Fukushima aktuell: TEPCO-Angestellter fordert Entschädigung für Depression

Fukushima aktuell: TEPCO-Angestellter fordert Entschädigung für Depression

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Artikelbild - Dunkler Regen (Foto: D. Sh
Präfektur Fukushima: Schwere Regenfälle in einigen Regionen (Foto: D. Sharon Pruitt cc-by)

In der Psyche vieler Menschen zeigt die Katastrophe am AKW Fukushima heute noch ihre Spuren. Für sie gehören Ängste und Beklemmungen nicht nur zu Halloween, sondern zum Alltag.

Die Fukushima News zeigen aber auch, dass die Arbeiten in Japan aktuell weiter gehen und man sich um die Zukunft bemüht. Einzelheiten unserer Meldungen gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 31. Oktober 2016.

Unsere Themen zum Wochenbeginn:

  • TEPCO-Angestellter fordert Entschädigung für Depression
  • Dekontamination in schwierigem Teil von Futaba angekündigt
  • Aktuelle Angaben zur Strahlungsbelastung der Fukushima Arbeiter
TEPCO-Angestellter fordert Entschädigung für Depression

Der 35 Jahre alte Tadafumi Ichii, ein Angestellter des Kraftwerksbetreibers TEPCO gab heute bekannt, seinen Arbeitgeber wegen der Folgen psychischer Belastungen zu verklagen, die aufgrund Arbeiten nach der Fukushima-Katastrophe 2011 aufgetreten waren.

Im September 2011 sei er mit der Verwaltung der Entschädigungszahlungen an 180 Unternehmen betraut gewesen und habe allein im Laufe eines Monats bereits 170 Überstunden geleistet, um die Ansprüche von Vorgesetzten und Firmen zu bewältigen.

Der Angestellte hatte schließlich psychische Probleme entwickelt und sein Arbeitgeber TEPCO plant offenbar, ihn nach Ablauf seiner Krankschreibung Anfang November zu entlassen.

Ichii erklärte gegenüber Reportern, er lasse nicht so mit sich umgehen, nachdem er sich für das Unternehmen und seine Belange derart aufgeopfert habe. TEPCO versprach wie üblich, die Angelegenheit aufrichtig und mit der gebotenen Ernsthaftigkeit zu behandeln.

Über die Klage berichtete die NHK.

Dekontamination in schwierigem Teil von Futaba angekündigt

Am Samstag wurde bekannt gegeben, dass das Umweltministerium am heutigen Montag mit den Dekontaminationsarbeiten in Teilen der Gemeinde Futaba beginnen will, für die aufgrund der Strahlungsbelastung, eine Rückkehr schwierig wird.

Das betreffende Gebiet umfasst etwa 40 Hektar und erstreckt sich westlich vom Bahnhof Futaba der Japan Railways (JR). Ein Abschluss der Arbeiten wird für das Fiskaljahr 2016 angestrebt.

Über die Dekontamination anderer Bereiche werden die Ortsverwaltung, sowie die Verantwortlichen des Landkreises und der Präfektur beraten. Über die Ankündigung berichteten Präfekturmedien.

Im Rahmen des „Drei-Zonen-Modells“ werden kontaminierte Gebiete je nach Höhe der radioaktiven Jahresbelastung eingeteilt in Gebiete mit baldiger Rückkehraussicht, Gebiete mit schwieriger Rückkehr und solche, die als langfristig unbewohnbar klassifiziert werden.

Aktuelle Angaben zur Strahlungsbelastung der Fukushima Arbeiter

Am heutigen Montag übermittelte der Kraftwerksbetreiber TEPCO die aktuellen Angaben zur Zahl der Beschäftigten an der Anlage, sowie zur Höhe der Strahlungsdosis an das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales für den September 2016.

Die maximale Strahlungsbelastung der Angestellten lag bei 7,28 Millisievert. Im Bezug auf die inkorporierte Strahlenbelastung wurden bei den Angestellten keine signifikanten Werte festgestellt.

Angaben zur Zahl der neu Beschäftigten machte das Unternehmen nicht.

Der nächste Bericht, der sich mit den Strahlungsdaten mit Stand von Ende Oktober befassen wird, soll gegen Ende November eingereicht werden.

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