Fukushima aktuell: Schäden an Plastiksäcken mit kontaminiertem Material

Fukushima aktuell: Schäden an Plastiksäcken mit kontaminiertem Material

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Artikelbild - Lagerung von Kunststoffsäcken mit Dekontaminationsabfall am 31. Mai 2015 (Foto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)
Lagerung von Kunststoffsäcken mit Dekontaminationsabfall am 31. Mai 2015 (Foto: Prof. Haruhiko Okumura, cc-by)

Während die Wetterbehörde für die Region Tohoku eine Unwetterwarnung ausgibt, führt die aus Fukushima heute gemachte Meldung über beschädigte Lagersäcke, zu Unruhen anderer Art. Diese und weitere Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 26. Juni 2015.

Unsere Themen zum Wochenende:

  • Kontaminierte Abfälle gelangten aus Lagersäcken
  • Testtransfer in Zwischenlager wird während Schulferien fortgeführt

Kontaminierte Abfälle gelangten aus Lagersäcken: Erneut wurden in der Präfektur Fukushima Beschädigungen an Plastiksäcken mit radioaktiv belastetem Inhalt gefunden.

Allerdings ist der jetzige Fall von besonderer Bedeutung, denn anders als bei bereits zuvor gemeldeten Abnutzungserscheinungen, soll nun auch ein Teil des Inhalts freigesetzt worden sein.

Anlässlich des buddhistischen Totenfestes Obon im August, soll die Ortschaft Naraha für Rückkehrer freigegeben und die Evakuierungsanordnung aufgehoben werden.

Die aktuelle Entdeckung könnte die Bereitschaft zur Rückkehr jedoch möglicherweise weiter dämpfen, als dies ohnehin bereits der Fall ist.

Um die Sicherheit der einstigen Bewohner sicherzustellen, waren Kontrollen durchgeführt und die beschädigten Säcke mit dem Schotter entdeckt worden. Der Bereich wurde mit Kunststoffplanen gesichert.

Die Konzentration von radioaktivem Cäsium liegt nach Angaben der Ortsverwaltung bei etwa 3.000 Becquerel pro Kilogramm und gilt daher nicht als besonderes Gefahrgut. Über die Entdeckung berichteten Präfekturmedien.

Das Sprießen von Pflanzen aus den Plastiksäcken und die damit verbundenen Schäden waren bereits in der Vergangenheit ein Thema, hatte doch etwa Ushio Fujita, Produzent des Lokalsenders „Fukushima Central Television“ (FTC) am 23. April und 27. August 2014 entsprechende Fotos getwittert.

Testtransfer in Zwischenlager wird während Schulferien fortgeführt: Im  Fall der testweisen Transporte aus den verschiedenen behelfsmäßigen Lagerstätten an zentrale Zwischenlager, gab es einige Bewegung.

Nachdem eine Nationalstraße zur Nutzung freigegeben und die Durchfahrt von Ortskernen vermieden werden soll, bleiben die Arbeiten in Fahrt.

Wie das Umweltministerium gestern mitteilte, soll der Transfer bei fünf Grundschulhöfen auch während der Sommerferien im Juli weiterlaufen. Als Grund für die Auswahl der Schulen wurde die vorteilhafte Verbindung zur Hauptstraße genannt. 

Die genaue Strecke bis zum Erreichen der Schnellstraße, wird jedoch noch zwischen Ministerium und den örtlichen Behörden abgesprochen. Oberste Priorität habe die Sicherheit der Kinder, so dass Sperrungen erfolgen werden.

Da bislang keines der großen Zwischenlager fertiggestellt ist, wurden in der ganzen Präfektur die bei Dekontaminationsarbeiten anfallenden Erdschichten und Laubmengen in Plastiksäcken behelfsmäßig auf Schulhöfen, Parkplätzen und anderen Freiflächen verstaut.

Über die in testweisen Schritten angelegte Räumung vorrübergehender Lagerstätten in der Präfektur Fukushima berichteten Präfekturmedien.

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