Start Aktuelles Fukushima aktuell: Strahlungskontrollen vor Beginn der Badesaison

Fukushima aktuell: Strahlungskontrollen vor Beginn der Badesaison

Präfektur Fukushima prüft Unbedenklichkeit der Strände in Iwaki

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Artikelbild - Präfektur Fukushima: Tenjinhama am Inawashiro (Foto: pd)
Präfektur Fukushima: Strände von Iwaki werden auf Belastung geprüft (Symbolfoto: pd)

Auch wenn die Meldungen aus Fukushima heute wenig spektakulär wirken mögen, so ist mit dem Ende der Reiseperiode der „Goldenen Woche“  vermutlich bald wieder mit einer höheren Nachrichtendichte zu rechnen.

Die aktuellen Fukushima News gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 8. Mai 2018.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Strahlungskontrolle vor Freigabe der Strände von Iwaki
  • Schutzkleidungsfreie Zone am AKW Fukushima ausgeweitet
Strahlungskontrolle vor Freigabe der Strände von Iwaki

Am gestrigen Montag führten die Präfekturverwaltung Fukushima und die Verwaltung der Stadt Iwaki eine Untersuchung der Strahlungswerte und Wasserqualität an den Stränden der Stadt durch, um die gesundheitliche Unbedenklichkeit zu gewährleisten.

Während die Präfektur acht Strände auf die Belastung des Wassers mit radioaktivem Cäsium und Tritium untersuchte und Strahlungsmessungen in unterschiedlichem Abstand zum Boden vornahm, war die Stadt für drei weitere Strände zuständig.

So nahmen die Verantwortlichen beispielsweise Wasserproben am Strand von Yotsukura und verschafften sich einen Eindruck von der visuellen Klarheit des Wassers und prüften das mögliche Vorhandensein von Ölfilmen.

Die Ergebnisse der Strahlungsmessungen sollen im Juni und die Angaben zur Wasserqualität Ende Juli bis Anfang Juni veröffentlicht werden. Die Öffnung der Strände für die Allgemeinheit ist für Mitte Juli geplant.

Über die Maßnahmen berichteten Präfekturmedien.

Schutzkleidungsfreie Zone am AKW Fukushima ausgeweitet

Die Ankündigung einer Lockerung der Schutzkleidungspflicht in weiteren Teilen des Geländes am AKW Fukushima Daiichi war Anfang des Monats herausgegeben und von Kraftwerksangestellten weitgehend positiv aufgefasst worden. Heute war es dann soweit.

Ab dem 8. Mai wird ein großer Teil der „gelben Zone“ des Geländes, in dem noch eine gewisse Schutzkleidungspflicht galt, in die so genannte „grüne Zone“ umgewandelt. Diese nimmt somit einen großen Teil der Kraftwerksanlage ein.

Somit ist lediglich in wenigen Gebieten unmittelbar an den Reaktorgebäuden, sowie vereinzelten „Hot Spots“ das Tragen von Schutzkleidung erforderlich, während auf wesentlichen Teilen der Anlage die normalen Arbeitsanzüge als ausreichend gelten.

Diese Maßnahme soll die Arbeitsbelastung für Angestellte reduzieren und Unfälle verringern. Insbesondere während der heißen Jahreszeit war es zu Beginn der AKW-Krise immer wieder zu Kreislaufproblemen und sogar Todesfällen gekommen.

Landesweit wurden in diesem Jahr zwischen 30. April und 6. Mai bislang 358 Personen wegen Hitzefolgen in Krankenhäuser eingeliefert.

Über das Inkrafttreten der Regelung berichtete der Kraftwerksbetreiber TEPCO. Über die aktuellen Patientenzahlen berichteten Präfekturmedien.