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Fukushima aktuell: Strahlungskontrollen einiger Lebensmittel sollen wegfallen

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Artikelbild - Lebensmittelauswahl in Tokyo (Foto: Copyright by KJ)
Präfektur Fukushima: Prüfung der niedrigen Produktpreise geplant (Symbolfoto, Copyright by KJ)

Die Lebensmittelsicherheit ist nach der Katastrophe von Fukushima heute immer noch ein Thema, auch wenn beispielsweise Präfekturprodukte verstärkt beworben werden. Doch vier Jahre nach der Katastrophe sieht man in der Regierung nun offenbar Grund zur Entspannung. Diese und weitere Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 20. März 2015.

Unsere Themen zum Wochenende:

  • Strahlungskontrollen einiger Lebensmittel sollen wegfallen
  • Ebenfalls Hinweise auf Kernschmelze an Reaktor 2
  • Untersuchung von Fukushima-Wäldern ab April angekündigt

Strahlungskontrollen einiger Lebensmittel sollen wegfallen: Das Gesundheitsministerium veröffentlichte am heutigen Freitag eine aktuelle Liste von Lebensmitteln, die aufgrund der Fukushima-Katastrophe auf radioaktives Cäsium getestet werden.

Doch aufgrund bisheriger Testergebnisse und Kontrollen in 17 Präfekturen wird die Liste kürzer als bislang ausfallen, will die Regierung doch 20 Lebensmittel streichen, da sie keine auffälligen Werte mehr gezeigt hätten.

Durch die Streichungen auf der Lebensmittelliste, zu denen auch Tee, Brokkoli und Pflaumen zählen, sinkt die Zahl der Produkte, die auf mögliche Cäsiumbelastung überprüft werden, auf insgesamt 45.

Die Neuregelung soll im April in Kraft treten.

Weiter getestet werden dagagen Rindfleisch und Milch, da die Konzentration von radioaktivem Material bei Vieh aufgrund unterschiedlicher Lebensräume und Fütterung stark schwanken kann.

Hier wird jedoch die Kontrollrate verringert, so dass der Landwirt nicht alle drei Monate, sondern nach Einhaltung der Fütterungvorgaben nur noch einmal pro Jahr erfolgen würde. Über die Änderungen berichtete die Kyodo.

Ebenfalls Hinweise auf Kernschmelze an Reaktor 2: Nachdem der Kraftwerksbetreiber TEPCO gestern bekannt gab, aufgrund von Myonen-Scans an Reaktor 1 müsse man davon ausgehen, dass die Brennelemente dort vollständig zusammengeschmolzen seien und erstmals Aufnahmen veröffentlichte, gibt es nun auch Angaben zu Reaktor 2.

Zwischen April und Juli 2014 habe man fünf Messungen an den Reaktoren 2 und 5 durchgeführt. Letzterer war während der Kraftwerkskatastrophe heruntergefahren, so dass dort keine Kernschmelze auftrat.

Bei einem Vergleich der Messwerte wurde festgestellt, dass die Brennelemente in Reaktor 2 deutlich tiefer liegen, was erstmals einen Hinweis auf die dort stattgefundene Kernschmelze gebe. Ein Scan des Reaktors ist geplant. Hierüber berichteten Kyodo und Präfekturmedien.

Untersuchung von Fukushima-Wäldern ab April angekündigt: Bei einem gestern durchgeführten Treffen in Tokyo erklärte das Umweltministerum, ab April genauere Untersuchungen in den Wäldern der Präfektur Fukushima durchführen zu wollen, um die Ausbreitung radioaktiven Materials in bewaldeten Gebieten nachvollziehen zu können.

Dabei soll es auch darum gehen, wie sich eine Ausbreitung innerhalb der Wälder eindämmen lässt. Zu diesem Zweck werden an Hängen Dekontaminationsmaßnahmen durchgeführt und das Gebiet durch einen Zaun gesichert.

Im Zeitraum eines Jahres sollen nicht nur mögliche Änderungen innerhalb dieser Bereiche untersucht werden, sondern auch ein Vergleich, in welchem Rahmen sich das radioaktive Material innerhalb und außerhalb des abgezäunten Gebiets verteilt hat, so dass auch die Effektivität des Zaun ermittelt werden kann.

Über das Waldprojekt des Umweltministeriums berichteten Präfekturmedien.

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