Fukushima aktuell: Strahlungsbelastung von Kindern beschäftigt Experten weiterhin

Fukushima aktuell: Strahlungsbelastung von Kindern beschäftigt Experten weiterhin

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Artikelbild - Kinder in Katastrophenpräfekturen benötigen Traumahilfe (Foto: Copyright by Andreas Teichert, DTRG e.V.)
Präfektur Fukushima: Drohungen gegen Jugendprojekt für Wiederaufbau (Symbolfoto: Copyright by Andreas Teichert, DTRG e.V.)

Das Gesundheitsrisiko für Kinder ist in der Präfektur Fukushima heute weiterhin ein Thema. Doch auch der Anstieg von Messwerten im Grundwasser des AKW sind Teil der Fukushima News.

Mehr zu dem, was im Zusammenhang mit der Kraftwerkskatastrophe in Japan aktuell von Interesse ist, nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 8. Oktober 2015.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Keine interne Cäsiumbelastung bei Fukushima-Kindern nachgewiesen
  • Anhaltender Tritiumanstieg an Grundwasserbrunnen
  • Neue Minister besuchen Präfektur Fukushima

Keine interne Cäsiumbelastung bei Fukushima-Kindern nachgewiesen: Ein heute vorgelegter Untersuchungsbericht befasst sich mit der inkorporierten Strahlungsbelastung von Kindern.

Untersuchungen von 2.707 Kindern von 0 bis 11 Jahren, die seit 2013 an Krankenhäusern in Hirata, Minamisoma und Iwaki mit Ganzkörperzählern für Kinder untersucht wurden, ergaben keine Aufnahme von radioaktivem Cäsium.

Es handelte sich um die erste Langzeit-Untersuchung zu dieser Form der Strahlungsbelastung bei Kindern. Über das Ergebnis berichteten Kyodo und Präfekturmedien.

Gestern hatte dagegen eine Untersuchung besonderes Aufsehen erregt, da sie einen Zusammenhang zwischen AKW-Katastrophe und Schilddrüsenkrebs bei Kindern der Präfektur postuliert.

Anhaltender Tritiumanstieg an Grundwasserbrunnen: Ein gestern vom Kraftwerksbetreiber TEPCO veröffentlichter Bericht belegt einen Aufwärtstrend der Tritiumbelastung eines Grundwasserpostens.

An Grundwasserposten 10 wurde zwischen dem 20. August und dem gestrigen Tag ein kontinuierlicher Anstieg beobachtet.

Lag die Tritiumkonzentration am 20. August noch bei 1.500 Becquerel pro Kubikmeter Grundwasser, wurden am 3. September bereits 2.000 Becquerel nachgewiesen.

Nach einer geringer belasteten Probe vom 17. September mit 1.900 Becquerel, zeigten die Tritiumwerte einen fortlaufenden Anstieg, bis am 1. Oktober dann 2.400 Becquerel nachgewiesen wurden.

Ein Vergleich zu den anderen Messposten, bei denen Werte die Werte zwischen 3,5 und 620 Becquerel pro Kubikmeter  liegen, macht die Differenz deutlich.

Angaben zur möglichen Ursache dieser Abweichung von den übrigen Standorten machte das Unternehmen nicht.

Neue Minister besuchen Präfektur Fukushima: Nach der jüngsten Kabinettsumbildung unter Premierminister Shinzo Abe, besuchte unter anderem der neue Minister für Wiederaufbau die Präfekturverwaltung von Fukushima.

In einem Gespräch mit Gouverneur Masao Uchibori erklärte er, man werde mit allen Ministerien zusammenarbeiten, um den Evakuierten die Rückkehr zu ermöglichen.

Es ist der erste Besuch, seit Takagi gestern sein Amt antrat. Dabei sah er sich umgehend mit Problemen konfrontiert, als Gouverneur Uchibori ihn mit der gegenwärtigen Situation vertraut machte.

Einige Gebiete der Präfektur hätten bislang noch keinen Fortschritt beim Wiederaufbau erlebt und mehr als 100.000 Menschen lebten weiterhin als Evakuierte. Daher sei die Sicherung der mittel- und langfristigen Finanzierung von besonderer Bedeutung für die Präfektur.

Takagi erklärte im Anschluss an das Gespräch gegenüber der Presse, neben der finanziellen Sicherung, durch die eine Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs möglich werde, müsse noch an anderer Stelle gearbeitet werden.

So sei die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Sicherung medizinischer Versorgung ebenfalls wichtig.

Auch die neue Umweltministerin Tamayo Marukawa fand sich zu einem Gespräch mit der Präfekturleitung ein. Sie bezog sich dabei insbesondere auf die Dekontaminationsarbeiten und den Bau des Zwischenlagers. Über den Besuch der beiden neuen Minister berichteten NHK und Präfekturmedien.

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