Start Aktuelles Fukushima aktuell: TEPCO für passive Haltung bei Abwasserentsorgung kritisiert

Fukushima aktuell: TEPCO für passive Haltung bei Abwasserentsorgung kritisiert

TEPCO weist Verantwortung für Verklappung der Tritium-Abwässer von sich

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Artikelbild - AKW Fukushima: Laufende Grundwasserverklappung am 21. Mai 2014 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Alternative zu umstrittenen Tritium.-Verklappungsplänen scheint gefunden (Symbolfoto, Copyright by TEPCO)

Mit seiner bisherigen Haltung zur Entsorgung von Tritiumabwässern sorgt der Betreiber des AKW Fukushima heute für Negativschlagzeilen. Weitere Fukushima News betreffen überlaufendes Wasser, sowie eine routinemäßige Statistik.

Die Einzelheiten gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 31. Mai 2018.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Kritik an AKW-Stilllegungspolitik von TEPCO
  • Überlaufendes Wasser am AKW Fukushima
  • Aktuelle Angaben zur Strahlungsbelastung der Fukushima-Arbeiter
Kritik an AKW-Stilllegungspolitik von TEPCO

Auf einer außerordentlichen Sitzung, die am gestrigen Mittwoch stattfand, diskutierte die Atomaufsichtsbehörde mit der Führung des Elektrizitätsanbieters  TEPCO über Möglichkeiten, wie mit den Abfällen durch die Stilllegung des AKW Fukushima umzugehen ist.

Im Bezug auf die anfallenden Abwässer, die trotz Filterung noch einen hohen Gehalt an radioaktivem Tritium aufweisen, erklärte der TEPCO-Präsident, man warte auf die Schlüsse, die von einem staatlichen Subkomitee gezogen werden.

Für diese Haltung ernete das Unternehmen Kritik. Man wälze die Verantwortung auf die Regierung ab, da man sich selbst davor scheue, Verantwortung zu übernehmen – dabei sei es wichtig, bei solch schwierigen Stilllegungsarbeiten starke Führungsqualitäten zu zeigen.

Die bisherige Positionierung von TEPCO in dieser Angelegenheit sei zweifelhaft.

In der Frage der sicheren Entsorgung der Tritiumabwässer wird derzeit die Verklappung in den Ozean, sofern zuvor eine Verdünnung unter den Nachweiswert erfolgt, als einzig brauchbare Option angesehen.

Über die Kritik an TEPCO und die unveränderte Haltung zum tritiumhaltigen Abwasser berichteten Präfekturmedien.

Überlaufendes Wasser am AKW Fukushima

Angestellte des AKW-Betreibers TEPCO entdeckten gegen 17:50 Uhr (Ortszeit), dass es in der Nähe des Kais der Anlage zu einer Überschwemmung gekommen war. Das Wasser floß entlang des dortigen Damms Richtung Norden.

Ob das Wasser in den Ozean floss, ist bislang ungeklärt. Das Unternehmen will nun Sandsäcke positionieren, um einen direkten Fluss in das Meer zu verhindern und plant, Proben vom Wasser zu nehmen und diese zu analysieren.

TEPCO erklärte, derzeit werden die genauen Umstände vor Ort untersucht und man werde über die weiteren Entwicklungen berichten.

Aktuelle Angaben zur Strahlungsbelastung der Fukushima-Arbeiter

Wie zum Ende jedes Monats gab der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi auch heute die Statistiken für den Vormonat an die zuständige Behörde weiter.

Am heutigen Freitag übermittelte der Kraftwerksbetreiber TEPCO die aktuellen Angaben zur Zahl der Beschäftigten an der Anlage, sowie zur Höhe der Strahlungsdosis an das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales für den April 2018.

Die maximale Strahlungsbelastung der Angestellten lag im April bei 8,34 Millisievert. Im Bezug auf die inkorporierte Strahlenbelastung wurden bei den Angestellten keine signifikanten Werte festgestellt.

Der nächste Bericht, der sich mit den Strahlungsdaten mit Stand von Ende Mai befassen wird, soll gegen Ende Juni eingereicht werden. Das berichtet der Kraftwerksbetreiber TEPCO.