Fukushima aktuell: Sperrzonen-Arzt bei Brand ums Leben gekommen

Fukushima aktuell: Sperrzonen-Arzt bei Brand ums Leben gekommen

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Artikelbild - Präfektur Fukushima: Zugangsbeschränkung für autorisierte Fahrzeuge im Sperrgebiet (Foto; Copyright by Andreas Teichert/DTRG e.V.)
Sperrgebiet: Warnhinweis für Fahrzeuge (Foto: Copyright by Andreas Teichert, DTRG e.V.)

Wie aus der Präfektur Fukushima heute gemeldet wird, starb einer jener Menschen, die sich nach dem Ausbruch der AKW-Krise im März 2011 für die Einwohner des Sperrgebiets und Kraftwerksarbeiter einsetzte.

Weitere Fukushima News wirken eher melancholisch, geht es doch um ein Radioprogramm, das Evakuierte mit ihrer Heimat verbinden soll. Einzelheiten gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 31. Dezember 2016.

Unsere heutigen Themen zum Jahresende:

  • Sperrzonen-Arzt vermutlich bei Brand ums Leben gekommen
  • Neujahrs-Sonderprogramm für Evakuierte aus Tomioka
Sperrzonen-Arzt vermutlich bei Brand ums Leben gekommen

Doktor Hideo Takano, Leiter des Takano-Krankenhauses in Hirono (Präf. Fukushima) ist tot. Der Mediziner kam offenbar bei einem Brand in seinem Haus ums Leben.

Bekannt wurde Doktor Takano durch seinen Entschluss,  nach Ausbruch der AKW-Krise 2011 nicht der öffentlichen Aufforderung an Einwohner, sich auf eine Evakuierung der Ortes vorzubereiten zu folgen, sondern stattdessen weiter zu arbeiten.

So behandelte er nicht nur bereits eingelieferte Patienten in der Klinik weiterhin, sondern führte auch erste Untersuchungen an Einwohnern und Kraftwerksangestellten durch. Der Arzt gehört somit zu den Helfern der ersten Stunde.

Das Krankenhaus befindet sich gerade einmal 22 Kilometer südlich des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi, an dem es im März 2011 zu mehreren Kernschmelzen gekommen war.

Der Brand brach offenbar am gestrigen Abend gegen 22:30 Uhr aus. Wachpersonal der Klinik bemerkten den Rauch und informierten die Feuerwehr. Ein Teil der hölzernen Strukturen des Gebäudes fingen Feuer und brannten ab.

In den Trümmern wurde die Leiche eines Mannes entdeckt. Derzeit geht man davon aus, dass es sich um den Mediziner handelt, da er dort alleine lebte und auf Anrufe nicht reagiert. Eine offizielle Identifikation steht aber noch aus.

Über den vermutlichen Tod des selbstlosen Arztes berichteten die Kyodo und die Mainichi Shimbun.

Neujahrs-Sonderprogramm für Evakuierte aus Tomioka

Der Sender „Odaigaisama FM“ (76,9 MHz) bringt anlässlich des Neujahrs ein Liveprogramm von 19:00 Uhr (31. Dezember) bis 1:00 Uhr (1. Januar). Ursprünglich aus Tomioka, sendet man seit den Tohoku-Katastrophen als Sonderprogramm aus der Stadt Koriyama.

Für die Evakuierten aus Tomioka werden die 108 Glockenschläge des buddhistischen Tempels Kosaiji aus ihrem Heimatort live übertragen. Es ist bereits das vierte Jahr in Folge, dass diese Sendung ausgestrahlt wird.

Die Sendung, zu der auch ein Interview mit dem Priester gehört, ist gleichfalls über den Internetdienst „Simulradio“ zu hören. Über die Sondersendung berichteten Prtäfekturmedien.

Fukushima-Kalender 2017 abzugeben

Wie in den Jahren zuvor, verschenkt Spreadnews auch diesmal einige Exemplare des aktuellen „This is Fukushima“-Kalenders an aufmerksame Leser.

Einige Exemplare des begehrten Kalenders sind noch zu haben. Hierfür genügt eine E-Mail mit dem Betreff „Fukushima-Kalender 2017“ und der Anschrift des Empfängers an jp@spreadnews.de

Die Daten werden nur für den Versand benötigt, nicht an Dritte weitergegeben und nach Versand gelöscht. Teilnahmeberechtigt sind Personen über 18 Jahren, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben. Barauszahlung, oder Auslandsversand sind nicht möglich. Angebot nur so lange der Vorrat reicht.

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