Start Aktuelles Fukushima aktuell: TEPCO startet Pumpen zur Grundwasserumleitung

Fukushima aktuell: TEPCO startet Pumpen zur Grundwasserumleitung

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Artikelbild - AKW Fukushima: Start der Pumpen des Grundwassersystems am 9. April 2014 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Start der Pumpen des Grundwassersystems am 9. April 2014 (Foto: TEPCO)

Der am AKW Fukushima heute eingeleitete erste Schritt zur künftigen Grundwasserumleitung, wird vom Betreiber der Anlage als Erfolg gewertet. Das Unternehmen ist der Ansicht, nun der Lösung des Problems radioaktiv kontaminierten Grundwassers näher gekommen zu sein.

Einzelheiten dieser Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 9. April 2014.

  • TEPCO beginnt Grundwasser heraufzupumpen

TEPCO beginnt Grundwasser heraufzupumpen: Am heutigen Mittwoch begann mit dem Start des Pumpsystems am AKW Fukushima Daiichi, der erste Schritt zur künftigen Umleitung von Grundwasser an der Anlage.

Nachdem der reibungslose Betrieb des Multinuklid-Filtersystems ALPS bislang scheiterte, ist dies offenbar der erste Erfolg seit erreichen des Cold Shutdown im Dezember 2011. TEPCO begleitet den Start des Grundwasersystems mit Videoaufnahmen, auf denen die technischen Vorgänge, sowie ein Teil der Anlage zu sehen ist.

Durch die Möglichkeit, Grundwasser aus den Bergen abzuleiten, bevor es durch das Wasser aus den Kellern der Reaktorgebäude kontaminiert werden kann, hofft das Unternehmen die Menge an radioaktiven Abwässern reduzieren zu können.

Im Vollbetrieb soll das System die Menge der täglich anfallenden radioaktiven Abwässer von 400 Tonnen pro Tag, um bis zu 100 Tonnen reduzieren zu können.

AKW Fukushima: Pumpe (li.) einer der Grundwasserbrunnen am 9. April 2014 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Pumpe (li.) einer der Grundwasserbrunnen am 9. April 2014 (Foto: TEPCO)

Das Unternehmen erklärte, man werde nun über die Dauer mehrerer Tage, an 12 Grundwasserbrunnen auf der Bergseite der Kraftwerksanlage das Wasser heraufpumpen und es in spezielle Tanks umleiten.

Dann sollen private Organisationen einen Monat lang die Konzentration des radioaktioven Materials testen. Sollten die Sicherheitsgrenzwerte dabei eingehalten werden, so könnte das Wasser bereits Ende Mai in den Pazifik verklappt werden

Der erste Pumpenlauf zwischen 10:29 und 11:24 Uhr verlief Problemlos, wie eine anschließenden Kontrolle der 12 Grundwasserbrunnen zeigte.

Neben der Filterung durch die ALPS-Anlage und die Schaffung einer unterirdischen Eisbarriere, sowie der Erlaubnis zur Verklappung, ist die Umleitung von Grundwasser durch das Heraufpumpen einer der wichtigsten Schritte zur Bewältigung der radioaktiven Abwässer an der Anlage.

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