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Fukushima aktuell: Strengere Einstellungskriterien für AKW-Arbeiter geplant

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Artikelbild: J-Village vor Abfahrt des Busses am 7. Oktober 2011 (Foto: TEPCO)
Strengere Auswahl von AKW-Arbeitern in Japan geplant (Symbolfoto: TEPCO)

Neben einem Arbeitsunfall, der vom AKW Fukushima heute gemeldet wurde, beschäftigt vor allem die Terrorabwehr an Japans Kernkraftwerken die Medien. Auch die geplante Forschungseinrichtung in Japan wäre womöglich davon betroffen.

Die Details der Fukushima News gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 8. September 2016.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Background-Checks für AKW-Arbeiter ab 2017
  • AKW-Arbeiter zieht sich Handverletzung zu
  • Analyse-Zentrum für Forschungseinrichtung in Okuma
Background-Checks für AKW-Arbeiter ab 2017

Bei einem Treffen am gestrigen Mittwoch beschloss die Atomaufsichtsbehörde NRA, ab kommendem Jahr erstmals Kontrollen über den sozialen Hintergrund von Beschäftigten durchzuführen.

Von der Regelung sind  Angestellte betroffen, die Zugang zu sensiblen Informationen haben, oder in sicherheitsrelevanten Bereichen der Anlage beschäftigt werden.

Die Betroffenen müssen nicht nur ihr polizeiliches Führungszeugnis vorweisen, sondern auch Angaben zu ihrem Gesundheitszustand, früheren gesundheitlichen Problemen und möglichen Suchterkrankungen machen.

Trotz der Datenschutzbedenken – die entsprechenden Dokumente dürfen von den Unternehmen weitergegeben werden – sei dieses Vorgehen erforderlich, um im Rahmen der Antiterrormaßnahmen die Sicherheit der Bevölkerung zu verbessern.

Trotz der Empfehlung der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEA), die seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 solche Background-Checks empfiehlt, war Japan bislang der einzige große Industriestaat, dem solche Kontrollen fehlten.

Über die Entscheidung berichteten neben der NHK auch Präfekturmedien.

AKW-Arbeiter zieht sich Handverletzung zu

Am heutigen Donnerstag zog sich ein Angestellter eines Partnerunternehmens gegen 9:10 Uhr bei Arbeiten in einem Materiallager eine Verletzung mehrerer Finger zu. Nach einer Erstversorgung wurde der Transport in das Krankenhaus Iwaki angeordnet.

Der Betroffene war bei Arbeiten zur Demontage eines Lagerbehälters durch eine Bandsäge an drei Fingern verletzt worden. Nach Angaben von TEPCO ist der Patient bei Bewusstsein und wies keine radioaktive Kontamination auf.

Analyse-Zentrum für Forschungseinrichtung in Okuma

Gestern wurde im Rahmen der Stilllegungsbemühungen um das AKW Fukushima Daiichi mit dem Bau des „Analyse- und Forschungszentrum Okuma“  durch die japanische Atomenergieorganisation JAEA begonnen.

Dort sollen wissenschaftliche Methoden und technologische Entwicklungen gefördert werden, die den sicheren Umgang mit geschmolzenen Brennelementtrümmern aus den Reaktoren ermöglichen.

Der Komplex wird dann aus drei Gebäuden bestehen. Dazu gehören dann neben dem Brennelemente-Analysezentrum ein Verwaltungsgebäude, sowie ein Zentrum zur Analyse von schwach radioaktiven Trümmern und Asche.

Für das Verwaltungsgebäude wird eine Fertigstellung in diesem Fiskaljahr erwartet., Eine Genehmigung der NRA vorausgesetzt könnte mit den übrigen Arbeiten noch vor Ende des Jahres begonnen werden. Eine Inbetriebnahme wäre dann im Fiskaljahr 2019 möglich.

Über die Bemühungen zur Bewältigung der Krise berichteten Präfekturmedien.

 

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