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Fukushima aktuell: Sicherheitsmängel am AKW behoben

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Artikelbild - AKW Fukushima: Sicherung des Eiswallprojekts (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Sicherung an der Anlage des Eiswallprojekts (Foto: TEPCO)
TEPCO präsentiert am AKW Fukushima heute die verschärften Sicherheitsmaßnahmen. Die übrigen Fukushima News sind dagegen weniger positiv. Einzelheiten jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 26. Januar 2015.
  • TEPCO sichert Kraftwerksgelände ab
  • Anstieg von Betastrahlern in Grundwasser
  • Neustartgegner-Demonstration mit 3.000 Teilnehmern
  • Übergewicht bei Fukushima-Kindern hält an

TEPCO sichert Kraftwerksgelände ab: Nach dem Tod von zwei AKW-Arbeitern versprach der Kraftwerksbetreiber TEPCO, die Sicherheitsmaßnahmen auf dem Gelände zu prüfen.

Tatsächlich wurden die Standardarbeiten am AKW Fukushima für  eine Sicherheitskontrolle unterbrochen. Dabei wollte es die Regierun jedoch nicht belassen und so wurde das Unternehmen offiziell angewiesen, die Sicherheitsmaßnahmen nachzubessern.

Diesem Wunsch hat das Unternehmen offenbar entsprochen und veröffentlichte mehrere Aufnahmen der durchgeführten Arbeiten.

So wurden sowohl bei den Auffüllungsarbeiten auf dem Gelände, als auch im Bereich der Grundwasserblockade durch ein unterirdisches Kühlsystem („Eiswall“), Baubereiche zusätzlich abgesichert.

Ob diese Maßnahmen, sowie die angekündigten Sicherheitstrainings tatsächlich zu einer verbesserten Situation an den Fukushima-Kraftwerken führen werden, bleibt vorerst abzuwarten.

Anstieg von Betastrahlern in Grundwasser: In Wasserproben, die am vergangenen Donnerstag am Grundwasserposten E-1 im Lagertankbereich H4 entnommen wurden, konnte eine Gesamtbelastung von 29.000 Becquerel pro Liter nachgewiesen werden.

Dies stellte zwar im Vergleich zum zuvor gemessenen Wert von 2.300 Becquerel zwar einen deutlichen Anstieg dar, der Kraftwerksbetreiber TEPCO spricht jedoch davon, dass dies innerhalb der üblichen Fluktuation liegt, wie etwa vom 16. Januar, die bei 68.000 Becquerel lag.

TEPCO erklärte, der erneute Anstieg sei auf Regenfälle zurückzuführen. Abgesehen von dem genannten Betastrahlerwert habe es keine Auffälligkeiten gegeben.

Neustartgegner-Demonstration mit 3.000 Teilnehmern: Am Sonntag demonstrierten etwa 3.000 Personen gegen den Neustart des AKW Sendai (Präf. Kagoshima).

Über die Proteste der atomkraftkritischen Bürgerinitiative, die aus einem Demonstration, sowie einer Kundgebung bestanden, berichtete die Kyodo.

Die Kritiker der Reaktorneustarts befürchten unter anderem auch unzureichende Evakuierungskonzepte bei einem Störfall am Kernkraftwerk.

Übergewicht bei Fukushima-Kindern hält an: Die Krise am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi hat auch fast vier Jahre nach dem Ausbruch weiterhin Folgen für die früheren Anwohner.

Aus Angst, Kinder könnten durch das Spielen im Freien einer hohen Strahlungsbelastung ausgesetzt werden, hatten Eltern und Schulen in der Präfektur Fukushima den Aufenthalt unter freiem Himmel stark eingeschränkt.

Diese Befürchtungen hatten zu Bewegungsmangel und Fettleibigkeit bei Kindern geführt.Wie eine Untersuchung ergab, hat sich der Zustand auch vier Jahre nach der Katastrophe nicht verbessert.

Eine vom Bildungsministerium am verganenen Freitag veröffentlichte, jährlich landesweit durchgeführte Umfrage zeigt, dass die Kinder der Präfektur zum Teil 20 Prozent schwerer sind als normal.

Die Rate an übergewichtigen Jugendlichen ist in der Region Tohoku, wo verschneite Winter zu langen Hausaufenthalten führen, allgemein höher als der landesweite Durchschnitt.

Nach der Fukushima-Katastrophe stieg dieser Prozentsatz noch an. In der jüngsten Untersuchung für das Fiskaljahr 2014 wurde sowohl in der Gruppe der Neunjährigen, als auch für 7, 11 und 13 Jahre alte Kinder die landesweit höchste Rate an Übergewichtigen festgestellt.

Im Fall der neunjährigen Kinder sind 15,07 Prozent übergewichtig  (landesweiter Durchschnitt 8,14 Prozent). Bei den 17 Jahre alten Jugendlichen waren es 13,11 Prozent (Durchschnitt 9,48 Prozent)

Die Gewichtsprobleme sollen nun durch Verbesserungen im Sportunterricht und durch individuelle Aufzeichnungen über Fitnesstests und Gesundheitskontrollen bekämpft werden. Hierüber berichteten Asahi Shimbun und Präfekturmedien.

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