Start Aktuelles Fukushima aktuell: Strahlungsdaten aus Sperrgebietsgemeinden veröffentlicht

Fukushima aktuell: Strahlungsdaten aus Sperrgebietsgemeinden veröffentlicht

Angaben zu mehreren Gemeinden und allgemeinem Trend bekannt gegeben

1451
0
TEILEN
Artikelbild - Präfektur Fukushima: Messungen in Haramachi, Minamisoma, am 4. November 2011 (Foto: raneko,cc-by)
Präfektur Fukushima: Strahlungsmessungen in Minamisoma, November 2011 (Foto: raneko,cc-by)

Radioaktivität ist in der Präfektur Fukushima heute noch ein Thema – sei es in Gestalt der öffentlichen Messposten, oder als Teil der Angaben eines Lebensmittelzertifikats. Umso wichtiger ist Aufklärung, um die Bevölkerung nicht im Unklaren zu lassen.

Die aktuellen Fukushima News befassen sich mit dieser Art der Information und die Details gibt es wie üblich im Spreadnews Japan-Ticker vom 17. Januar 2018.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Umgebungsradioaktivität in evakuierten Gemeinden untersucht
  • Lebensmittel-PR-Reise für Presse aus Taiwan und Hongkong
Umgebungsradioaktivität in evakuierten Gemeinden untersucht

Die japanische Atomaufsichtsbehörde machte heute Angaben zur Umgebungsradioaktivität, die im vergangenen Jahr zwischen Juli und September in fünf evakuierten Gemeinden der Präfektur Fukushima gemessen worden waren.

Es handelt sich um die zweite derartige Erfassung nach 2016 und umfasste die Ortschaften Futaba, Namie, Okuma, Tomioka, sowie Katsurao. Die Datensammlung erfolgte vor allem entlang von Straßen aus einem Auto heraus.

Der höchste Wert wurde auf einer Straße in Futaba nachgewiesen. Dort betrug die Strahlungsbelastung 8,48 Mikrosievert pro Stunde. Doch selbst hohe Werte ändern nichts an einem allgemeinen Abwärtstrend der radioaktiven Belastung als Ganzes, so die Behörde.

Erklärtes Ziel der Regierung ist es, durch Dekontaminationsmaßnahmen langfristig einen Kontaminationsgrad von weniger als einem Millisievert pro Jahr zu erreichen. Rechnet man dies auf Umgebungsradioaktivität pro Stunde um, wären dies 0,23 Mikrosievert.

Die Messung in Futaba ist also ein gutes Beispiel dafür, dass auch nach der Umstellung des Konzepts eines 30-Kilometer-Sperrgebiets auf ein Drei-Zonen-Modell anhand der Strahlungswerte immer noch ein langer Weg zu gehen ist.

Über die aktuelle Bekanntgabe berichteten Präfekturmedien.

Lebensmittel-PR-Reise für Presse aus Taiwan und Hongkong

Die Präfektur Fukushima lud Medienvertreter aus Taiwan und Hongkong zu einem mehrtägigen Besuch ein, um mehr Klarheit über die tatsächliche Situation und Maßnahmen in der Landwirtschaft der Präfektur bieten zu können.

Zu den Eiingeladenen gehörten sowohl Vertreter von Reise- und Tourismus-Magazinen, als auch populäre Blogger. Zu Beginn ihres Besuchs konnten sich die Gäste bereits gestern einen Eindruck von dem Landwirtschaftszentrum in der Stadt Koriyama machen.

Den Besuchern wurden von Angestellten die verwendeten Analysemethoden zur Kontrolle der Lebensmittelsicherheit erklärt und konnten einer Prüfung von Rindfleisch beiwohnen. Auch, dass Japan über die weltweit strengsten Grenzwerte verfügt, wurde hervorgehoben.

Zu den weiteren Stationen gehören unter anderem auch das „Fruit Land Kita-Aizu“ – ein Obstzuchtbetrieb, in dem verschiedene Sorten angebaut werden. Über den Besuch berichteten Präfekturmedien.