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Fukushima aktuell: Schutzmaßnahmen gegen Wasserlecks verbessert

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Artikelbild - AKW Fukushima: Stahlerhöhung der Betonbarriere an Abwasserleitung K am 28. August 2015 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Stahlerhöhung der Betonbarriere an Abwasserleitung K am 28. August 2015 (Foto: TEPCO)

TEPCO meldet vom AKW Fukushima heute Nachbesserungen bei der Verhinderung von Wasserlecks, legt Zahlen zur Strahlungsbelastung von Arbeitern vor und berichtet von aktuellen Grundwasserwerten.

Die sonstigen Fukushima News die Japan aktuell beschäftigen, betreffen eine Demonstration, sowie eine Katastrophenübung. Die Details nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 31. August 2015.

Unsere Themen zum Wochenbeginn:

  • Schutzmaßnahme an AKW-Abwasserleitung getroffen
  • Katastrophenübung in Minamisoma
  • Sprunghafter Anstieg von Betastrahlern
  • Demonstration gegen mögliches Zwischenlager
  • Aktuelle Angaben zur Strahlungsbelastung der Fukushima-Arbeiter

Schutzmaßnahme an AKW-Abwasserleitung getroffen: Wie Kraftwerksbetreiber TEPCO heute bekannt gab, hat das Unternehmen die Sicherheit am Abwasserkanal K nachgebessert.

Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme wurde am Freitag, neben den technischen Schritten, auch eine Erhöhung der als Damm genutzten, 70 Zentimeter hohen Betonbarriere, durch eine 15 Zentimeter hohe Stahlplatte durchgeführt.

TEPCO begleitete diese Bekanntgabe mit der Veröffentlichung eines Fotos, auf dem die Aufrüstung der Betonbarriere zu sehen ist.

Die Leitung wird bislang durch Wasserstandssensoren und insgesamt acht Pumpen gesichert, die ein Überlaufen bei Regenfällen verhindern sollen.

Dennoch war in der Vergangenheit mehrfach kontaminiertes Regenwasser ins offene Meer gelangt.

Zwischen dem 17. April und dem 27. August, war es an der zwei Meter tiefen und zwei Meter breiten Leitung, die sich über 800 Meter erstreckt,  zu insgesamt fünf Lecks gekommen.

Ursächlich waren unter anderem ein Generatorproblem, dass zum Ausfall der Pumpen führte, sowie eine Überlastung der Pumpen durch starken Niederschlag verantwortlich.

Katastrophenübung in Minamisoma: Am gestrigen Sonntag führte die Präfekturverwaltung Fukushima in Minamisoma eine Katastrophenübung durch.

Szenario der Übung war ein erneuter Tsunami, verbunden mit dem Ausfall der Kühlsysteme und der Freisetzung von radioaktivem Material in die Umwelt.

Etwa 2.000 Personen, darunter Einwohner, Polizei und Feuerwehr, sowie Mitglieder der Selbstverteidigungsstreitkräfte beteiligten sich an der Maßnahme.

Am morgigen 1. September findet landesweit der jährliche Katastrophenschutztag („Bosai no Hi“) statt, an dem überall verschiedene Übungen stattfinden und über das richtige Verhalten aufgeklärt wird.

Bei der gestrigen Aktion lag der Schwerpunkt auf Evakuierung und Strahlungskontrollen durch medizinisches Fachpersonal. Über die Katastrophenschutzübung in Minamisoma berichteten Mainichi Shimbun und Präfekturmedien.

Sprunghafter Anstieg von Betastrahlern: Am Grundwasserposten E-1 im Lagertankbereich H4, kam es über Nacht zu einem starken Anstieg von radioaktiven Betastrahlern.

War in einer Probe vom 27. August noch 820 Becquerel pro Liter nachgewiesen worden, wies die Probe vom folgenden Tag eine Konzentration von 40.000 Becquerel pro Liter auf.  Das berichtete der Kraftwerksbetreiber am gestrigen Sonntag.

TEPCO führt derartige Schwankungen meist auf Regenfälle zurück und kündigte auch dieses Mal an, die Entwicklung weiter zu beobachten. Andere Auffälligkeiten habe es nicht gegeben.

Demonstration gegen mögliches Zwischenlager: Während international über die japanischen Proteste gegen das neue Sicherheitsgesetz berichtet wird, bleiben andere Demonstrationen eher unbemerkt.

So versammelten sich am Samstag in Shioya (Präf. Tochigi) etwa 2.700 Einwohner, um gegen die Wahl ihrer Ortschaft als potentieller Zwischenlagerstandort für Dekontaminationsabfälle der Fukushima-Katastrophe zu protestieren.

Gegenwärtig werden in der Präfektur an 170 Orten übergangsweise Abfälle gelagert, deren Cäsiumkonzentration von mehr als 8.000 Becquerel pro Kilogramm liegt und daher eingelagert werden müssen. Das berichtete die Kyodo.

Aktuelle Angaben zur Strahlungsbelastung der Fukushima-Arbeiter: Am heutigen Montag übermittelte der Kraftwerksbetreiber TEPCO die aktuellen Angaben zur Zahl der Beschäftigten an der Anlage, sowie zur Höhe der Strahlungsdosis an das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales für den Juli 2015.

Nach Angaben von TEPCO, waren im Juli 2015 insgesamt 507 Arbeitskräfte für das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi neu eingestellt worden. Die maximale Strahlungsbelastung der Angestellten lag bei 10,72 Millisievert.

Im Bezug auf die inkorporierte Strahlenbelastung wurden wie zuvor, keine signifikanten Werte festgestellt. Der nächste Bericht, der sich mit den Strahlungsdaten, mit Stand von Ende August 2015 befassen wird, soll gegen Ende September eingereicht werden.

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