Fukushima aktuell: Sprühsystem gegen radioaktiven Staub getestet

Fukushima aktuell: Sprühsystem gegen radioaktiven Staub getestet

Sprinkleranlage soll Kontaminationsrisiko für die Umwelt senken

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Artikelbild - Fukushima-Reaktor 1: Test des Sprühsystems am 7. Juni 2016 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 1: Test des Sprühsystems am 7. Juni 2016 (Foto: TEPCO)

Nach den eher kritischen Meldungen der vergangenen Tage gibt es vom AKW Fukushima heute zwar positive Meldungen, doch wer unsere Berichterstattung verfolgt, ist sich der Zerbrechlichkeit dieser scheinbaren Ruhe bewusst.

Welche Fukushima News dennoch von Interesse sind, erfährt man etwa im Spreadnews Japan-Ticker vom 9. Juni 2016.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Sprühsystem gegen radioaktiven Staub an Reaktor 1 getestet
  • AKW-Notfallzentrum soll Mitte Juli öffnen

Sprühsystem gegen radioaktiven Staub an Reaktor 1 getestet: Wie Kraftwerksbetreiber TEPCO heute bekannt gab, wurde am Dienstag erfolgreich ein im April angebrachtes Sprühsystem an Reaktor 1 getestet.

Bei dem Test wurde zwei Kubikmeter Wasser über die Düsen versprüht um die Funktionsfähigkeit des Systems zu prüfen. Nach Angaben von TEPCO verlief die Maßnahme erfolgreich.

Die Arbeiten an der Vorrichtung waren Anfang Februar begonnen und im April die ersten Düsen angebracht worden. Insgesamt wurden 13 Sprühköpfe dort montiert.

Die Sprinkleranlage wird bei Räumarbeiten an Reaktor 1 zum Einsatz kommen, um das Aufwirbeln von radioaktiv kontaminiertem Staub beim Transfer von Trümmern zu verhindern.

Neben dem Versprühen chemischer Bindemittel bewirbt TEPCO die Anlage auch als Sicherheitsmaßnahme, da bei Alarm der Staubmessposten, oder Wettervorhersagen wegen schwerer Winde bereits im Voraus mit dem Sprühen begonnen werden könnte.

Über den erfolgreichen Test berichtete der Kraftwerksbetreiber.

AKW-Notfallzentrum soll Mitte Juli öffnen: Mitte des Monats sollen zwei Gebäude, die bei einem Störfall am AKW als externe Kontrollzentren dienen sollen, in Betrieb genommen werden.

Die Einrichtungen finden sich in Minamisoma (etwa 24 Kilometer vom AKW Fukushima Daiichi entfernt) und Naraha (etwa achteinhalb Kilometer vom AKW Fukushima Daini entfernt). Die zweistöckigen Gebäude werden als erdbebensicher klassifiziert.

Bei dem gestrigen Treffen wies ein Mitglied des Komitees der Stadt Minamisoma jedoch auf die Nähe zur Küste hin und forderte, in einem Notfallplan müssten bereits vorhandene Gebäude an besseren Standorten für den Fall eines Tsunami als Ausweichmöglichkeit berücksichtigt werden.

Das ursprüngliche externe Notfallzentrum des AKW Fukushima Daiichi befand sich in der Ortschaft Okuma, etwa fünf Kilometer vom Kraftwerks entfernt, musste jedoch aufgrund der hohen Strahlungswerte evakuiert werden.

Bislang dient ein Verwaltungsgebäude in der Stadt Fukushima als provisorisches Büro. Über die Pläne berichteten Präfekturmedien.

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