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Fukushima aktuell: Schäden an Toren im Abklingbecken von Reaktor 3

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Artikelbild - Fukushima-Reaktor 3: Blick auf Trümmer am 30. August 2014 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 3: Blick auf Trümmer im Abklingbecken am 30. August 2014 (Foto: TEPCO)

TEPCO meldet vom AKW Fukushima heute Nachrichten, die weitere Schwierigkeiten erwarten lassen. Allerdings befassen sich die aus Japan aktuell gemeldeten Fukushima News auch mit technischen Fortschritten bei Reaktor-Scans. Die aktuelle Meldungen gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 27. März 2015.

Unsere Themen zum Wochenende:

  • Tore in Abklingbecken von Reaktor 3 verschoben
  • Moderner Reaktor-Scanner mit besserer Auflösung vorgestellt

Tore in Abklingbecken von Reaktor 3 verschoben: Wie der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi bekannt gab, wurden in einem Abklingbecken von Reaktor 3 bauliche Schäden festgestellt. Aufnahmen einer Unterwasserkamera zeigten, das beide Metalltore im Becken, die das Wasser dort halten sollen, offenbar aus ihrer ursprünglichen Position gelangt waren.

Ursache für den Schaden am Inneren Tor sei vermutlich der Sturz eines schweren Maschinenteils in das Becken. Nach Angaben von TEPCO ist noch unklar, ob eine Bergung der Trümmer zu Wasseraustritten führen könnte.

Meldungen über Trümmer im Abklingbecken von Reaktor 3 selbst sind keineswegs neu, sondern fanden sich bereits in den vergangenen Jahren.

Die Kamerauntersuchung des Abklingbeckens war durchgeführt worden, um den Zustand der dort gelagerten 560 abgebrannten Brennelemente zu prüfen. Bislang ist geplant, das Maschinenteil im April zu bergen und Ende September mit der Räumung des Beckens durch Entfernung der Brennelemente zu beginnen.

Einschätzungen des Betreiberunternehmens zufolge, könnten sich Verformungen oder Verschiebungen der Tore auf die Pläne zur Bergung der Brennelemente auswirken. Über die aktuelle Entdeckung berichtete die NHK.

Moderner Reaktor-Scanner mit besserer Auflösung vorgestellt: In der Vergangenheit waren der Myonen-Scan von Reaktor 1, sowie der Scan von Reaktor 2, bereits Thema der Berichterstattung in Japan, wenn es um die Lokalisierung geschmolzener Brennelemente ging.

Am heutigen Freitag stellte ein Team von Wissenschaftlern des japanischen Unternehmens Toshiba, sowie des US National Los Alamos Laboratory ein neues Gerät vor, dass einen besseren Einblick in das Innere der Reaktoren bieten soll.

Die neue Vorrichtung nutzt zwei Myonen-Scanner, die jeweils Maße von 8 x 8 Metern aufweisen, soll dreidimensionale Aufnahmen liefern, deren Auflösung mehr als das dreifache der bisherigen Anlagen betragen werden. Das Projekt ist Teil der Arbeiten des Internationalen Forschungsinstitut für die Stilllegung von Kernkraftanlagen (IRID).

Für den weiteren Verlauf des Jahres ist der Transport von zwei Einheiten zur Durchleuchtung von Reaktor 2 geplant. Mit den Untersuchungen soll frühestens Ende des Jahres begonnen werden.

Nachdem ein vorangegangener Scan von Reaktor 1, kaum Spuren von Brennelementen im Reaktorkern nachweisen konnte, geht man davon aus, dass die zusammengeschmolzene Masse in den Sicherheitsbehälter gelangte.

Mit der Neuentwicklung hoffen die Wissenschaftler mehr Einzelheiten über Menge und genauen Ort der verbliebenen Brennelementereste zu gewinnen. Über die Neuentwicklung berichteten Kyodo und NHK.

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