Fukushima aktuell: TEPCO plant ungewöhnliches Drohnen-Projekt

Fukushima aktuell: TEPCO plant ungewöhnliches Drohnen-Projekt

Überlandleitungen sollen den Weg aus Finanzproblemen ebnen

824
0
TEILEN
Artikelbild - AKW Fukushima: Stromleitung am Umspannwerk der Reaktoren 1 und 2 am 28. März 2011 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Stromleitung am Umspannwerk der Reaktoren 1 und 2 am 28. März 2011 (Foto: TEPCO)

Geldknappheit ist für den Betreiber des AKW Fukushima heute noch genau so ein Problem, wie vor sechs Jahren, auch wenn die Regierung das Unternehmen derzeit stützt.

Dieses äußerst irdische Problem will man nun gewissermaßen im Vorbeiflug lösen und hofft, dass sich somit zumindest ein Teil der Kosten in Luft auflösen wird. Fukushima News gänzlich ohne Kalauer gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 29. März 2017.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • Drohnen-Schnellstraßen sollen TEPCO Geld einbringen
  • Reparaturen an Mega-Tankfloß abgeschlossen
Drohnen-Schnellstraßen sollen TEPCO Geld einbringen

Um Entschädigungszahlungen leisten zu können, bedarf der Elektrizitätsanbieter TEPCO ausreichender Finanzmittel – und die sind bei dem quasi-verstaatlichten Unternehmen trotz der internen Umstrukturierungsmaßnahmen immer knapp.

Nun plant das Unternehmen, den Luftraum entlang seiner Hochspannungsleitungen an Unternehmen zu vermieten, die diese Strecken dann als „Schnellstraßen“ für Drohnenflüge nutzen könnten.

Potentielle Kunden wären etwa Online-Lieferdienste, die ihre Waren dann bequem entlang der Strecken transportieren könnten. Ein Großteil der 15.000 Kilometer fassenden Strecken befindet sich in der Region Kanto, zu der auch der Großraum Tokyo gehört.

Mit der Vermietung des Luftraums an den Überlandleitungen soll in drei Jahren begonnen werden. Sensoren an den Masten und Satellitennavigation würden den Drohnen den Weg weisen. Lange Strecken wären durch Lade- und Reparaturstationen möglich.

Die auf diese Weise erzielten Gewinne sollen dann zur Leistung der Entschädigungen an Betroffene der Kraftwerkskatastrophe  2011 dienen. Über die Pläne berichtete die NHK.

Reparaturen an Mega-Tankfloß abgeschlossen

Nachdem Untersuchungen im Februar mehrere Schäden am Mega-Tankfloß im Hafen des AKW Fukushima Daiichi nachgewiesen hatten, wurde mit Reparaturarbeiten begonnen, um Probleme bis zur geplanten Verschrottung des Tankfloßes zu verhindern.

Wie der Kraftwerksbetreiber TEPCO heute mitteilte, konnten die Arbeiten am 21. März abgeschlossen werden und bis zum gestrigen Dienstag wurde kein neues Eindringen von Wasser in die Behälter festgestellt.

Als Ursächlich für das Eindringen von Meerwasser in die äußeren Behälter gilt nun der Kontakt zwischen dem Floß und der Betonbefestigung, aufgrund einer abgenutzten Vertäung.

Um künftige Probleme dieser Art zu vermeiden, wurde eine Änderung der Position veranlasst, so dass der nordwestliche Teil des Floßes, an dem die Schäden auftreten, nicht mehr mit der Befestigung in Kontakt kommt.

Außerdem will man den Pegel des Ballastwassers im Floß genauer überwachen und so das Eindringen von Meerwasser schneller entdecken. Die verstärkte Kontrolle und Analyse des Meerwassers in der Umgebung wurde nach der Reparatur wieder auf den Standard zurückgesetzt.

Über die Reparaturen und Schutzmaßnahmen berichtete der Kraftwerksbetreiber TEPCO.

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT