Start Aktuelles Fukushima aktuell: Sturmböen beschädigen Abfalllager am AKW

Fukushima aktuell: Sturmböen beschädigen Abfalllager am AKW

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Artikelbild - Schaden an Abdeckung einer Abfallanlage am 16. Februar 2015 (Foto: TEPCO)
Schaden an Abdeckung einer Abfallanlage am 16. Februar 2015 (Foto: TEPCO)

Die Woche beginnt im Bezug auf das AKW Fukushima, heute mit Berichten über bauliche Schäden aufgrund der Wetterbedingungen. Die aktuellen Fukushima News umfassen aber auch Angaben zu den jüngst gemeldeten Krebsfällen. Diese und weitere Meldungen jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 16. Februar 2015.

Unsere Themen zum Wochenbeginn:

  • Dach von Abfalllager auf AKW-Gelände beschädigt
  • Zusammenhang zwischen Krebs und AKW-Katastrophe unbelegt
  • Erneute Verklappung problemlos verlaufen

Abdeckung von Abfalllager auf AKW-Gelände beschädigt: Die schweren Schneefälle und Winde führten nicht nur zum gestrigen Tod eines 64 Jahre alten Einwohners von Minamiaizu, der durch einen Schneepflug tödlich verletzt wurde, sondern hatte auch Auswirkungen auf das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi.

Am heutigen Montag wurde dort gegen 11:15 Uhr bei einem Kontrollgang festgestellt, dass ein Teil der Abdeckung eines Abfalllagers im Bereich A1 beschädigt worden war.  Dort wird anfallender Schutt gelagert. Ein aus Sicherheitsgründen durchgeführter Abgleich der Werte der dortigen Messgeräte, ergab jedoch keine nennenswerten Änderungen der Luftbelastung durch Staubpartikel,  im Vergleich zu vorigen Messungen.

Als Ursache gilt der gestrige starke Wind. Derzeit plane man die Reparaturarbeiten und erwäge Möglichkeiten zur Verhinderung ähnlicher Zwischenfälle auf der Kraftwerksanlage. Über den Schaden berichtete das Betreiberunternehmen TEPCO und begleitet die Meldung auch mit einer Aufnahme der beschädigten Konstruktion.

Zusammenhang zwischen Krebs und AKW-Katastrophe unbelegt: Bei einer Sitzung zur Beurteilung der aktuellen Schilddrüsentests bei Kindern aus der Präfektur Fukushima kam man zu dem Schluss, dass trotz der neuen Fälle von Schilddrüsenkrebs bei Fukushima-Kindern keine Neubewertung erforderlich ist.

Nach der zweiten Runde der Untersuchungen, gibt es einen bestätigten neuen Fall von Schilddrüsenkrebs, sowie sieben Verdachtsfälle.

Auf einer Pressekonferenz im Anschluss an die Sitzung wurde abschließend festgestellt, man verfüge noch nicht über ausreichend Daten, um definitive Aussagen machen zu können. Es sei daher unbedingt erforderlich, die weitere Entwicklung zu verfolgen. Hierüber berichteten Präfekturmedien.

Erneute Verklappung problemlos verlaufen: Am heutigen Montag wurde erneut Grundwasser aus den Bergen in den Pazifik verklappt, um das Grundwasser des Kraftwerksgeländes kontrollieren zu können. Nach Angaben der Betreiberfirma TEPCO traten bei den Arbeiten keine technischen Probleme auf.

Die Gesamtmenge beläuft sich auf 1.667 Tonnen. Die Wirksamkeit der Maßnahme war in der Vergangenheit mehrfach bezweifelt, jedoch später für ausreichend befunden worden, so dass die Einleitung des Bergwassers mittlerweile zum normalen Vorgehen auf der Kraftwerksanlage zählt.

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