Fukushima aktuell: Sportanlage in Sperrgebiet könnte vorzeitig freigegeben werden

Fukushima aktuell: Sportanlage in Sperrgebiet könnte vorzeitig freigegeben werden

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Artikelbild - J-Village Schild (Foto: Copyright by Andreas Teichert, DTRG e.V.)
J-Village: TEPCO verlegt Verwaltung aus Sportanlage (Foto: Copyright by Andreas Teichert, DTRG e.V.)

Die Exportbewerbung von Präfekturprodukten, ist im Zusammenhang mit dem AKW Fukushima heute ebenso von Interesse, wie die Fukushima News zur vorzeitigen Nutzung des J-Village. Details im Spreadnews Japan-Ticker vom 29. Januar 2015.

Unsere heutigen Themen:

  • Vorgezogene Nutzung des J-Village 2018 denkbar
  • Internationale Werbung für Fukushima-Produkte
  • TEPCO-Führung besucht nach Todesfällen Fukushima
  • Vorgezogene Nutzung des J-Village 2018 denkbar
  • Verklappung von Bergwasser durchgeführt

Vorgezogene Nutzung des J-Village 2018 denkbar: Die gegenwärtig zur Unterbringung der Kraftwerksarbeiter genutzte Sportanlage J-Village, nahe des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi, könnte deutlich früher wieder ihrer ursprünglichen Nutzung zugeführt werden.

Die Präfektur Fukushima und der Japanische Fußballverband könnten demnach im Juli 2018 und damit neun Monater früher als geplant, zwei der zehn Fußballplätze und ein Wohngebäude wieder regulär nutzen.

Eine vollständige Neueröffnung wird für April 2019 geplant.

Pläne, die AKW-Arbeiter könnten Olympioniken weichen und die olympische Nutzung der Gebiete am Rand der Sperrzone, waren bereits seit mehreren Jahren im Gespräch.

Gegenwärtig sind acht der Rasenflächen durch Metallplatten und Schotter abgedeckt und werden etwa als Parkplätze genutzt. Die Wiederherstellung der beiden freien Flächen gilt als unproblematisch.

Entsprechende Arbeiten sollen zunächst von TEPCO bezahlt werden, weitere Arbeiten durch die Präfektur mit Unterstützung durch die Regierung.

Im Bezug auf die Strahlungswerte ergaben Messungen vom vergangenen Dezember, Werte zwischen 0,111 und 0,227 Mikrosievert pro Stunde. Diese sollen durch Dekontaminationsmaßnahmen weiter gesenkt werden.

Über die Pläne des Wiederaufbaukomitees berichteten Kyodo und Präfekturmedien.

Internationale Werbung für Fukushima-Produkte: Am Dienstag besuchten vier Botschafter des Commonwealth, eine Werbeveranstaltung für Produkte der Präfektur Fukushima, in Tokyo.

Veranstalter der Präsentation, die in einem 2014 eröffneten Spezialitätengeschäft für Präfekturprodukte aus Fukushima stattfand, war das Landwirtschaftsministerium.

Australien, Kanada und Neuseeland hoben im Januar 2014 die Importbeschränkungen auf, Großbritannien erlaubt Importe unter Beifügung eines Strahlungszertifikat. Die Abgesandten dieser Staaten genossen bei der Verkostung sowohl Onigiri (Reisbälle), Sake und Fleischprodukte der Präfektur.

Zwölf Nationen und Regionen, darunter China, Hongkong und Taiwan, die früheren Hauptexportpartner der Präfektur, halten die Beschränkungen jedoch zur Gänze, oder teilweise aufrecht.

Die wirtschaftlichen Folgen der Kraftwerkskatastrophe zeigen sich in den Exportzahlen die von 153 Tonnen im Fiskaljahr 2010 auf 17 Tonnen im Fiskaljahr 2011 sanken.

Nachdem sie im Fiskaljahr 2012 auf einen Stand von zwei Tonnen gesunken waren, kam es im verganenen Fiskaljahr erstmals wieder zu einem leichten Anstieg auf fünf Tonnen.

Als neue Absatzmarkt versucht man nun eine Expansion in Südostasien. Hierüber berichteten Asahi Shimbun und NHK.

Lebensmittel aus der Präfektur Fukushima werden auch an anderer Stelle beworben, etwa auf der Gurutabi-Webseite, auf der regionale Spezialitäten als Souvenirs vorgestellt werden. Für Februar sind zudem Bustouren mit Informationsveranstaltungen zur Lebensmittelsicherheit vorgesehen.

TEPCO-Führung besucht nach Todesfällen Fukushima: Als Folge von zwei tödlichen Arbeitsunfällen reagierte der Kraftwerksbetreiber mit mehreren Maßnahmen. Hierzu zählen Sicherheitskontrollen, Nachbesserung von Sicherungsmaßnahmen, sowie Schulungen.

AKW Fukushima: Besichtigung durch TEPCO-Vorsitzenden Fumio Sudo am 29. Januar 2015 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Besichtigung durch TEPCO-Vorsitzenden Fumio Sudo am 29. Januar 2015 (Foto: TEPCO)

Heute besuchte der TEPCO-Vorsitzende Fumio Sudo, in Begleitung der Verantwortlichen der Partnerunternehmen, die Unfallorte am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi.

Dazu zählte auch die Stelle, an der ein AKW-Arbeiter in den Lagertank gestürzt und an den Verletzungen gestorben war.

Dem Besuch schlossen sich Gespräche im J-Village an, bei denen Zeitdruck und mangelnde Erfahrung der Verantwortlichen als Gründe genannt wurden.

Über den Besuch berichteten neben dem Kraftwerksbetreiber, der hierzu entsprechende Aufnahmen veröffentlichte, auch die NHK.

Verklappung von Bergwasser durchgeführt: Heute führte der Kraftwerksbetreiber TEPCO erneut eine Verklappung von Grundwasser aus den Bergen durch.

Bei der Maßnahme wurde eine Gesamtmenge von 1.730 Tonnen in den Pazifik eingeleitet, nachdem zuvor die Einhaltung der Grenzwerte sichergestellt wurde.

Nach Meldung des Unternehmens kam es bei der Aktion zu keinen Störungen, oder Zwischenfällen.

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