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Fukushima aktuell: TEPCO demonstriert Maßnahmen zur Tunnelfüllung

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Artikelbild - Demonstration der gleichmäßigen Auffüllung (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Demonstration der gleichmäßigen Auffüllung durch das Material (Foto: TEPCO)

TEPCO präsentiert im Zusammenhang mit der Tunnelauffüllung am AKW Fukushima heute visuelles Material. Die Fukushima News umfassen aber auch die aktuellen Entwicklungen bei der Räumung eines Abklingbeckens. Details dieser Meldungen, sowie weitere Neuigkeiten nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 15. Dezember 2014.

Unsere Themen zu Wochenbeginn:

  • TEPCO demonstriert Effekte der Tunnelbetonierung
  • Weniger als 30 Brennelemente zu bergen
  • Tote in Fukushima-Übergangshaus

TEPCO demonstriert Effekte der Tunnelbetonierung: Zu Wochenbeginn veröffentlichte TEPCO eine Reihe von Videos, die unter anderem anhand eines Testaufbaus den Effekt der Auffüllung unterirdischer Tunnel verdeutlichen sollen.

In einem der Videos ist zu sehen, wie die Masse, deren Zweck es ist, die Tunnel aufzufüllen und das Wasser zu verdrängen, bei der Einspeisung am Boden verbleibt, statt sich im Wasser aufzulösen. Dies soll offenbar die geringe Wasserlöslichkeit der Substanz zeigen.

In einem weiteren Aufbau ist anhand eines Modells zu sehen, dass der Spezialbeton sich leicht einspeisen lässt und gleichmäßig ausbreitet, was an der ansteigenden Schicht am Boden zu sehen ist. Schließlich wird anhand einer Maßband-Skala am Boden gezeigt, wie die flächige Ausbreitung des Spezialbetons vor sich geht. TEPCO fügte diesen Videoaufnahmen zunächst keine textlichen Erklärungen hinzu.

Hintergrund der Versuche sind unterirdische Schächte, die mit radioaktivem Wasser aus den Untergeschossen vollgelaufen sind. Schwankungen des Wasserstands an Messposten, die Bezug zu den Gezeiten zu haben scheinen, lassen eine Verbindung zum Ozean wahrscheinlich erscheinen.

Zur Umsetzung einer unterirdischen Grundwasserbarriere durch den chemischen Kühlkreislauf („Eiswall“) um die betroffenen Reaktorgebäude, ist die Blockierung und Entfernung des Wassers notwendig, da es Überschneidungen zwischen den Tunneln und dem künftigen Verlauf der Eisbarriere gibt.

Weniger als 30 Brennelemente zu bergen Wie Kraftwerksbetreiber TEPCO mitteilte, verlaufe die Bergung der Brennelemente aus dem Abklingbecken von Reaktor 4 weiterhin erfolgreich. Da es sich um ungenutzte Brennelemente handelt, ist der Transfer in andere Becken deutlich weniger riskant, als bei den bisherigen Arbeiten.

Fukushima-Reaktor 4: Position des Geräts zur Bergung der Brennelemente im September 2013 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 4: Abschluss der Brennelemente für Wochenende erwartet (Symbolfoto: TEPCO)

Damit sinkt die Zahl der bislang verbliebenen Brennelemente auf 27. Das berichtete der Betreiber in einer aktuellen Mitteilung.

Bei einem entsprechenden Fortschritt könnte das Unternehmen sein selbstgesetztes Ziel, bis Jahresende eine vollständige Räumung des Abklingbeckens durchzuführen, tatsächlich erreichen.

Die Kyodo nennt dabei sogar einen Stichtag und spricht vom 20. Dezember. Die im November begonnenen Arbeiten waren international von starker Besorgnis begleitet worden, die sich trotz der Schäden an einigen Brennelementen bislang als unbegründet erwies.

Tote in Fukushima-Übergangshaus: Am Samstag wurde in der Stadt Minamisoma (Bezirk Kashima) in einem Übergangshaus die Leiche einer Frau in den Fünfzigern entdeckt. Als Todesursache wird ein Suizid genannt.

Dieser Todesfall ist nur ein Beispiel für die Zahl der „einsamen Tode“, die insbesondere ältere Personen betreffen, da sie im Zuge der Tohoku-Katastrophen 2011 aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen wurden. Die aus dem Bezirk Odaka stammende Frau war praktisch täglich in Schichten von Sozialhelfern besucht worden.

In Erwartung einer zunehmend überalternden Gesellschaft wird das Thema der „einsamen Tode“ auch bei Senioren von Bedeutung werden, die nicht von den besonderen Lebensumständen in Übergangshaussiedlungen betroffen sind, sondern etwa in Sozialwohnungen leben. Über den aktuellen Fall berichteten Präfekturmedien.

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