Start Aktuelles Fukushima aktuell: TEPCO kündigt Kameramission in Reaktor 2 an

Fukushima aktuell: TEPCO kündigt Kameramission in Reaktor 2 an

Erstmals wieder Innenaufnahmen erwartet

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Artikelbild - AKW Fukushima: Reaktorblock 2 am 15. August 2012 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 2: Vorbereitungen zur Öffnung der Außenwand dauern an. (Symbolfoto: TEPCO)

Mit der Ankündigung über neue Inspektionen eines Reaktors sorgt der Betreiber des AKW Fukushima heute für Schlagzeilen und könnte dann auch nach einem Monat erstmals wieder Bilder von der Anlage liefern.

Auch in den übrigen Fukushima News zeigt sich das Betreiberunternehmen TEPCO engagiert. Die Hintergründe zu den heutigen Meldungen gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 18. Januar 2018.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Ankündigung von Kamera-Einsatz in Fukushima-Reaktor 2
  • Veranstaltung am AKW Fukushima Daiichi
  • TEPCO unterstützt Gebäudereparaturen in Wiederaufbauzonen
Ankündigung von Kamera-Einsatz in Fukushima-Reaktor 2

Das Elektrizitätsunternehmen TEPCO kündigte für den morgigen Freitag eine Untersuchung des Sicherheitsbehälters von Reaktor 2 am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi an.

Ziel der Maßnahme ist es, Erkenntnisse für eine bessere Arbeitssicherheit bei künftigen Einsätzen im Inneren des Reaktorgebäudes zu gewinnen. Hierfür wird eine Kamera mit einem Führungsrohr zum Einsatz kommen.

Eine erste Pressekonferenz soll noch am selben Tag erfolgen, um Angaben zum Verlauf zu machen und einige der Bildaufnahmen zu präsentieren. Bei dem regulären Treffen am 22. Januar soll dann das Filmmaterial vorgestellt werden.

Die Termine für die Präsentationen in Tokyo und Fukushima können jedoch kurzfristig geändert werden, sollten die Umstände dies erforderlich machen, gab TEPCO in einer Pressemitteilung bekannt.

Hintergrund

Im vergangenen Monat hatte die Atomaufsichtsbehörde bereits umfassende Arbeiten genehmigt, wie die Erlaubnis für Bohrungen in Außenwände von Reaktor 2.

Veranstaltung am AKW Fukushima Daiichi

Nach einem Monat ohne aktuelles Bildmaterial vom Kernkraftwerk Fukushima Daiichi, hat TEPCO nun erstmals wieder Fotos veröffentlicht – wenn auch nur von einer Großveranstaltung für Angestellte, an der sich auch alle Partnerunternehmen beteiligten.

Auf dem Treffen, das im Zeichen der Sicherheit für künftige Arbeiten stand, waren etwa 250 Angestellte von Partnerunternehmen und  100 Mitarbeiter von TEPCO anwesend

AKW Fukushima: Festivitäten am 18. Januar 2018 (Foto: Copyright by TEPCO)
AKW Fukushima: Festivitäten am 18. Januar 2018 (Foto: Copyright by TEPCO)

Nach einem gemeinsamen Gebet für den sicheren Verlauf der Arbeiten in diesem Jahr und den Schutz vor Katastrophen, wurden auch typische japanische Festival-Aktivitäten durchgeführt, die den Gemeinschaftsgeist zwischen den Betrieben stärken sollen.

Die Aufnahmen zeigen akrobatische Kletterleistungen an Bambusleitern, die auf Feuerwehrleute der mittelalterlichen Edo-Zeit zurückgehen und das gemeinsame Stampfen von Reiskuchen (Mochi), die gerne als Wettbewerb abgehalten werden.

Wissenschaftlich relevante Bilder wird das Unternehmen aber vermutlich schon morgen liefern, wenn eine Kameramission in Reaktor 2 des Kernkraftwerks anlaufen soll, an die sich eine kurze Pressekonferenz anschließen wird. Das heutige Material veröffentlichte TEPCO.

TEPCO unterstützt Gebäudereparaturen in Wiederaufbauzonen

Wie der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi am heutigen Donnerstag bekannt gab, will man ab kommenden Monat durch Reparaturen und  Kostenübernahme für Gebäudereparaturen zur Schaffung von Sonderzonen für Wiederaufbau beitragen.

Einwohner von Gebieten, die als „Wiederaufbau-Stützpunkte“ dienen sollen, indem die Rückkehr früherer Einwohner durch die Verbesserung der Lebensbedingungen gezielt gefördert wird, können die entsprechende Unterstützung beantragen.

Sie befinden sich immer in Gebieten, für die weiterhin eine offizielle Evakuierungsanordnung besteht und sollen eine Vorbereitung für Rückkehrer darstellen.

Bislang hatte TEPCO lediglich die Ausgaben für neue Immobilien nach der Evakuierung unterstützt. Künftig soll man zwischen der direkten Reparatur und der finanziellen Beihilfe bei Reparaturkosten wählen können. Den Anfang macht die Gemeinde Futaba.

Im Gebiet der Gemeinden Futaba und Okuma, auf deren Gelände sich auch das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi befindet, will man etwa 5.000 Haushalte wieder Instandsetzen. Das berichten Präfekturmedien.