Start Aktuelles Fukushima aktuell: TEPCO gibt Roboter in Sicherheitsbehälter auf

Fukushima aktuell: TEPCO gibt Roboter in Sicherheitsbehälter auf

4159
0
TEILEN
Artikelbild - Fukushima-Reaktor 1: Aufnahmen von Objekt auf der Roboterstrecke am 10. April 2015 (Foto: TEPCO/IRID)
Fukushima-Reaktor 1: Aufnahmen von Objekt auf der Roboterstrecke am 10. April 2015 (Foto: TEPCO/IRID)

Nach dem Sonderartikel zum Ausfall des Roboters im Sicherheitsbehälter eines Reaktors, setzte sich die Serie an Hiobsbotschaften am AKW Fukushima heute fort. Dabei geht ins Japan aktuell nicht nur um technische Rückschläge. Details der Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 13. April 2015.

Unsere Themen zum Wochenbeginn:

  • TEPCO gibt Roboter in Sicherheitsbehälter auf
  • AKW-Arbeiter verletzt sich

TEPCO gibt Roboter in Sicherheitsbehälter auf: Wie Kraftwerksbetreiber TEPCO am Sonntag mitteilte, musste ein ferngesteuerter Roboter, dessen Kabel sich bei einer Mission im Sicherheitsbehälter von Reaktor 1 offenbar verfangen hatte, endgültig aufgegeben werden.

Nachdem das Gerät zwar weiterhin Daten und Bildaufnahmen lieferte, jedoch nicht befreit werden konnte und die Elektronik früher oder später Schaden durch die hohe Radioaktivität nehmen würde, habe man den Roboter aufgegeben. Nach Angaben des Unternehmens wurde noch versucht, den Roboter manuell, durch Zug an den Kabeln zu befreien. Jetzt muss man ihm seinem Schicksal überlassen.

Zwar ist es kein völliger Fehlschlag, denn 14 der geplanten 18 Punkte im Sicherheitsbehälter konnten geprüft werden, dennoch bedeutet diese Entscheidung nicht nur den unrühmlichen Schluss der ersten Roboteruntersuchung in einem Reaktor-Sicherheitsbehälter des AKW Fukushima, sondern auch, dass der Einsatz eines baugleichen Roboters, der für den heutigen Montag geplant war, verschoben werden muss.

Hintergrund ist der Umstand, dass die Kabel des feststeckenden Roboters den Zugang für den zweiten Forschungsroboter behindern und zunächst der Zwischenfall untersucht werden muss. Wann ein zweiter Robotereinsatz möglich sein wird, ist unklar.

Als erste Maßnahme wurden nun die Kontrollkabel zum Roboter gekappt.

Über das Ende des Roboters, der ein Gemeinschaftsprojekt von Hitachi und dem internationalen Forschungsinstitut für Reaktorstilllegung (IRID) war,  berichteten mehrere Medien, darunter Kyodo, Asahi Shimbun, jiji und NHK.

AKW-Arbeiter verletzt sich: Ein Angestellter eines Partnerunternehmens verletzte sich gegen 9:45 Uhr bei Arbeiten und erlitt eine Stichwunde am rechten Arm. Nach einer ersten Versorgung im Notfallzentrum wurde ein Rettungshelikopter gerufen.

Es wurde keine radioaktive Belastung am Körper festgestellt und trotz der Wunde auch keine Inkorporation von radioaktivem Material nachgewiesen. Über den Unfall berichtete der Kraftwerksbetreiber TEPCO.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here