Fukushima aktuell: TEPCO spricht von Teilerfolg des Eiswallprojekts

Fukushima aktuell: TEPCO spricht von Teilerfolg des Eiswallprojekts

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Artikelbild - AKW Fukushima: Oberirdische Rohre des Eiswalls am 5. April 2016 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Oberirdische Rohre des Eiswalls am 5. April 2016 (Foto: TEPCO)

Auch wenn das Eiswall-Projekt am AKW Fukushima heute in positivem Licht präsentiert wurde, gibt es nach wie vor Kritik an der Maßnahme und die Fukushima News der Vergangenheit belegen den mangelnden Glauben an die Effektivität bei der Aufsichtsbehörde.

Welche Effekte in Japan aktuell dennoch bejubelt werden und welche Probleme weiterhin ungelöst bestehen, findet sich nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 18. Januar 2017.

Unser heutiges Thema:

  • Positive Bilanz des küstenseitigen Eiswalls präsentiert
Positive Bilanz des küstenseitigen Eiswalls präsentiert

Wie TEPCO am gestrigen Dienstag bekannt gab, soll die Menge an heraufgepumptem Grundwasser am küstenseitigen Teil des Eiswalls auf ein Drittel des Vorjahresstands gesunken sein. Dies wird offenbar als Beleg für die Effektivität der Maßnahme angesehen.

Demnach sei die täglich anfallende Gesamtmenge dort von 400 auf 140 Tonnen gesunken. Das Unternehmen stellte seine Einschätzung auf einem Treffen der Gruppe zur Bekämpfung von radioaktivem Abwasser in Koriyama vor.

Die Untersuchungen die diesen Vergleich ermöglichen, fanden demnach zwischen November 2015 und Januar 2016 auf der einen und zwischen dem 1. und 15. Januar 2017 auf der anderen Seite statt.

Am 6. Januar sei die Tagesmenge sogar auf 113 Tonnen gesunken – die bislang niedrigste Menge seit Inbetriebnahme des Eiswalls im März 2016.

Yosuke Takagi vom Industrieministerium äußerte sich auf einer anschießenden Pressekonferenz positiv über die Entwicklung. Mittlerweile zeichnen sich auch bei der schrittweisen Gefrierung auf der Landseite ähnliche Effekte ab.

Während Takagi ein Gespräch mit der Atomaufsichtsbehörde NRA zur Erteilung einer Gefrierungsgenehmigung für weitere Abschnitte auf der Landseite für sinnvoll hält, ist das Projekt damit jedoch noch keineswegs so effektiv wie erhofft.

So wurde etwa das Ziel, bereits durch die küstenseitige Gefrierung die Menge auf Werte zwischen 110 bis 70 Tonnen zu senken, bislang nicht erreicht.

Als Grund wird ein Wasserfluss durch ungefrorene obere Schichten und Wasserlecks aus den normalen Rohrleitungen, die durch den Eiswall verlaufen, angenommen.

Zu den geplanten Gegenmaßnahmen gehört eine Blockade unterirdischer Leitungen und weiterer Straßenbelag auf dem Kraftwerksgelände zur Abdichtung gegen Regenfälle. Über die Ergebnisse der Konferenz berichteten Präfekturmedien.

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