Start Aktuelles Fukushima aktuell: Serie kleiner Wasserlecks setzt sich fort

Fukushima aktuell: Serie kleiner Wasserlecks setzt sich fort

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Artikelbild - Wassertank der Entsalzungsanlage im März 2012 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Lagertanks bleiben ein Sicherheitsproblem (Foto: Copyright by TEPCO)

Die vom AKW Fukushima heute gemeldete Wasserlache ist Teil einer Reihe von Zwischenfällen, die sich im Bereich der Entsalzungsanlage ereigneten. Damit setzt sich eine Kette von Problemen fort.

Ein positiver Trend lässt sich laut aktueller Fukushima News jedoch bei den Lebensmittelkontrollen von Reis feststellen. Hintergründe zu diesen Meldungen gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 6. Januar 2017.

Unsere heutigen Themen zum Wochenende:

  • Wieder Wasserleck entdeckt
  • Alle Reisproben 2016 halten Grenzwert ein
Wieder Wasserleck entdeckt

Am heutigen Freitag entdeckten Angestellte eines Partnerunternehmens gegen 10:10 Uhr im Lagertankbereich H5, dass offenbar am  Ablassventil der Pumpe zwischen dem Lagertank der Entsalzungslage und dem Multinuklid-Filtersystem ALPS Wasser austrat.

In der jüngeren Vergangenheit hatten bereits mehrfach Lecks im Zusammenhang mit der Entsalzungsanlage für Schlagzeilen gesorgt.

Das Wasser gelangte mit einer Geschwindigkeit von einem Tropfen alle zehn Sekunden hinaus und verteilte sich auf einer Fläche von 2m x 1m. Die Gesamtmenge wird auf 20 Liter geschätzt. Nach Angaben von TEPCO gelangte es nicht in die Umwelt.

Eine Messung des Strahlungsniveaus am Boden erfolgte an zwei Standorten. Während im ersten Fall die dortige Belastung der allgemeinen Hintergrundstrahlung entsprach, wurde dieser Wert an der zweiten Stelle überschritten.

Nach der Entfernung des Isolationsmaterials am Ventil wurde festgestellt, dass dort kein Schaden vorlag. Daher geht das Unternehmen davon aus, dass es sich um Regenwasser handelt, mit dem sich die Isolation vollgesogen hatte und dann heraustropfte.

Alle Reisproben 2016 halten Grenzwert ein

Wie von der Präfektur Fukushima gestern offiziell bekannt gegeben wurde, ergaben die Lebensmittelkontrollen im vergangenen Jahr bei Reis keine Überschreitung des offiziellen Grenzwerts von 100 Becquerel pro Kilogramm.

Es ist somit das dritte Mal in Folge, dass die Ernten eines Produktionsjahrs keine radioaktiven Belastungen über dem Grenzwert aufweisen. In 99 Prozent der Fälle lag die Belastung unter dem Nachweiswert.

Zwischen August und Dezember waren über 10 Millionen Säcke kontrolliert worden.

Für die Präfektur sind derartige offizielle Testergebnisse ein wichtiges Mittel um Verbraucherängsten, Gerüchten und Halbwahrheiten über die Lebensmittelsicherheit von Produkten aus Fukushima entgegen zu wirken.

Über die Ergebnisse der Untersuchung berichteten Präfekturmedien.

Auch deutsche Händler japanischer Lebensmittel haben bereits wieder Reis aus Fukushima im Angebot. Ein Beispiel hierfür ist „Japan Feinkost“ in Hamburg. das Reis der Sorte „Ten no tsubu“ aus Fukushima anbietet.

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