Fukushima aktuell: Salzsäure beschädigte ALPS-Einheit

Fukushima aktuell: Salzsäure beschädigte ALPS-Einheit

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Artikelbild - AKW Fukushima: ALPS-Dichtungsring mit Schaden (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: ALPS-Dichtungsring mit Schaden (Foto: TEPCO)

TEPCO kann vom AKW Fukushima heute die Lösung bislang unklarer Zwischenfälle melden und hat auch sonst Grund durchzuatmen. Dennoch gibt es auch weiterhin Probleme am selben Teil der Anlage.

Um welche Fukushima News es sich dabei handelt, erfahren Sie nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 14. April 2016.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Ummantelung an ALPS-Rohr zersetzt
  • Wasserleck an ALPS festgestellt
  • Ursache für Wasserlachen geklärt
  • Normalisierung am unterirdischen Lagertank

Ummantelung an ALPS-Rohr zersetzt: Gestern meldete TEPCO neue Erkenntnisse zu Zwischenfall an der ALPS-Filteranlage vom März. Damals war es am gestoppten Multinuklid-Filtersystem zu einem Wasserleck gekommen.

Jetzt scheint es so, als sei die Ursache für den Zwischenfall ermittelt.

Bei der Reinigung wird Salzsäure eingeleitet, um die alkalischen Bestandteile des kontaminierten Wassers zu neutralisieren. Aufgrund des etwa einmonatigen Halts des ALPS, wurde die verbliebene Flüssigkeit nicht durch durchspülendes Wasser verdünnt.

Bei der Kontrolle wurde festgestellt, dass die Ummantelung der Dichtung am Rand des Rohrs offenbar durch die Salzsäure beschädigt wurde.

TEPCO will nun Konsequenzen daraus ziehen und an etwa 30 Stellen als Gegenmaßnahme die Dichtungsringe austauschen. Über die Ereignisse berichteten Präfekturmedien und TEPCO. Das Unternehmen ergänzte die eigene Meldung zudem mit Aufnahmen der betroffenen Teile.

Wasserleck an ALPS festgestellt: Am heutigen Donnerstag wurde ein Alarm ausgelöst, der auf ein Leck am Adsorptionsturm 6B hinwies. Eine Untersuchung durch angestellte wies in dem Bereich an zwei Stellen Wasserlachen von etwa 20 Zentimetern x 10 Zentimetern  nach.

Aufgrund des Umstands, dass sich das Leck innerhalb des gesicherten Bereichs um das Multinuklid-Filtersystem ALPS befand, gelangte kein Wasser aus dem Gebäude hinaus. Das berichtete der Kraftwerksbetreiber TEPCO.

Ursache für Wasserlachen geklärt: Die Ursache für die gestern gemeldeten Wasserlachen im Gebäude der Abfallverbrennungsanlage ist offenbar gefunden. Nach aktuellen Angaben von TEPCO habe man keinen Hinweis auf einen Wasseraustritt feststellen können.

Auch eine Öffnung der dortigen Leitungen ergab keine Hinweise auf Wasser, dass sich angesammelt und hinausgelangt sein könnte.

Aufgrund dieser Umstände und der vergleichsweise niedrigen Strahlungswerte geht man nun von Regenwasser aus, das ins Gebäude gelangt sei. Über dieses Fazit berichtete der Kraftwerksbetreiber TEPCO.

Normalisierung am unterirdischen Lagertank: Nachdem die Entwicklungen der vergangenen Tage eine Zunahme der Strahlungswerte an Grundwassermessposten nahe der unterirdischen Lagertanks gezeigt hatten, gibt es erstmals wieder keine Auffälligkeiten.

Weder am südwestlichen, noch am nordöstlichen Kontrollposten hätte die Analyse der Messwerte signifikante Abweichungen gezeigt.

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