Fukushima aktuell: TEPCO erklärt Dampf über Reaktor 3 für unbedenklich

Fukushima aktuell: TEPCO erklärt Dampf über Reaktor 3 für unbedenklich

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Artikelbild: Dampfbildung an Reaktor 4 am 18. Juli 2013 (Videoaufnahme: TEPCO)
AKW Fukushima: Dampfbildung an Reaktor 4 am 18. Juli 2013 (Videoaufnahme: TEPCO)

Der Betreiber des AKW Fukushima ging heute gegen Spekulationen vor, die eine steigende Gefährdung der Anlage im Zusammenhang mit der Dampfbildung an einem der Reaktoren behaupten. Damit sind die Reaktoren des Kernkraftwerks Fukushima heute wieder Thema, nachdem es zuletzt still zu werden schien.

Einzelheiten zu diesen Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 3. Januar 2014.

Unsere Themen zum Wochenende:

  • TEPCO rechtfertigt Dampfbildung über Fukushima-Reaktor 3

TEPCO rechtfertigt Dampfbildung über Fukushima-Reaktor 3: Nachdem es in der jüngsten Zeit insbesondere in einigen Medien zu Berichten kam, in denen die Dampfbildung über dem Gebäude von Reaktor 3 mit einer Rekritikalität der Situation in Verbindung gebracht wurde, sieht sich der Betreiber offenbar zu einer offiziellen Stellungnahme gezwungen.

Das Unternehmen erklärt, seitdem die Dampfbildung erstmals am 18. Juli 2013 entdeckt worden war, beobachte man das Phänomen rund um die Uhr (Spreadnews berichtete am selben Tag).

Tatsächlich finden sich in den Berichten des AKW-Betreibers regelmäßig Angaben über Dampfsichtungen, die damit verbundene Temperatur und Luftfeuchtigkeit.

Fukushima-Reaktor 3: Dampfsichtung am 26. Juli 2013 (Videoaufnahme: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 3: Dampfsichtung am 26. Juli 2013 (Videoaufnahme: TEPCO)

Der Elektrizitätskonzern versichert, im gesamten Zeitraum habe es nie Hinweise auf irgendeine Form von Gefährdung für die Sicherheit der Anlage gegeben.

Als Erklärung für das Phänomen hält TEPCO an der ursprünglichen Erklärung fest.

Da der Dampf insbesondere an Tagen mit vergleichsweise niedriger Temperatur und hoher Luftfeuchtigkeit auftrete und zudem in fast allen Fällen zuvor Regen gefallen war, sei dies die Ursache der Erscheinung.

Demnach entstehe der Dampf, wenn feuchtwarme Luft auf niedrige Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit treffe und dabei unter den Taupunkt sinke. Die dann entstehenden Wasserpartikel würden dann als Dampf sichtbar. Da das angesammelte Wasser aufgrund der vergleichsweise großen Hitze des Hauptsicherheitsbehälters (PCV) verdunste, komme es so zur Dampfbildung.

Das Unternehmen erklärte, die Strahlungsmessungen und die Nuklidanalyse der Staubproben gäben keinen Hinweis auf Änderungen der Strahlung im Zusammenhang mit der Dampfbildung.

Aufgrund der hohen Strahlung im oberen Bereich des Reaktorgebäudes, werde man das Gebiet weiterhin dekontaminieren. Auf diese Weise soll das Strahlungsniveau gesenkt und künftige Untersuchungen erleichtert werden.

12 KOMMENTARE

    • ja herr reiner tiroch, wie immer: ALLES UNBEDENKLICH!!!
      die usa nimmt es mit humor, die meinen wie die russen, briten, franzosen, chinesen usw, immer rein mit dem atommüll in die natur, wird schon werden!!!
      was mich nur wundert, ist die tatsache, dass die den ganzen Mist selber essen müssen und genauso verstrahlt werden???? UNBEDENKLICH!!!
      kaltabschaltung, pressezensur, obdachlose und nichtausgebildete arbeiter,
      billig materialien, dekontaminationen ( wie soll das den funktionieren ?)etc….!!! na garnicht!!!! 2014 sollten alle brennelemente aus dem aus block 4 geborgen werden???? so ein mist!!!! was ist mit den reaktoren 1+2+3 und 5+6? ALLES GUT!!!!!

      • Ich würde erstmal sagen: Ganz ruhig. 🙂

        Ich finde Atomenergie mit Verlaub auch Sch… und die Situation am AKW ist echt im Keller aber fast noch mehr ärgert mich die Panik, wie sie an manchen Stellen verbreitet wird. Tepco versucht was man kann – und mehr kann man auch nicht verlangen. Klar, deswegen ist nicht „alles gut“ und auch nicht „alles unbedenklich“ – aber unnötige Panik und Endzeitjünger a la Tiroch braucht man auch nicht.

        Wie sagte der Küblböck ganz richtig:

        „kommen sie nach vorne, tanzen sie und machen sie es besser“ 😉

    • Ja, wieso sollte da nicht „alles unbedenklich“ sein, wie sie so verallgemeinernd sagen? Muss der Dampf denn gefährlich sein, nur damit es den Vorstellungen von ein paar Atomkraftgegnern ins Konzept passt?

