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Fukushima aktuell: Schwere Schneefälle in der Präfektur

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Artikelbild - Präfektur Fukushima: Häuser im Winter 2010 (Symbolfoto: Syuzo Tsushima, cc-by)
Präfektur Fukushima: Häuser im Winter 2010 (Symbolfoto: Syuzo Tsushima, cc-by)

Die schweren Schneefälle in mehreren Präfekturen, sorgten für TEPCO am Wasserkraftwerk Nakatsugawa für Probleme und auch straftrechtlich hat das Unternehmen mit illegalen Kabelgeschäften neben dem AKW Fukushima heute weitere Schwierigkeiten. Doch hier nun die Fukushima News im Spreadnews Japan-Ticker vom 19. Dezember 2014.

Unsere Themen zum Wochenende:

  • Fukushima-Flüchtlinge mit Milliardenklage gegen TEPCO
  • Schneefälle in  Präfektur Fukushima

Schneefälle in Präfektur Fukushima: In den vergangenen Tagen waren die schweren Schneefälle, insbesondere auf Japans nördlichster Hauptinsel und in der Präfektur Niigata in den Schlagzeilen und tatsächlich forderte der vielfach ungewöhnlich früh einsetzende Schneefall bislang zehn Todesopfer.

Das auch die Präfektur Fukushima mit den meteorologischen Erscheinungen des Winters konfrontiert sehen würde, war daher absehbar. In Teilen der Region Tohoku hatten die Schneefälle zu Störungen im Verkehr geführt und auch in der Präfektur Fukushima kam es zu Verspätungen und Komplettausfällen.

Gestern wurden aus der Region Aizu-Wakamatsu (Präf. Fukushima) mehrere Ereignisse berichtet, die auf massive Schneefälle zurückzuführen sind. So kam es etwa zu baulichen Problemen an Gebäuden. Außerdem wurden Verletzungen gemeldet, als etwa ein Mann um die 60 beim Versuch das Dach seines Hauses zu räumen von dort stürzte.

Durch Schneefall und umstürzende Bäume wurden Straßen blockiert und andere aufgrund schlechter Sichtverhältnisse und Glätte temporär gesperrt. In mindestens zwei Ortschaften waren Haushalte zumindest zeitweise von der Umwelt abgeschnitten, bevor die Räumung der Straßen erfolgte.

Der Elektrizitätskonzern TEPCO meldete keine Störungen an den Kernkraftwerken der Region. Es ist jedoch noch unklar, welchen Einfluss anhaltende Schneefälle auf die derzeit laufenden Arbeiten am AKW Fukushima Daiichi haben werden. Über die Auswirkungen in der Region berichteten Lokalmedien.

Fukushima-Flüchtlinge mit Milliardenklage gegen TEPCO: Während der Kraftwerksbetreiber einerseits auf die Einreichung einiger Entschädigungsforderungen wartet, werden an andere Stelle nun Forderungen nach höheren Zahlungen laut.

So reichte eine Gruppe von 344 Personen, die aufgrund der Fukushima-Katastrophe fliehen mussten, am heutigen Freitag bei einem Gericht in Tokyo eine Klage gegen den Elektrizitätsanbieter TEPCO ein. Die aus der Stadt Minamisoma stammenden Kläger fordern eine Gesamtsumme von über 6,8 Milliarden Yen.

Die jetzige Klage ist eine Reaktion auf die Ablehnung von Forderungen im Rahmen einers alternativen Beilegungssystems, durch den Kraftwerksbetreiber TEPCO.

Grundlage des nun gerichtlich eingeklagten Betrags ist die Forderung einer einmaligen Entschädigung für die erlittenen psychischen Belastungen, die pro Person jeweils zehn Millionen betragen  soll, sowie eine monatliche Zahlung von 200.000 Yen für den Zeitraum von drei Jahren. Das stellt eine Verdoppelung der üblichen Entschädigung dar. Über die Klage berichteten Kyodo und NHK.

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