Fukushima aktuell: Teil des Schutzsystems an Reaktor 6 ausgefallen

Fukushima aktuell: Teil des Schutzsystems an Reaktor 6 ausgefallen

2123
0
TEILEN
Artikelbild - AKW Fukushima: Blick auf die Reaktoren 5 und 6 am 15. September 2011 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Blick auf die Reaktoren 5 und 6 am 15. September 2011 (Foto: TEPCO)

Während eine Fortsetzung der Hitzewelle in Japan und das Nahen des Taifuns Nangka angekündigt wurden, ging es am AKW Fukushima heute schon heiß her, kam es doch zum Alarm an einem Reaktorschutzsystem.

Einzelheiten der Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 13. Juli 2015.

Unsere Themen zum Wochenbeginn:

  • Teil des Schutzsystems an Reaktor 6 ausgefallen
  • Suchaktionen mehr als vier Jahre nach Tohoku-Naturkatastrophen

Teil des Schutzsystems an Reaktor 6 ausgefallen: Am heutigen Montag ertönte gegen 9:15 Uhr ein Alarm, der auf einen ungeplanten Stopp am Reaktoschutzsystem von Reaktor 6 hinwies.

Bei dem betroffenen Teil des Schutzsystems handelt es sich um die Vorrichtung eines Motor-Generator-Sets (MG-SET) mit einem Umformer, der verschiedene Stromarten umwandeln kann.

Dabei wurde das Lüftungssystem des Reaktors automatisch gestoppt, während gleichzeitig das Notfallsystem zur Gasreinigung einsetzte. Dies soll eine unkontrollierte Freisetzung radioaktiven Materials verhindern.

Die Kühlung der Brennelemente wurde durch den Zwischenfall nicht beeinträchtigt und auch sonst ergaben sich keine Hinweise auf Betriebsstörungen des Reaktors. Auch die Messposten außerhalb der Reaktoren 5 und 6 wiesen keine Auffälligkeiten nach.

Nach einer Überprüfung des Zwischenfalls kam der Betreiber TEPCO zu dem Schluss, dass kein tatsächlicher Notfall vorliege, so dass die automatischen Sicherheitsvorkehrungen rückgängig gemacht wurden.

Gegen 14:45 Uhr habe man die Maßnahme zur Aufhebung der Sicherheitsvorkehrungen abschließen können. Wie es zu dem Fehlalarm kommen konnte, ist bislang ungeklärt. Über den Zwischenfall berichtete das Betreiberunternehmen.

Suchaktionen mehr als vier Jahre nach Tohoku-Naturkatastrophen:  Vier Jahre und vier Monate nach den Tohoku-Katastrophen, wurde am Samstag mehrere Suchaktionen nach vermissten Personen durchgeführt.

An der Maßnahme beteiligten sich auch Beamte der Polizei von Namie. Unter anderem wurden auch Polizeitaucher eingesetzt um mögliche Überreste zu suchen. Es waren 110 Personen im Einsatz.

Insgesamt habe man an den 18 Suchstellen verschiedene Objekte, darunter auch Knochenfragmente auffinden können.

Angehörige würden selbst über kleinste Hinweise zum Verbleib ihrer vermissten Familienmitglieder unterrichtet, teilte die Polizei mit. Über die Suchaktion berichteten Präfekturmedien.

Das Tohoku-Großbeben und der Tsunami vom 11. März 2011 kostete schätzungsweise 15.891 Personen das Leben. Insgesamt 2.584 Opfer gelten noch als vermisst (Stand: März 2015).

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT