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Fukushima aktuell: Starker Anstieg von radioaktivem Material in Grundwasserposten

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Artikelbild: Grundwassermessposten 3 am 12. Juli 2013 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Arbeiter sollen in stark kontaminierte Bereiche zurück (Symbolfoto: TEPCO)

Mit erhöhten Strahlungswerten an einem Grundwassermessposten, sorgt das AKW Fukushima heute erneut für Schlagzeilen. Doch andere Meldung sind, auch wenn sie weniger spektakulär klingen, ebenfalls von Bedeutung für die Kraftwerksanlage und die Präfektur. Die Einzelheiten der Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 21. Mai 2015.

Unsere heutigen Themen:

  • Starker Anstieg von radioaktivem Material in Grundwasserbrunnen
  • Ausbringen von Bindemittel an Reaktor 1 abgeschlossen
  • Brandschutzübung in Sperrgebietsgemeinde
  • Weitere Verklappung ohne Zwischenfälle verlaufen
  • Sake aus Fukushima erneut mit Auszeichnungsrekord

Starker Anstieg von radioaktivem Material in Grundwasserposten: Wie Kraftwerksbetreiber TEPCO mitteilt, wurde in einer gestern entnommenen Probe vom Grundwassermessposten E-9 ein erheblicher Anstieg von radioaktivem Material festgestellt.

Nachdem der Gesamtwert der Betastrahler am Montag noch 1.200 Becquerel pro Liter betrug, wurden nun 20.000 Becquerel pro Liter nachgewiesen, was einem Anstieg um mehr als das Zehnfache entspricht.

An den anderen Messposten des selben Lagertankbereichs H4 wurden keine Auffälligkeiten, oder Schwankungen festgestellt. Das Unternehmen kündigte an, die Situation anhand künftiger Proben zu beobachten.

Bislang bestehen nach Angaben von TEPCO keine Hinweis darauf, dass es zu einem neuen Zufluss von radioaktivem Wasser gekommen ist.

Ausbringen von Bindemittel an Reaktor 1 abgeschlossen: Das Einsprühen eines Bindemittels durch die Dachpaneele des Schutzmantels von Reaktor 1, ist nach Angaben von TEPCO gestern abgeschlossen worden.

Seit dem 15. Mai liefen die Vorbereitungen zur Entfernung des Schutzmantels an Reaktor 1, um bei der geplanten Entfernung das Aufwirbeln von radioaktiv belastetem Trümmerstaub zu verhindern.

Während der nun abgeschlossenen Arbeiten habe man an den Messposten keine signifikanten Änderungen der Werte festgestellt, berichtet das Unternehmen.

Brandschutzübung in Sperrgebietsgemeinde: Im Gebiet der Sperrgebietsgemeinde Naraha, fand am gestrigen Mittwoch eine Katastrophenübung statt, an der sich auch vier Nachbarpräfekturen beteiligten.

Neben der Feuerwehr Futaba beteiligten sich unter anderem auch Brandbekämpfungsteams der Präfekturen Miyagi und Yamagata an der Übung. Insgesamt nahmen etwa 150 Personen an der Maßnahme teil.

Im Zuge des fiktiven Brandfalls im dortigen Waltgebiet wurde Wasser aus dem Kido-Fluss eingesetzt und auch Helikopter waren an der Löschaktion beteiligt. Dabei trugen die Feuerwehrleute zusätzliche Schutzkleidung unter ihrer Brandschutzuniform. Über die Übung berichteten Präfekturmedien.

Weitere Verklappung ohne Zwischenfälle verlaufen: Die am Dienstag durchgeführte Verklappung von Grundwasser aus den Bergen wurde ohne Zwischenfälle abgeschlossen.

Im Rahmen des Grundwasserumleitungsprojekts wird das aus den Bergen herabströmende Grundwasser umgeleitet, bevor er das Kraftwerksgelände erreicht und nach einer Strahlungskontrolle in den Pazifik verklappt.

Dies soll den Grundwasserpegel der Anlage kontrollieren und eine Vermischung mit dem kontaminierten Abwasser aus dem Untergeschoss der Turbinengebäude verhindern.

Bei der Maßnahme wurden 1.748 Tonnen Bergwasser in das Meer eingeleitet, meldet der Kraftwerksbetreiber TEPCO.

Sake aus Fukushima erneut mit Auszeichnungsrekord: Die Angst vor einer möglichen radioaktiven Kontamination von Lebensmitteln aus der Präfektur Fukushima besteht bei Verbrauchern immer noch.

Sake "Odayaka" von Niida Honke Ltd., Fukushima (Foto: tokyofoodcast, cc-by)
Sake „Odayaka“ von Niida Honke Ltd., Fukushima (Foto: tokyofoodcast, cc-by)

Nach zahlreichen Verköstigungsaktionen und der Auszeichnung von Fukushima-Trinkwasser bei einem internationalen Wettbewerb, kann die Präfektur nun mit einem neuen Fakt punkten.

Bei den diesjährigen „Annual Japan Sake Awards„, erzielte Sake aus der Präfektur Fukushima zum dritten Mal in Folge die meisten Ehrungen.

Insgesamt 24 der 222 Siegersorten stammen aus der Präfektur (Sake-Gewinnerliste als PDF).

Die Präfekturen Niigata und Yamagata erreichten jeweils 15 Ehrungen. Das berichtete die Asahi Shimbun.

Nach der Kraftwerkskatastrophe hatten Brauereien der Präfektur einen Rückgang bei den Verkäufen beobachten müssen.

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