Fukushima aktuell: TEPCO meldet Abschluss der Spundwand-Arbeiten

Fukushima aktuell: TEPCO meldet Abschluss der Spundwand-Arbeiten

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Artikelbild - AKW Fukushima: Verbindungsstück an fertiger Spundwand am 26. Oktober 2015 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Verbindungsstück an fertiger Spundwand am 26. Oktober 2015 (Foto: TEPCO)

Nach einigen Tagen ohne besondere Ereignisse, können vom AKW Fukushima heute Fortschritte gemeldet werden. Doch die Fukushima News befassen sich auch mit den Folgen der Katastrophe für die Helfer der ersten Stunde.

Einzelheiten zu diesen Meldungen gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 26. Oktober 2015.

Unsere heutigen Themen:

  • Küstenseitige Stahlbarriere gegen Grundwasser fertig
  • Strahlungsbelastung externer Fukushima-Krisenhelfer bekannt gemacht

Küstenseitige Stahlbarriere gegen Grundwasser fertig: Der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi hat den Bau der Spundwand erfolgreich abgeschlossen. Die auf der Küstenseite geschaffene Barriere aus 600 Stahlrohren und Zwischenblechen soll die Kontamination des Meeres durch radioaktives Grundwasser verhindern.

Das Betreiberunternehmen TEPCO, sprach von einem deutlichen Fortschritt bei der Bekämpfung der radioaktiven Abwässer an der Kraftwerksanlage. Mit dem Abdichten des letzten Abschnitts aus Stahlrohren und Beton, ist der im Jahr 2012 begonnene Bau der 780 Meter langen Konstruktion abgeschlossen.

AKW Fukushima: Fertiggestellte Spundwand am 26. Oktober 2015 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Fertiggestellte Spundwand am 26. Oktober 2015 (Foto: TEPCO)

Zuvor waren im September 2015 bereits Fortschritte beim Spundwand-Bau offiziell durch das Unternehmen bekannt gemacht worden.

Die täglich neu kontaminierte Menge von 400 Tonnen Grundwasser soll durch die Spundwand um mehrere Tonnen verringert werden.

Die Freisetzung von Cäsium und Strontium soll um ein Vierzigstel und bei Tritium um ein Fünfzehntel sinken.

Während die Meeresbelastung innerhalb des Hafenbeckens mit Cäsium-137 jetzt bei maximal zehn Becquerel pro Liter liegt, waren die Belastungswerte des Meeres im Verlauf der Akutphase der Krise auf mehrere Millionen Becquerel angestiegen.

Noch herrscht jedoch Unklarheit über die Effektivität der Stahlbarriere und so versicherte TEPCO, man werde die Konzentration von radioaktivem Material im Meerwasser und den Grundwasserpegel beobachten, um bestimmen zu können, ob die Maßnahme überhaupt den gewünschten Effekt hat.

Über den Abschluss der Arbeiten berichteten praktisch alle japanischen Medien, darunter Asahi Shimbun und NHK.

Strahlungsbelastung externer Fukushima-Krisenhelfer bekannt gemacht: Erstmals wurden Daten zur Strahlungsbelastung von 2.967 externen Helfern während der Akutphase der Fukushima-Krise offiziell bekannt gegeben.

Einsatzkarte zum AKW Fukushima (Copyright: Andreas Teichert, DTRG e.V.)
Einsatzkarte zur Krise am AKW Fukushima (Copyright: Andreas Teichert, DTRG e.V.)

Eine Untersuchung im Auftrag der Regierung ergab, dass etwa 38 Prozent der Helfer aus Feuerwehr, Polizei und Selbstverteidigungsstreitkräften am AKW, Belastungen über dem Jahreslimit für Zivilbevölkerung von einem Millisievert ausgesetzt waren.

Detaillierter betrachtet, weisen 38 Prozent des eingesetzten SDF-Personals und 12 Prozent der übrigen Helfer, eine Belastung von über einem Millisievert auf.

Weder bei den 2.800 Soldaten der SDF, noch bei den 167 Polizeibeamten und Feuerwehrleuten, sei der Grenzwert für Kraftwerksarbeiter in Höhe von 100 Millisievert erreicht worden.

Die höchste Belastung von 10,8 Millisievert wurde bei einem Soldaten der SDF nachgewiesen. Dass die Armeeangehörigen stärkerer radioaktiver Belastung ausgesetzt waren, ergibt sich durch die damaligen Arbeitsbereiche.

Die externen Helfer waren im 20-Kilometer-Umkreis um das Kernkraftwerk eingesetzt worden und dort zwischen dem 12. und 31. März 2011 beschäftigt. Das berichteten Kyodo und Mainichi Shimbun.

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