      Wieso sollen die bei Tepco mal nicht was auf die Reihe kriegen?
      Wieso muss der Dampf gleich wieder die Mega-Katastrophe bedeuten?
      Wieso kann Dampf nicht einfach mal Dampf sein – „ganz unbedenklich“ und harmlos?

      Aber manche Leute brauchen offenbar simple Feindbilder wie die Atomlobby, Verschwörungstheorien und Katastrophenjournalismus.

      Sagen sie, was machen sie eigentlich hier? Ist es ihnen nicht zu langweilig? Oder ist das für sie mal ne Abwechslung, keine reisserischen Stories über Todesstrahlung, Horror-AKW und weltweite Vernichtung vorgesetzt zu bekommen?

      Ihre dämlichen herablassenden Einzeiler wirken jedenfalls nicht philosophisch oder weise, sondern ziemlich plump!

  1. Hallo,

    Ich lese hier schon lang und finde die Berichterstattung sehr gut.
    Was mich wundert, das auf einigen Platformen, von einer unterirdischen Explosion am Reaktor 3
    am Wochenende berichtet wird, die Berichte aber alle gelöscht wurde.

    Gibt es hierzu was glaubwurdiges?

    Weiter so !

    Gruß Michael

    • Hallo Michael,

      soweit uns bekannt ist, haben weder der Kraftwerksbetreiber TEPCO noch die japanischen Medien entsprechende Berichte veröffentlicht und die ganze Geschichte erscheint sehr fragwürdig.

      Berichten diverser Webseiten zufolge soll der russische Präsident Wladimir Putin angeblich alle Ministerien angewiesen haben, sowohl bereits bekannte, als auch jetzige und künftige Informationen mit Bezug zur Fukushima-Katastrophe mit der höchsten Geheimhaltungsstufe zu belegen.

      Das Verteidigungsministerium habe am 31. Dezember 2013 angeblich zudem zwei vergleichsweise geringe unterirdische Atomexplosionen im „Katastrophengebiet“ des AKW Fukushima festgestellt.

      Keine dieser Behauptungen findet sich in den großen japanischen Medien und auch auf der englischsprachigen Webseite des Kreml, oder an anderer Stelle gibt es diesbezüglich keine Informationen.

      Am 31. Dezember ereigneten sich zwei Erdbeben der Stärke 5,4 und 3,6 in der Präfektur Ibaraki. Deren Erschütterungen werden offenbar als ein „Beleg“ für die angeblichen Explosionen angesehen.

      Es gibt somit anscheinend keinerlei seriöse Hinweise auf die angeblichen Explosionen und die entsprechenden Behauptungen bleiben unbelegt. Insgesamt scheint dieser Bericht wenig plausibel. Wir hoffen, diese Informationen waren ausreichend.

      Mit freundlichen Grüßen

      Die Spreadnews Redaktion

  2. Hallo,

    Danke für die ausführliche Antwort!

    Ich dachte mir schon sowas, weil eben auf glaubwürdigen Plattformen nichts zu lesen war.

    Gruß Michael

  3. @Karl D.

    ich weiss. alles wird gut. aus langeweile mach ich mir eben ein klein wenig sorgen!!!!
    so blöd kann doch keiner sein, um zu verstehen, dass die AKWs nicht beherschbar sind. UND WIR SCHAUEN ALLE ZU UND KÖNNEN NICHTS MACHEN!!!!
    warum schauen eigentlich china und die usa zu? die bekommen doch den dreck volle pulle ab?
    ahhhh. ich glaube ich habe verstanden,siehe den Artikel bei Spiegel Online: „Interkontinentalrakete „Bulawa“: Russland testet die Atom-Keule“ das ist eine echte sauerei.

  4. @Micha

    ich habe das gleiche problem. hatte den link kopiert und nach ca 4 . stunden stand da: dieser link ist nicht mehr erreichbar………….!!!!!
    ich lese persönlich alle seiten , die über fukushima berichten, jedoch bin ich auch hier hängengeblieben, weil ich gerne informiert weden möchte.
    etwas über zensur: ich hatte ca 215 Links inklusiv utube reportagen gemacht und es wurden ca 150 gelöscht!!!!

    • Naja, diese anscheinend gefakte Explosions-Geschichte, die sich überall verbreitete zeigt aber auch, das irgendwelche Blogs genau so Mist schreiben können, wie Massenmedien. „Alternativ“ ist halt nicht automatisch auch „besser“.

      vielleicht waren einige der Links also gar nicht so ein großer Verlust? 😉

  5. @keepccol

    gg, hast recht.
    aber das täuscht doch nicht über die aktuelle lage Fukushimas hinweg, dass wir nicht in der lage sind , diese technologie beherrschen könnten???
    die aktuelle frage ist doch folgende:
    was muss man tun, um die situation wenigstens als warnung wahrzunehmen?
    oder besser. wer hilft uns , dieses monster zu entschärfen?
    habt ihr keine angst?
    ich bin 47 und mir ist das egal aber das ist dreistigkeit hoch 10!!!
    alle kinder dieser generation zahlen den preis für unsere blödheit?
    hätten wir es vermeiden können?
    ich seh schon, fragen über fragen,..und keine brauchbare lösung?

    @ Spreadnews Redaktion

    danke für die aktuellen infos, weiter so. happy new year

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