Start Aktuelles Fukushima aktuell: TEPCO räumt Vertuschungsversuch ein

Fukushima aktuell: TEPCO räumt Vertuschungsversuch ein

AKW-Betreiber gesteht verschleierndes Vorgehen nach Kernschmelze

1525
0
TEILEN
Artikelbild - TEPCO-Führung gesteht interne Schweigeorder ein, 21. Juni 2016 (Foto: TEPCO)
TEPCO-Führung gesteht interne Schweigeorder ein (Pressekonferenz vom 21. Juni 2016. Foto: TEPCO)

Wenn der Betreiber des AKW Fukushima heute ein Geständnis abliefert, dann dürfte das nicht jeden überraschen – doch die Erwartung, nun etwas über mögliche politische Einflussnahme zu erfahren, ist sicher weiterhin hoch.

Wie sich TEPCO tatsächlich äußerte, erfährt man nun im Rahmen der Fukushima News im Spreadnews Japan-Ticker vom 21. Juni 2016.

Unser heutiges Thema:

  • TEPCO räumt Vertuschungsversuch ein

TEPCO räumt Vertuschungsversuch ein: Am heutigen Dienstag trat die Führung des Kraftwerksbetreibers TEPCO vor die Presse und räumte ein, der Gebrauch des Begriffs „Kernschmelze“ sei firmenintern untersucht worden.

Bei der Presssekonferenz erklärte TEPCO-Präsident Naomi Hirose, dies sei eine ernste Angelegenheit und es sei nur allzu verständlich, dass in der Öffentlichkeit der Eindruck einer Vertuschung entstanden sei.

Das Vorgehen des Unternehmens sei auch in der Tat mit einem Vertuschungsversuch vergleichbar. Präsident Hirose entschuldigte sich für das damalige Vorgehen.

Ob es tatsächlich eine Anordnung der Regierung hierfür gegeben habe, kommentierte Hirose offenbar nicht. Die frühere Regierung bestreitet eine Schweigeanordnung an TEPCO, wie sie im Bericht einer externen Untersuchung nahe gelegt wird.

Über das Eingeständnis und die Entschuldigung berichteten mehrere japanische Medien, darunter Kyodo, Asahi Shimbun, NHK und Präfekturmedien.

TEPCO hatte in diesem Jahr bereits die Kenntnis einer internen Kernschmelzen-Richtlinie gestanden, die im Februar entdeckt worden war.

Zuvor hatte das Unternehmen die Vermeidung des Begriffs immer damit gerechtfertigt, dass es bei TEPCO eine verbindlichen Standards für die Definition einer Kernschmelze geben würde – eine Falschbehauptung, wie man nun weiß.

Die nahezu unbekannte Kernschmelzen-Richtlinie und das jetzige Eingeständnis dokumentieren damit eine katastrophale Sicherheits- und Informationspolitik des Unternehmens.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here