Fukushima aktuell: TEPCO führt Dichtungsarbeiten an Spundwand durch

Fukushima aktuell: TEPCO führt Dichtungsarbeiten an Spundwand durch

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Artikelbild - AKW Fukushima: Riss im Betonboden an der Spundwand, 3. November 2015 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Riss im Betonboden an der Spundwand, 3. November 2015 (Foto: TEPCO)

Gestern meldete die Präfektur den ersten Schnee des Jahres. Dies dürfte für den Betreiber des AKW Fukushima heute jedoch nicht für romantische Gefühle sorgen, ist dieser doch mit der Spundwand der Anlage bereits vollauf beschäftigt.

Die Details der aktuellen Fukushima News zu diesem wichtigen Teil des Konzepts zur Bewältigung radioaktiv kontaminierter Abwässer gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 26. November 2015.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • TEPCO veröffentlicht Aufnahmen von Spundwand-Sicherung
  • Behörde bestätigt Effektivität der Spundwand

TEPCO veröffentlicht Aufnahmen von Spundwand-Sicherung: Nach den gestern gemeldeten Auswirkungen des Grundwassers auf die Spundwand, liefert der Kraftwerksbetreiber TEPCO heute Bildmaterial zur aktuellen Meldung.

AKW Fukushima: Stahlverstärkung einer Spundwandecke am 21. November 2015 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Stahlverstärkung einer Spundwandecke am 21. November 2015 (Foto: TEPCO)

Auf den Fotos werden unter anderem die unterstützenden Stahlstrukturen gezeigt, die insbesondere an den Ecken der Barriere angebracht wurden und diese entlasten sollen.

Die Aufnahmen zeigen jedoch auch die Risse im Beton, die nach Angaben von Präfekturmedien etwa einen Zentimeter lang sind und sich wiederholt auf der ganzen Länge der Konstruktion zeigen sollen.

TEPCO sieht diese Risse aufgrund des Risikos von Regenfällen, die den Grundwasserpegel ansteigen lassen könnten, deutlich kritischer als die Neigung des Stahlblechs, da dies nicht die Effektivität beeinträchtige.

Da ist es naheliegend, dass das Unternehmen auch Bilder vorweist, auf denen diese Risse mit einem Polyharnstoffharz abgedichtet werden. Es bleibt abzuwarten, mit welchen Problemen sich eines der wichtigsten Projekte am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi noch konfrontiert sehen wird.

Behörde bestätigt Effektivität der Spundwand: Bereits Anfang des Monats hatte TEPCO erklärt, es gäbe erste Hinweise auf die Wirksamkeit der Spundwand bei der Abschirmung des Meeres von radioaktivem Grundwasser.

Gestern gab die Behörde für Rohstoffe und Energie (ANRE) bekannt, vergleichende Analysen von Wasserproben, die vor bzw. nach der Fertigstellung der Konstruktion im Hafenbereich entnommen worden waren, würden einen Effekt der Maßnahme zeigen.

So sei die Konzentration von radioaktivem Strontium von 140 Becquerel pro Liter auf 0,3 Becquerel gesunken, also auf ein 470-stel des Ausgangswerts.

Der Vergleich der ersten Proben, die zwischen dem 15. und 19. September entnommen worden waren, mit den Ergebnissen vom November diesen Jahres und damit nach der Fertigstellung der Spundwand im Oktober, zeigen auch bei anderen Werten deutliche Rückgänge.

So sank der Gesamtwert an Betastrahlern von 150 auf 17 Becquerel pro Liter. Im Fall von Cäsium-137 wurde ein Rückgang von 16 auf 3,8 Becquerel und bei Tritium von 185 auf 38 Becquerel pro Liter.

Allerdings erklärte die Behörde insbesondere angesichts der spektakulären Ergebnisse bei Strontium, müsse man langfristige Daten abwarten, um die Auswirkungen der Spundwand realistisch beurteilen zu können. Über den Effekt berichteten Präfekturmedien.

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