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Fukushima aktuell: TEPCO sichert Anlage gegen Sturm Neoguri

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Artikelbild - Taifun Neoguri am 9. Juli 2014 (Foto: NASA Worldview, pd)
Taifun Neoguri am 9. Juli 2014 (Foto: NASA Worldview, pd)

Die Regierung in Tokyo plant eine weitere Gemeinde im Sperrgebiet freizugeben. Unterdessen bereitet TEPCO das Kraftwerk Fukushima heute auf den erwarteten Sturm vor. Einzelheiten der Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 10. Juli 2014.

Unsere heutigen Themen:

  • Sturmvorbereitungen am AKW Fukushima
  • Elektrizitätsanbieter warnen vor Sturmschäden
  • Evakuierungsstatus für zweite Fukushima-Gemeinde soll aufgehoben werden
  • Stilllegung von Fukushima Daini gefordert

Sturmvorbereitungen am AKW Fukushima: Kraftwerksbetreiber TEPCO bereitet sich auf die Ankunft des Sturms Neoguri vor und will dabei effektiver vorgehen als in den Jahren zuvor. Damals hatten Taifune und Stürme zum Überlaufen von Wasser an der Anlage geführt.

Gegenwärtig wird vor allem bislang hinter Lagertankbarrieren verbliebenes Wasser in Tanks abgepumpt, um ein Überlaufen durch Regenwasser zu verhindern. Denn  bereits ohne Taifun kann es zu derartigen Überschwemmungen kommen.

Im April 2014 war eine Barriere nach Regenfällen übergelaufen. Damals hatten schwere Regenfälle zum Überlaufen an einer Lagertankbarriere geführt.

Gerüste von Kränen, die bei der Trümmerräumung an den Reaktorgebäuden zum Einsatz kommen, werden nun von Kraftwerksangestellten durch Gewichte gesichert. Diese sollen ein Umstürzen des Krans verhindern.

Das Heraufpumpen von Grundwasser und die Arbeiten zum Bau der unterirdischen Grundwasserbarriere sollen wie geplant bis Freitag laufen, sofern keine entsprechende Wetterwarnung ausgesprochen und die Angestellten und Gefahr gebracht werden. Über die Schutzmaßnahmen berichtete auch die NHK.

Der Sturm hatte als Taifun die Präfektur Okinawa getroffen und seinen Weg nach Zentraljapan fortgesetzt. Bislang gibt es sieben Todesfälle und über 50 Verletzte.

In der Präfektur Fukushima führten schwere Regenfälle in der Region Aizu zu Warnungen vor Erdrutschen und damit verbundenen freiwilligen Evakuierungen, sowie Stromausfällen. Der starke Niederschlag führte an mehreren Orten, etwa in Aizu-Wakamatsu, zu Überflutungen in Häusern.

Elektrizitätsanbieter warnen vor Sturmschäden: Wie bei jedem schwerwiegenden Unwetter warnen TEPCO und andere Energieversorgungsunternehmen auch diesmal, sich von den, in Japan immer noch üblichen Überlandleitungen fern zu halten. Insbesondere wenn durch umgestürzte Bäume oder andere Objekte ein Schaden an der Leitung entstanden ist, sollte unbedingt Abstand gehalten werden.

Die Unternehmen bitten darum, den Fund derartiger Schäden umgehend bei der nächsten Niederlassung zu melden.

Evakuierungsstatus für zweite Fukushima-Gemeinde soll aufgehoben werden: Nachdem im April die Evakuierungsaufforderung für Tamura teilweise aufgehoben worden war, soll am 26. Juli auch der östliche Bereich der Ortschaft Kawauchi wieder freigegeben werden.

Die Entscheidung zu diesem Schritt teilte die Regierung der Gemeindeverwaltung am gestrigen Mittwoch mit. Zwar liege die Gemeinde innerhalb eines 20-Kilometer-Radius um das AKW Fukushima Daiichi, die Voraussetzungen für eine dauerhafte Rückkehr seien jedoch erfüllt.

Aufgrund der erfolgreichen Dekontaminationsarbeiten liege das jährliche Strahlungsniveau unter 20 Millisievert, und auch die Verbesserungen in der Infrastruktur würden eine Rückkehr ermöglichen. Ob der geplante Termin eingehalten werden kann ist fraglich, da viele Einwohner den Zeitpunkt für zu früh halten und schriftlich erneute Dekontamimation und eine Verschiebung fordern.

Die Regierung in Tokyo will nun Überzeugungsarbeit leisten und hat für den 13. und 14. Juli eine Informationsveranstaltung für die Einwohner geplant. Das berichtet die Mainichi Shimbun. Bereits in der Vergangenheit waren Rückkehrangebote sehr kritisch beurteilt worden.

Stilllegung von Fukushima Daini gefordert: Mehrere Verwaltungsinstanzen innerhalb der Präfektur Fukushima, forderten am Dienstag vom Eleketrizitätskonzern TEPCO, auch das zweite Fukushima-Kernkraftwerk stillzulegen.

Man müsse Lektionen aus der Katastrophe am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi ziehen. Zudem kritisierten sie den langsamen Fortschritt bei den Maßnahnmen gegen das anfallende radioaktiv kontaminierte Wasser. Über die Forderungen, denen sich alle 13 Stadträte der Präfektur anschlossen, berichteten Präfekturmedien.

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