Fukushima aktuell: TEPCO benötigt weitere Hilfsgelder

Fukushima aktuell: TEPCO benötigt weitere Hilfsgelder

Höhere Kosten durch Entschädigungen und Dekontaminationsarbeiten

1336
0
TEILEN
Artikelbild - TEPCO-Zentrale, Hauptsitz in Tokyo (Foto: Yusuke Kawasaki cc-by)
TEPCO-Hauptsitz in Tokyo (Foto: Yusuke Kawasaki cc-by)

Kosten und Finanzierung der Dekontamination beschäftigen neben dem Betreiber des AKW Fukushima heute auch die Regierung in Tokyo. Weitere Fukushima News betreffen die monatlichen Angaben zur Strahlungsbelastung der Arbeiter.

Die einzelnen Meldungen gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 29. juli 2016.

Unsere Themen zum Wochenende:

  • TEPCO benötigt mehr Regierungsgelder
  • Kontaminierter Straßengrabenschlamm soll auf Regierungskosten entfernt werden
  • Aktuelle Angaben zur Strahlungsbelastung der Fukushima-Arbeiter
TEPCO benötigt mehr Regierungsgelder

Wie der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi am gestrigen Donnerstag mitteilte, plant das Unternehmen, weitere finanzielle Unterstützung von der japanischen Regierung zu beantragen.

Ursächlich hierfür sei der Umstand, dass die Kosten für Dekontamination von Sperrgebietsgemeinden und Entschädigungszahlungen für Evakuierte und frühere Betriebe höher ausfallen, als ursprünglich erwartet worden war.

Bis Ende des Jahres will TEPCO eine Berechnung der erwarteten Mehrkosten vorlegen. Über die finanziellen Probleme berichteten jiji und Präfekturmedien.

Kontaminierter Straßengrabenschlamm soll auf Regierungskosten entfernt werden

Das Umweltministerium plant den kontaminierten Schlamm aus Straßengräben in Gemeinden der Präfektur Fukushima auf Regierungskosten zu entfernen und auf diese Weise die dortigen Gemeinden zu entlasten.

Voraussetzung ist jedoch, dass die Strahlungsbelastung in einem Meter Abstand unter dem Richtwert von 0,23 Mikrosievert pro Stunde liegt, ab dem die Durchführung von Dekontaminationsarbeiten erforderlich wird.

Durch die bislang verstrichene Zeit und die Umwelteinflüsse könnte dieses Kriterium zumindest auf einen Teil dieser Abfälle zutreffen.

Die Arbeiten zur Reinigung der Straßengräben werden sowohl vom Ministerium, als auch von der Behörde für Wiederaufbau koordiniert. Für das kommende Fiskaljahr sollen entsprechende Finanzmittel gesichert werden.

Um die Kosten weiter zu senken, sollen zudem alternative Möglichkeiten der Entsorgung geprüft werden. Bislang ist für kontaminiertes Material die Einlagerung in einem Zwischenlager vorgesehen, das sich jedoch im Bau befindet.

Die Details über die Beseitigung der kontaminierten Abfälle aus den Straßengräben stehen somit noch nicht fest und sollen weiter ausgearbeitet werden. Derzeit sind 39 Städte und Gemeinden von den Plänen betroffen.

Über die Erwägungen des Ministeriums berichteten Präfekturmedien. Nach der Besorgnis über die Genehmigung von Dekontaminationsabfällen im Straßenbau bleibt abzuwarten, welche Schritte tatsächlich folgen sollen.

Aktuelle Angaben zur Strahlungsbelastung der Fukushima-Arbeiter

Am heutigen Freitag übermittelte der Kraftwerksbetreiber TEPCO die aktuellen Angaben zur Zahl der Beschäftigten an der Anlage, sowie zur Höhe der Strahlungsdosis an das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales für den Juni 2016.

Die maximale Strahlungsbelastung der Angestellten lag bei 13,47 Millisievert.

Im Bezug auf die inkorporierte Strahlenbelastung wurden keine signifikanten Werte festgestellt.

Der nächste Bericht, der sich mit den Strahlungsdaten mit Stand von Ende Juli befassen wird, soll gegen Ende August eingereicht werden.

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT