Fukushima aktuell: TEPCO meldet Betrieb aller Filteranlagen

Fukushima aktuell: TEPCO meldet Betrieb aller Filteranlagen

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Mit der Inbetriebnahme eines neuen Strontium-Filtersystems, ist nach Darstellung der Betreiberfirma TEPCO, am AKW Fukushima, heute ein wichtiger Schritt zur Bewältigung radioaktiver Abwässer gemacht worden. Die Details dieser Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 20. Februar 2015.

Alle Filteranlagen am AKW Fukushima nun in Betrieb: Kraftwerksbetreiber TEPCO veröffentlichte Aufnahmen einer mobilen Strontium-Filtereinheit, die auf dem Gelände des Kernkraftwerks Fukushima heute um 14:04 Uhr (Ortszeit) in Betrieb genommen wurde.

Es handelt sich dabei aber nicht nur um den Start irgendeiner Einheit – vielmehr sind mit dem heutigen Tag, inklusive der Einheiten des Multinuklid-Filtersystems ALPS, alle sieben Anlagen zur Filterung stark radioaktiver Abwässer wie geplant in Betrieb.

Nach Angaben von TEPCO, können die nun aktiven mobilen Strontiumfiltersysteme, die ursprüngliche Konzentration in eingespeistem Wasser auf ein Tausendstel des Ausgangswerts senken. Zwei weitere Einheiten sollen folgen. Durch den Einsatz von vier Einheiten könnten täglich 1.920 Tonnen an kontaminiertem Wasser verarbeitet werden.

Gegenwärtig werden etwa 220.000 Tonnen an stark radioaktiv belastetem Wasser in Lagertanks auf dem Gelände aufbewahrt. Über den Start des weiteren Strontiumfiltersytems berichtete das Betreiberunternehmen TEPCO, sowie die Kyodo.

In der Vergangenheit hatte es verschiedene Testläufe unterschiedlicher Anlagen gegeben und insbesondere am Multinuklid-Filtersystem ALPS war es wiederholt zu technischen Problemen bekommen.

TEPCO hofft, durch die Nutzung mehrerer ALPS-Anlagen einer modernen Hochleistungsfilteranlage und zusätzlichen Strontiumfiltereinheiten, die radioaktive Belastung des einzulagernden Wassers so weit wie möglich reduzieren zu können.

Letzlich will das Unternehmen die Fischereiverbände der Präfektur, von der Unbedenklichkeit einer Einleitung kontaminierter Abwässer des Kraftwerksgeländes überzeugen. Die fehlende Möglichkeit auch Tritium zu filtern, hält die Fischer derzeit von einer Zusage ab.

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