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Fukushima aktuell: Stopp des SARRY-Filtersystems nach Zwischenfall

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Artikelbild - AKW Fukushima: Alte SARRY-Filteranlage nach Umbau am 9. August 2012 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Alte SARRY-Filteranlage nach Umbau am 9. August 2012 (Foto: TEPCO)

Nach der gestrigen Bekanntgabe der positiven Zukunftspläne für Trümmerräumung an Reaktor 1, muss der Betreiber des AKW Fukushima heute Probleme an einer Filteranlage melden. Erste Meldungen zu den Geschehnissen jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 24. September 2014.

Unsere heutigen Themen:

  • Probleme an SARRY-Cäsiumfilteranlage
  • AKW-Arbeiter mit Gesundheitsproblemen eingeliefert
  • NRA-Vertreter sieht Tunnelzementierung als notwendig an

Probleme an SARRY-Cäsiumfilteranlage: Heute kam es an einer Drucksteigerungspumpe B des Cäsiumfiltersystems SARRY gegen 8:36 Uhr zu einem Alarm, der einen außerplanmäßigen Halt des Systems zur Folge hatte.

Ursache war offenbar die irrtümliche Handhabung eines Pumpenventils. Durch den Fehler sei die Saugfähigkeit einer Pumpe beeinträchtigt worden, was zum Stopp geführt hatte. Da ersten Untersuchungen zufolge jedoch kein Leck nachgewiesen wurde, soll der Betrieb des SARRY nach einer Kontrolle und der Ursachenforschung der Fehlbedienung  so bald wie möglich wieder aufgenommen werden.

Die Cäsiumfilterung selbst wird nach Angaben von TEPCO durch die zeitweise Abschaltung nicht beeinflusst, da ein anderes System für diese Arbeiten zur Verfügung stehe. Das SARRY kann im Normalbetrieb 30 Tonnen Wasser pro Stunde filtern. Neben TEPCO berichtete auch die NHK über die Störung.

Das Filtersystem SARRY war im August 2011 eingeführt worden und im Laufe des Betriebs hatte TEPCO  mehrfach Maßnahmen zur Verbesserung des SARRY geplant und durchgeführt.

AKW-Arbeiter mit Gesundheitsproblemen eingeliefert: Am gestrigen Morgen klagte ein Angestellter, der bei Arbeiten am Multinuklid-Filtersystem beschäftigt war, über gesundheitliche Probleme, so dass er eine Pause einlegte. Zwar nahm er seine Arbeit wieder auf, sein Zustand verschlechterte sich jedoch erneut.

Nachdem man im medizinischen Zentrum zu dem Schluss gelangt war, der Zustand des Arbeiters bedürfe genauere Untersuchung, wurde der Angestellte in das Krankenhaus Iwaki verbracht. Sollte eine Erkrankung vorliegen, ist unklar, ob TEPCO diese bekannt geben wird.

Auf einer Pressekonferenz am 16. September, anlässlich eines mehrtägigen Klinikaufenthalts eines Beschäftigten, hatte TEPCO erklärt, Diagnosen oder Todesursachen künftig zurückzuhalten.

NRA-Vertreter sieht Tunnelzementierung als notwendig an: Bei einer heutigen Pressekonferenzt erklärte Toyoshi Fuketa von der Atomaufsichtsbehörde NRA, seiner Ansicht nach sei die Betonierung von Tunneln voll kontaminiertem Wasser die einzige Lösung, nachdem alle Gefrierungsmaßnahmen ohne ausreichend Erfolge geblieben waren.

Es sei zwar unangenehm, die konzentrierte Ansammlung von radioaktivem Wasser durch eine Barriere aus Spezialbeton zu fördern, ohne über eine sofortige Maßnahme zum effektiven Abpumpen zu verfügen, jedoch die einzige Alternative, wenn man den unkontrollierten Fluss von belastetem Grundwasser in den Pazifik stoppen und die Grundwasserbarriere durch einen Eiswall schaffen wolle. Das berichtete die NHK.

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