Start Aktuelles Fukushima aktuell: Startversuch von ALPS-Einheit gescheitert

Fukushima aktuell: Startversuch von ALPS-Einheit gescheitert

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Artikelbild - AKW Fukushima: Adsorptionsturm der ALPS-Anlage am 27. März 2013 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Teil des ALPS im März 2013 (Foto: TEPCO)

Die am AKW Fukushima heute gemeldeten Probleme zeigen, das sowohl einfache Arbeiten, als auch komplexe Vorgänge, immer wieder von Rückschlägen betroffen sind und so berichtet TEPCO aus Japan heute erneut von Schwierigkeiten am ALPS, Arbeitspannen und technischen Problemen.

Details der Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 22. April 2014.

Unsere heutigen Themen:

  • Startversuch von ALPS-Einheit A gescheitert
  • Kranwagen beschädigt elektrische Leitung
  • Ausfall von Messposten im Gebäude des Gemeinschaftsbeckens

Startversuch von ALPS-Einheit A gescheitert: Nachdem am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi zuletzt Ende März ein Stopp der ALPS-Einheit A aufgrund einer Eintrübung von dort gefiltertem Wasser veranlasst worden war, sollte die Einheit nach der Reinigung des Adsorptionsturms 4A am morgigen Mittwoch neu gestartet werden.

Da die Reinigungsarbeiten bereits heute um 16:15 Uhr abgeschlossen waren, wurde die ALPS-Einheit A gestartet.

Bereits um 18:06 Uhr wurde die Einheit des Multinuklid-Filtersystems wieder abgestellt, nachdem Wasserproben einer Pumpe erneut eine leichte Eintrübung zeigten und daher offenbar eine hohe Calciumkonzentration des Wassers vorliegt, die auf erneute Probleme bei der Filterung hinweist.

Kranwagen beschädigt elektrische Leitung: Am gestrigen Montag kam ein Kranwagen gegen 13:20 Uhr, bei einem Wendemanöver während Arbeiten im Lagertankbereich J1, in Kontakt mit dort verlaufenden elektrischen Leitungen. Daraufhin wurde dort die Stromversorgung abgestellt, um Reparaturarbeiten durchführen zu können.

Da Messposten, Kühlkreisläufe und Wasserverarbeitungen über andere Leitungen mit Energie versorgt werden, kam es zu keinen Störungen in diesen Bereichen. Auswirkungen auf Sicherheit und Reaktorbetrieb bestanden daher nach Angaben von TEPCO nicht.

Ausfall von Messposten im Gebäude des Gemeinschaftsbeckens: Am heutigen Dienstag meldete Kraftwerksbetreiber TEPCO, dass man gegen 13:45 Uhr den Ausfall eines Messgeräts im Gebäude des Gemeinschaftsbeckens entdeckte. Das Gerät diente der Strahlungsmessung der Umgebungsluft in diesem Bereich.

Durch Mitarbeiter durchgeführte Strahlungsmessungen ergaben jedoch keine signifikanten Abweichungen im Vergleich zu bereits stattgefundenen Messungen.

So betrug die Strahlungsbelastung im dritten Stock am 18. April 1,9 Mikrosievert pro Stunde. Der heute gemessene Wert lag bei 1,8 Mikrosievert. Auch in einem tiefer gelegenen Kontrollraum waren mit 11,0 bzw 7,0 Mikrosievert keine besonderen Schwankungen festzustellen.

Im Bereich des Bereichs zur Behälterlagerung wurden durch Angestellte heute 20 Mikrosievert pro Stunde nachgewiesen. Zur möglichen Ursache des Zwischenfalls machte TEPCO bereits erste Angaben.

So wurde festgestellt, dass bei Abschaltung der Energieversorgung A, auch ein Stopp von B, der zweiten der beiden Energieversorgungen kam. Wieso sich das System B ebenfalls abschaltete, muss jedoch noch ermittelt werden.

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