Artikelbild - Kontrollraum der Robotermission in Reaktor 2 am 2. Juli 2018 (Foto: Copyright by TEPCO)
AKW Fukushima: Kontrollraum für die Robotermission in Reaktor 2 am 2. Juli 2018 (Foto: Copyright by TEPCO)

Nach der Öffnung einer Wand kommen am AKW Fukushima heute erstmals Roboter im Obergeschoss von Reaktor 2 zum Einsatz und werden sicher auch in Zukunft für neue Fukushima News sorgen. Doch auch weniger positive Ereignisse gibt es zu melden.

So berichtet der Betreiber der Anlage in Japan aktuell auch vom Fall eines Arbeiters, der offenbar aufgrund der Arbeitsbelastung zusammenbrach. Einzelheiten gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 2. Juli 2018.

Unsere heutigen Themen zum Wochenbeginn:

  • Serie von Strahlungsmessungen per Roboter in Fukushima-Reaktor 2
  • Feueralarm im Gebäude der Abfallentsorgungsanlage
  • AKW-Arbeiter nach Brandschutzeinsatz zusammengebrochen
Serie von Strahlungsmessungen per Roboter in Fukushima-Reaktor 2

Die Öffnung einer Außenwand im Obergeschoss von Reaktor 2 am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi hatte in den vergangenen Wochen mehrfach für Schlagzeilen gesorgt. Heute begann die dortige Robotermission.

Die Hauptaufgabe des mobilen Einsatzgeräts besteht dabei in der Ermittlung der vor Ort bestehenden Strahlungswerte innerhalb des zu erforschenden Bereichs.

AKW Fukushima: Roboter für den Einsatz am 2. Juli 2018 (Foto: Copyright by TEPCO)
AKW Fukushima: Roboter für den Einsatz am 2. Juli 2018 (Foto: Copyright by TEPCO)

Zu diesem Zweck wurde an insgesamt 19 einzelnen Stellen eine Messung der jeweils vorhandenen Umgebungsradioaktivität im Gebäude durchgeführt.

Im Rahmen der Messungen konnten bis zu 59 Millisievert pro Stunde ermittelt werden.

Da das Gebäude von Reaktor 2 im Zuge der Kernschmelzen vom März 2011 nicht so schwer beschädigt wurde wie die übrigen Reaktoren, blieb vergleichsweise viel Radioaktivität im Gebäude zurück, was hohe Strahlungswerte zur Folge hat.

Es handelt sich um die erste Mission in einer Reihe von Robotereinsätzen, die bis Ende des Monats fortgeführt werden, da die gewonnenen Erkenntnisse eine wichtige Grundlage für die Bergung abgebrannter Brennelemente aus dem dortigen Abklingbecken darstellen.

Die Planung des genauen Vorgehens bei der Bergung, deren Beginn für das Fiskaljahr 2023 angesetzt ist, hängt im Wesentlichen von den Daten aus dem Inneren des Gebäudes ab. Über den Einsatz berichteten Präfekturmedien.

AKW-Arbeiter nach Brandschutzeinsatz zusammengebrochen

Am heutigen Montag wurde ein Angestellter eines Partnerunternehmens mit einem Krankenwagen vom Gelände des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi abtransportiert. Zuvor war der Mann gegen 8:27 Uhr in einem Heizungsraum des Turbinengebäudes von Reaktor 6 zusammengebrochen.

Nach einer ersten medizinischen Untersuchung vor Ort wurde gegen 9:33 Uhr der Krankenwagen verständigt. Es befand sich kein radioaktives Material am Körper des Patienten. In der Klinik wurde ein Hitzschlag als Ursache für den Kollaps bestätigt.

AKW Fukushima: Kühlung für die Kraftwerksarbeiter im April 2011 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Hitzeschutzmaßnahmen für Arbeitskräfte im Juli 2011 (Foto: Copyright by TEPCO)

Dem Zwischenfall war die Teilnahme an einem Brandschutzeinsatz vorausgegangen, da es im Abfallentsorgungsgebäude von Reaktor 5 zu einem Feueralarm gekommen war, der von Arbeitern vor Ort untersucht worden war.

Zum Zeitpunkt des Ereignisses trug er eine Vollgesichts-Atemschutzmaske, Baumwollhandschuhe, ein doppeltes Paar Gummihandschuhe, sowie einen Ganzkörperanzug, einen Helm, Stiefel sowie Feuerwehrkleidung.

Als Hitzeschutzmaßnahme trug er eine so genannte Kühlweste am Körper. Über die Ereignisse berichtete der Kraftwerksbetreiber TEPCO.

Hintergrund

Derzeit herrschen hohe Temperaturen in der Präfektur Fukushima. So wurden im Bezirk Yanagawa der Stadt Date nach offiziellen Angaben bis zu 36,8°C gemessen.

Bislang wurden 21 Personen im Alter zwischen sieben und 80 Jahren in Krankenhäuser eingeliefert, darunter sechs Kinder die Mitglieder eines Baseball-Teams waren.

Feueralarm im Gebäude der Abfallentsorgungsanlage

Gegen 5:49 Uhr (Ortszeit) wurde in einem Pumpenraum der Abfallbeseitigungsanlage von Reaktor 5 ein Feueralarm ausgelöst, der zunächst von Angestellten untersucht wurde. Gegen 6:34 Uhr meldeten diese, das weder Flammen noch Rauch feststellbar waren.

Aufgrund eines weißen Dunstes vor Ort werde man die Situation vor Ort weiter beobachten. Gegen 8:40 Uhr bestätigte auch die Feuerwehr, dass vor Ort kein Brand vorlag. Über das Ereignis berichtete der Kraftwerksbetreiber TEPCO.