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Fukushima aktuell: Taifun führt zu Regenwasserleck in Lagertankbereich

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Artikelbild - AKW Fukushima: Regenwasserleck nach Taifun Etau am 9. September 2015 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Regenwasserleck nach Taifun Etau am 9. September 2015 (Foto: TEPCO)

Auch wenn es trotz aller Schutzmaßnahmen zu Problemen durch den jüngsten Taifun kam, arbeitet der Betreiber des AKW Fukushima heute bereits wieder an wichtigen Maßnahmen, die kommende Woche durchgeführt werden sollen.

Worum es sich dabei handelt und welche sonstigen Fukushima News in Japan aktuell von Bedeutung sind, jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 9. September 2015.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Regenwasserleck an Lagertankbereich nach Taifun
  • AKW-Arbeiter erleidet Herzstillstand
  • Verklappung von kontaminiertem Grundwasser soll Montag erfolgen

Regenwasserleck an Lagertankbereich nach Taifun: Offenbar haben sich die Sicherungsmaßnahmen gegen den Taifun Etau am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi als nicht ausreichend erwiesen, denn erneut kam es an der Anlage zu einem Regenwasserleck.

Gegen 10:40 Uhr wurde im nordöstlichen Lagertankbereich H5 der Austritt von Regenwasser an einer Barriere festgestellt. Das Wasser gelangte durch einen Spalt aus dem gesicherten Bereich.

Als erste Sicherungsmaßnahme wurde bereits fünf Minuten später das Entwässerungsventil an der Barriere des Lagertankbereichs geschlossen.

Taifunfolgen am AKW Fukushima: Zustand der Barriere vor Sicherung der Leckstelle am 9. September 2015 (Foto: TEPCO)
Taifunfolgen am AKW Fukushima: Zustand der Barriere vor Sicherung der Leckstelle am 9. September 2015 (Foto: TEPCO)

Das hinter der Barriere angesammelte Wasser wurde ab 11:24 Uhr in einen anderen Bereich abgepumpt und die Leckstelle zunächst mit einem Auffangbehälter versehen, sowie mit Säcken gesichert. Gegenwärtig dringe von dort keine Wasser mehr nach draußen.

TEPCO betonte, es habe keine Änderungen im Wasserstand innerhalb der Lagertanks gegeben, so dass es sich ausschließlich um Regenwasser gehandelt habe.

Auch an anderer Stelle habe es keine Auffälligkeiten gegeben. Man untersuche nun die genauen Umstände des Wasseraustritts.

AKW-Arbeiter erleidet Herzstillstand: Am heutigen Mittwoch entdeckten Kraftwerksarbeiter gegen 12:45 Uhr einen bewusstlosen Kollegen im Sanitärbereich des Verwaltungsgebäudes.

Die Person wurde aus dem zweiten Stock des Gebäudes in den Notfallraum gebracht, wo ein Herzstillstand festgestellt und gegen 13:32 Uhr der Transport in das Krankenhaus Iwaki veranlasst wurde.

In den vergangenen vier Jahren war es am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi immer wieder zu Herzstillständen und Arbeitunfällen mit tödlichem Ausgang gekommen (Spreadnews berichtete mehrfach).

Verklappung von kontaminiertem Grundwasser soll Montag erfolgen: Die Regierung und der Kraftwerksbetreiber TEPCO haben sich offenbar auf einen Termin zur Verklappung von Grundwasser aus dem Bereich der Reaktorgebäude geeinigt.

Die Verklappung von 4.000 Tonnen bereits vorgefilterten Wassers, dass seit August vergangenen Jahres testweise heraufgepumpt war, soll am kommenden Montag erfolgen.

Das Konzept, radioaktiv kontaminiertes Grundwasser direkt vom Reaktorgelände heraufzupumpen, zu filtern und in den Pazifik einzuleiten, soll in Zukunft fortgeführt werden.

Nachdem die Arbeiten zum Bau von Stahlbarrieren entlang der Küste bis zur Ermöglichung der Verklappungen ausgesetzt worden war, sollen sie im weiteren Verlauf der Woche wieder aufgenommen werden.

Sie sollen einen zusätzlichen Schutz vor einer Meereskontamination bieten. Über den jetzt bekannt gewordenen  Termin berichtete die NHK.

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