Start Aktuelles Fukushima aktuell: TEPCO kündigt Museum zur AKW-Krise an

Fukushima aktuell: TEPCO kündigt Museum zur AKW-Krise an

Ausstellung dient auch der PR für den Betreiber des AKW Fukushima

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Artikelbild - TEPCO-Zentrale, Hauptsitz in Tokyo (Foto: Yusuke Kawasaki cc-by)
Der TEPCO-Hauptsitz in Tokyo (Foto: Yusuke Kawasaki cc-by)

Dass dem Betreiber des AKW Fukushima heute sein Image besonders wichtig ist, zeigten unter anderem die PR-Aktionen der jüngsten Vergangenheit. Jetzt gab das Unternehmen auch noch die geplante Eröffnung einer Art Dauerausstellung bekannt.

Hinter diesen Fukushima News steckt durchaus Image-Pflege, davon kann sich der Leser selbst überzeugen – im Spreadnews Japan-Ticker vom 27. Juli 2018.

TEPCO kündigt Museum zur Fukushima-Stilllegung an

Am heutigen Freitag gab TEPCO die Pläne bekannt, im November diesen Jahres ein Museum zur Katastrophe am AKW Fukushima Daiichi eröffnen zu wollen. Standort wird die Ortschaft Tomioka sein.

In dieser Art öffentlichem Archiv sollen sich dann im Wesentlichen die Aufzeichnungen zu den Ereignissen vom März 2011 und die darauf folgenden Entwicklungen finden. Es ist das erste Mal, dass TEPCO eine öffentliche Einrichtung zu diesem Thema eröffnet.

Dabei sollen natürlich auch die Bemühungen des Unternehmens um die Stilllegung des Kernkraftwerks präsentiert und zugleich gezeigt werden, welche Lektionen man aus diesen Erfahrungen gezogen hat, um künftige AKW-Katastrophen zu vermeiden.

Außerdem will man den Besuchern zeigen, welche Schritte unternommen werden, um weitere Gefahren, etwa durch stark radioaktiv kontaminierte Abwässer zu bewältigen und die endgültige Stilllegung der gesamten Kraftwerksanlage herbeizuführen.

Somit dient die Einrichtung vor allem als PR-Maßnahme für das Unternehmen, dass aufgrund der Image-Probleme lange auf aufwändige Werbung verzichtete. Erst in diesem Monat wurden wieder Fernseh-Werbespots und ein neues Maskottchen eingeführt.

Das Gebäude wird zwei Stockwerke fassen und eine Ausstellungsfläche von 1.900 Quadratmetern haben. Zu den Elementen wird auch die Darstellung des Hauptkontrollraums während des Tohoku-Erdbebens zählen.

Der Eintritt wird kostenlos sein. Über die geplante Eröffnung des Museums berichteten Präfekturmedien.