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Fukushima aktuell: TEPCO gibt Entwarnung nach Erdbeben

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Artikelbild: Kontrollgang in einem Lagertankbereich (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Lagertanks bleiben ein Sicherheitsrisiko (Symbolfoto: TEPCO)

Ein aus der Präfektur Fukushima heute gemeldetes Erdbeben hatte für TEPCO offenbar keine ernsthafte Folgen. Neben den Fukushima News gibt es aus Japan aktuell auch weitere Meldungen, im Spreadnews Japan-Ticker vom 20. November 2014.

Unsere heutigen Themen:

  • Keine AKW-Schäden nach Fukushima-Erdbeben
  • Geologisches Risiko am AKW Tsuruga erneut bestätigt
  • Kritik an Fukushima-Bericht der UNSCEAR

Keine AKW-Schäden nach Fukushima-Erdbeben: Nachdem am heutigen Donnerstag ein Erdbeben der Stärke 5,3 sein Epizentrum vor der Küste der Präfektur Fukushima hatte, sah sich Elektrizitätskomzern TEPCO zu einer Erklärung veranlasst.

Das Erdbeben, dass sich gegen 10:51 Uhr ereignete, habe weder am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi, noch an der Anlage Fukushima Daini zu Betriebsstörungen geführt.

Auch Kontrollgänge auf den Geländen wurden durchgeführt und dabei keine Auffälligkeiten oder Störungen festgestellt. Neben dem Kraftwerksbetreiber   berichteten auch Präfekturmedien über das Erdbeben.

Geologisches Risiko am AKW Tsuruga erneut bestätigt: Ein Untersuchungsausschuss der Atomaufsichtsbehörde NRA ist trotz neuer Daten des Betreibers zu dem Schluss gekommen, dass eine Einschätzung vom Mai 2013 weiterhin zutreffend ist.

Demnach ist die Verwerfung D-1 die unterhalb von Reaktor 2 verläuft, als aktiv anzusehen. Zudem könne eine Verbindung zu der Verwerfung unterhalb der Anlage bestehen. Gemäß der neuen Richtlinien ist eine geologische Verwerfung als aktiv anzusehen, wenn im Zeitraum der vergangenen 120.00 bis 130.000 Jahre seismische Aktivität nachgewiesen wurde.

In diesem Fall wäre der Betrieb eines Kernkraftwerks an diesem Standort nicht länger zulässig und bestehende Anlagen stilllegungspflichtig. Der  Ausschuss will nun auch noch die Meinung anderer Exporten einholen, bevor der Atomaufsicht NRA ein Bericht vorgelegt wird.

Sollte die Behörde der Einschätzung des Ausschusses folgen, müsste der Betreiber Japan Atomic Power die Reaktoren des AKW Tsuruga dauerhaft stilllegen, was mit erheblichen Kosten verbunden wäre.

Das Betreiberunternehmen will sich gegen eine entsprechende Entscheidung wehren, spricht von einseitiger Beurteilung und gibt sich zuversichtlich, eine Entscheidung anfechten zu können. Über die aktuelle Beurteilung berichteten Kyodo, Asahi Shimbun und NHK.

Kritik an Fukushima-Bericht der UNSCEAR: Dr. Keith Baverstock, Chemiker von der Universität Ostfinnland, traf sich am heutigen Donnerstag mit Journalisten im Auslandskorrespondenten-Club in Tokyo und kritisierte den Bericht der Vereinten Nationen über die gesundheitlichen Folgen der Fukushima-Katastrophe.

Dr. Baverstock erklärte, die Glaubwürdigkeit des Berichts des wissenschaftlichen Ausschusses der Vereinten Nationen zur Untersuchung der Auswirkungen der atomaren Strahlung (UNSCEAR) sei gering.

Nach Aussage von Dr. Baverstock sei Inhalt des Berichts nicht ausreichend wissenschaftlich und entspreche nicht der Verantwortlichkeit einer internationalen Organisation.

Als Mangel nannte der Experte, der zwischen 1991 und 2003 das Strahlungsschutzprogramm der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leitete, dass die Strahlunsgbelastungen auf unsicheren Daten beruhe. Das berichtete die Kyodo.

Kritische Äußerungen von Dr. Baverstock werden auch von Atomkraftgegnern als Argumente herangezogen.

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