Fukushima aktuell: TEPCO trifft Vorbereitungen für Taifun-Saison

Fukushima aktuell: TEPCO trifft Vorbereitungen für Taifun-Saison

1180
0
TEILEN
Artikelbild - AKW Fukushima: Neue Abwasserleitung am 23. Juni 2016 (Screenshot: TEPCO)
AKW Fukushima: Neue Abwasserleitung am 23. Juni 2016 (Screenshot: TEPCO)

Während der Betreiber des AKW Fukushima heute von Präventionsmaßnahmen angesichts der Taifun-Saison berichtet, gehen die Arbeiten am Kraftwerk weiter. Dass dabei Unfälle nicht der Vergangenheit angehören, zeigt ein Fall vom gestrigen Mittwoch.

Die Einzelheiten, sowie weitere Fukushima News, gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 23. Juni 2016.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • TEPCO trifft Vorbereitungen für Taifun-Saison
  • AKW-Arbeiter zieht sich Verletzung zu
  • Abpumpen von angesammeltem Wasser

TEPCO trifft Vorbereitungen für Taifun-Saison: Durch eine Reihe von Verbesserungen am Abwassersystem, will der Elektrizitätsanbieter TEPCO das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi auf die bevorstehende Taifun-Saison vorbereiten.

Hierzu zählt auch die Fertigstellung einer neuen Abwasserleitung. Sie verläuft zwischen den Reaktoren 5 und 6 und leitet Regenwasser in zwei weitere Leitungen, die im Hafenbereich münden. Selbst kontaminiertes Wasser würde so nicht ins offene Meer gelangen.

Der neue Abwasserkanal hilft zudem den verstärkten Regenwasserablauf zu bewältigen, der sich durch Oberflächenarbeiten zur Reduzierung der Strahlungsbelastung und Umweltbelastung ergeben wird.

AKW-Arbeiter zieht sich Verletzung zu: Am Mittwoch verletzte sich der Angestellte eines Partnerunternehmens, als er auf dem Gelände des AKW Fukushima Daiichi im Lagertankbereich H6 ausrutschte.

Der Angestellte wurde zunächst in das medizinische Notfallzentrum gebracht. Da die behandelnden Ärzte einen Bruch des Wadenbeins vermuteten, wurde der Patient um 10:52 Uhr mit einem Krankenwagen in das Stadtkrankenhaus von Iwaki gebracht.

Anhaftungen von radioaktivem Material wurden am Körper nicht festgestellt.

Im Krankenhaus wurde dann eine Fraktur des rechten Außenknöchels festgestellt. Der Angestellte wird etwa zwei Monate lang nicht einsatzfähig sein. Das berichtete der Kraftwerksbetreiber TEPCO.

Abpumpen von angesammeltem Wasser: Bei der Untersuchung des Pegelstands von angesammeltem Regenwasser im Becken des Rückstromventils von Reaktor 3 auf der Ostseite wurde im Laufe des Jahres ein Rückgang des Wasserstands nachgewiesen.

Die Entwicklung wird beobachtet, seit Regenwasser dort hinaus gelangt war und sich vermutlich mit Grundwasser im Boden mischte. Eine Auswirkung auf die Umwelt gilt jedoch aufgrund der dortigen Sicherheitsmaßnahmen als unwahrscheinlich.

Eine Analyse im Mai hatte eine Konzentration von Cäsium-137 in Höhe von 15.000 Becquerel pro Liter ergeben. Die Konzentration von Betastrahlern belief sich auf 12.000 Becquerel pro Liter. Die Kontamination wird auf Erde und Trümmer zurückgeführt.

Um das Risiko künftiger Wasseraustritte zu verringern wurde am Mittwoch mit dem Transfer des angesammelten Wassers begonnen. Das berichtete der Kraftwerksbetreiber TEPCO.

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT