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Fukushima aktuell: TEPCO besorgt über gestrigen Stromausfall

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Artikelbild - AKW Fukushima: Schutzschalter nach Stromausfall am 28. Juni 2016 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Schutzschalter nach Stromausfall am 28. Juni 2016 (Foto: TEPCO)

TEPCO meldet vom AKW Fukushima heute zwar Fortschritte bei der Behebung der unmittelbaren Folgen, ist sich bei der Ursache aber noch nicht gänzlich sicher.

Weitere Fukushima News berichten von Geldmangel und dem Wunsch, radioaktiv belasteten Abfall umdeklarieren zu dürfen. Die Details gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 29. Juni 2016.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • TEPCO untersucht Stromausfall am AKW
  • Präfekturgelder für AKW-Anwohner gehen aus
  • Erstmals Deklassifizierung von kontaminiertem Abfall gefordert

TEPCO untersucht Stromausfall am AKW: Wie Kraftwerksbetreiber TEPCO heute bekannt gab, war offenbar ein Erdungsfehler, bzw, ein  Überstrom samt Kurzschluss für den partiellen Stromausfall am AKW Fukushima Daiichi verantwortlich.

Mittlerweile sei die Stromversorgung im Wesentlichen wiederhergestellt und man habe die Cäsiumfilteranlage wieder in Betrieb nehmen können.

15 der insgesamt 30 Kühleinheiten des so genannten Eiswalls seien zwar bislang noch nicht neu gestartet worden, die Gefrierleistung werde dadurch jedoch nicht beeinflusst.

Der Ausfall der Stromversorgung im Ruhezentrum für Kraftwerksarbeiter ist dagegen offenbar noch nicht behoben.

Die genaue Ursache für die plötzliche Überladung an Teilen des elektrischen Systems werde noch ermittelt. TEPCO nehme den Zwischenfall sehr ernst, da ähnliche Effekte am Kühlsystem der Reaktoren ein hohes Sicherheitsrisiko darstellen würden. Das berichteten Präfekturmedien.

Im März 2013 hatte eine Ratte in einem Verteilerkasten für einen massiven Stromausfall gesorgt, der auch die Kühlung von Brennelementen betraf. Im November des selben Jahres war es zu einem Fehlalarm durch eine Ratte gekommen.

Zuvor hatte im Juli eine Ratte am AKW Fukushima Daini einen Alarm ausgelöst. TEPCO hatte als Reaktion auf diese Zwischenfälle Schutzmaßnahmen gegen das Eindringen von Kleintieren in elektrische Vorrichtungen getroffen.

Präfekturgelder für AKW-Anwohner gehen aus: Die Finanzmittel der Präfektur Fukushima, die Anwohnern des AKW Fukushima Daiichi unterstützend zukommen, werden vermutlich im Fiskaljahr 2017 ausgehen.

Bis Ende des Fiskaljahrs 2016 werden die zur Verfügung stehenden Finanzmittel von zuvor 280 Millionen auf 50 Millionen zurückgehen.

Die finanzielle Unterstützung von Bürgern, die im Umkreis von Kernkraftwerken leben, ist in Japan als eine Art „Gefahrenausgleichszahlung“ üblich. Die Zahlungen begannen 1981 und wurden zunächst von der Regierung in Tokyo finanziert.

Doch nachdem der Kraftwerksbetreiber TEPCO im Januar 2014 beschlossen hatte, die Anlage vollständig stillzulegen, versiegte Ende des Fiskaljahrs 2014 der Geldfluss der Regierung.

Die Präfektur zahlte dagegen weiter und nutze dafür Gelder, die Einwohnern zukommen sollten, deren Verbleib jedoch unbekannt ist. Bislang kam das Geld etwa 33.770 Haushalten zugute.

Die Präfekturalverwaltung will in diesem Herbst mit den betroffenen neun Gemeinden besprechen, ob man das Bezuschussungsprogramm bereits während des Fiskaljahrs 2016 auslaufen lässt, oder eine neue Einnahmequelle sucht. Über diese Entwicklung berichtete die jiji.

Erstmals Deklassifizierung von kontaminiertem Abfall gefordert: Am gestrigen Dienstag beantragte die Stadtverwaltung Chiba beim Umweltministerium den Status von radioaktiv kontaminierten Abfällen aufzuheben.

Es ist das erste Mal, dass beantragt wird, den Status von „Atommüll“ aufzuheben. Bei den Abfällen handelt es sich um Material, dass im Zuge der Fukushima-Katastrophe kontaminiert worden war.

Die Strahlungswerte lägen unter dem nationalen Standard von 8.000 Becquerel pro Kilogramm und die Abfälle könnten damit als konventioneller Müll behandelt werden.

Gegenwärtig lagern 7,7 Tonnen der Sonderabfälle in Chiba. Die Entscheidung des Umweltministeriums soll voraussichtlich in einem Monat erfolgen. Das berichtete die jiji.

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