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Fukushima aktuell: TEPCO plant Einsatz von Spezialrobotern

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AKW Fukushima: Ultraschall-Roboter für Bodeneinsatz (li.) und Unterwasser-Roboter (re.) (Fotos: TEPCO)

Nach dem gestrigen Erfolg am Multinuklid-Filtersystem, zeigt der Betreiber des Kernkraftwerks Fukushima, heute einen Ausblick auf künftige Maßnahmen an den Sicherheitsbehältern der Reaktoren. Unterdessen hat der Plan zur Schaffung einer unterirdischen Eiswand erste Auswirkungen auf andere Teile der Anlage. Weitere Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 24. Juni 2014.

Unsere heutigen Meldungen:

  • Entwicklung von Spezialrobotern für Sicherheitsbehälter
  • Bodenfrostungsplan führt zu Halt des Kühlsystems an Reaktor 3
  • Anstrengungen für Unternehmen in Katastrophengebieten
  • Betreiber des AKW Sendai legen neuen Sicherheitsbericht vor

Entwicklung von Spezialrobotern für Sicherheitsbehälter: Der Kraftwerksbetreiber legte heute Informationen über die technologischen Entwicklungen vor, die gezielt zur Lokalisierung und Reparatur von Schäden an Sicherheitsbehältern der Reaktoren eingesetzt werden sollen.

Im Rahmen des Projekts, das von der Behörde für Rohstoffe und Energie (ANRE) gefördert wird, soll einer der beiden Untersuchungsroboter entlang der Wand der torusförmigen Kondensationskammer von Fukushima-Reaktor 2, Untersuchungen durchführen und dabei Schäden am Sicherheitsbehälter ausmachen.

Von besonderer Bedeutung ist dabei die Möglichkeit dieses Roboters, die durch einen Ultraschall-Sonar empfangenen Signale als so genannte Dopplerbilder auswerten zu können. Hierdurch kann der Fluss von Wasser und damit mögliche Schäden, auch dann lokalisiert werden, wenn visuell kein Hinweis auf ein Leck besteht. Ein weiterer Roboter ist schwimmfähig und kann daher mit einer Kamera auch Unterwasser-Aufnahmen machen.

TEPCO begleitet die Vorstellung beider Roboter mit zahlreichen Diagrammen und stellt Fotos beider Geräte zur Verfügung. Die Versiegelung von beschädigten Bereichen des Sicherheitsbehälters ist eine Voraussetzung, um zu einem späteren Zeitpunkt die zusammengeschmolzenen Brennelemente entfernen zu können, ohne Kraftwerksarbeiter hohen Strahlungswerten auszusetzen.

Bodenfrostungsplan führt zu Halt des Kühlsystems an Reaktor 3: Am heutigen Dienstag wurde um 6:10 Uhr das alternative Kühlsystem für das Abklingbecken gestoppt. Hintergrund war die Umverlegung der Stromkabel aufgrund der Arbeiten zur Bodenfrostung. Es wird ein Halt von etwa zehn Stunden geplant.

Da die Wassertemperatur von 23,5 Grad Celsius in diesem Zeitraum maximal um zwei Grad steigen wird, ist der Sicherheitswert von 65 Grad Celsius nicht überschritten. Es gebe daher keine Probleme mit der Temperatur des Abklingbeckens, teilte die Betreiberfirma TEPCO mit.

Anstrengungen für Unternehmen in Katastrophengebieten: Der Wiederaufbau der Infrastruktur in den drei Präfekturen, die am schwersten von den Tohoku-Katastrophen 2011 betroffen waren, hat sein für Ende 2013 anvisierte Ziel verfehlt. Insgesamt sollte in diesem Zeitraum in 11 Gebieten die Küstensicherung und Fischereibetriebe vorangetrieben werden.

In fünf Gebieten wurde der Zeitplan nicht eingehalten, so dass statt 80 Prozent der Küstenschutzmaßnahmen, lediglich 70 Prozent abgeschlossen wurden. Im Bezug auf die Fischerei, solltenTrümmer aus den Zuchtanlagen und Fischereigründen entfernt werden, doch auch dort gab es Verzögerungen. Das berichtet die Kyodo.

Unterdessen hat die Behörde für Wiederaufbau, neue Richtlinien zur Unterstützung von lokalen Betrieben zusammengestellt. In dem Plan ist sowohl die Weiterführung der Bekanntgabe von Strahlungstests bei Landwirtschaftsprodukten aus der Präfektur Fukushima, als auch der Plan, andere Länder weiterhin zur Lockerung von Importbeschränkungen für Fukushima aufzufordern.

Da nach Ansicht von Minister Takumi Nemoto, vor allem unbegründete Gerüchte die Unternehmen in den Katastrophengebieten belasten, müsse mehr für die Betriebe getan werden. So fordern die Richtlinien auch von Japans größtem Wirtschaftsverband Keidanren, Landwirtschaftsprodukte der Präfektur in Präsenten und öffentlichen Angeboten zu nutzen, berichtete die NHK.

Betreiber des AKW Sendai legen neuen Sicherheitsbericht vor: Kyushu Electric, Betreiber des AKW Sendai, hat seinen ursprünglich im April eingereichten Sicherheitsbericht für das Kraftwerk überarbeitet und ließ der Atomaufsichtsbehörde NRA nun eine aktualisierte, 8.600 Seiten umfassende Version des Berichts zukommen.

Die Überarbeitung war notwendig geworden, nachdem die NRA einige Mängel bei den Sicherheitsbeurteilungen kritisiert hatte. Die Kontrollinstanz will den neuen Bericht prüfen und am 9. Juli einen ersten Entwurf der Sicherheitseinschätzung bekannt geben. Mit der Fertigstellung der NRA-Beurteilung nach Anhörung der öffentlichen Meinung, wird im August gerechnet.

Die Erlaubnis zum Neustart hängt jedoch auch vom Abschluss der Inspektionen der Reaktoranlagen und der Einwilligung angrenzender Gemeinden ab, so dass der Betreiber frühestens im September mit einer Neustartgenehmigung rechnen kann – jedoch selbst einräumt, keinen genauen Zeitpunkt nennen zu können. Das berichtet die NHK.

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