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Fukushima aktuell: TEPCO untersucht Trümmer von Reaktor 1

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Artikelbild - Fukushima-Reaktor 1: Trümmerfoto vom 31. Oktober 2014 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 1: Trümmerfoto vom 31. Oktober 2014 (Foto: TEPCO)

Probleme mit der Tunneldämmung sind diesmal ebenso Teil der Fukushima News, wie aktuelle Aufnahmen, die der Betreiber des AKW Fukushima heute veröffentlichte. Einzelheiten nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 19. November 2014.

Unsere heutigen Themen:

  • Aufnahmen von Trümmern unter dem Schutzmantel
  • Radioaktiver Wasserpegel in Tunnel gestiegen
  • Rückgang des Mangan-Rekordwerts
  • Befragungsprotokolle von NISA-Mitarbeiter

Aufnahmen von Trümmern unter dem Schutzmantel: Kraftwerksbetreiber TEPCO veröffentlichte heute einen Bericht zu den Maßnahmen im Rahmen des Trümmerräumungsplans.

Damit verbunden ist auch die Veröffentlichung von Aufnahmen einer Kamera, die aus dem Bereich innerhalb des Schutzmantels stammen. Ziel der Kamerauntersuchungen ist es, den Zustand im Bereich innerhalb des Schutzmantels zu ermitteln, um künftige Arbeitseinsätze planen zu können.

Vor den Schäden durch die Fukushima-Katastrophe 2011, befanden sich Strukturen wie der Brennelemente-Kran im Reaktorgebäude, die zerstört oder beschädigt wurden.

Die Aufnahmen zeigen bislang ausschließlich Trümmer durch den Zusammenbruch von Decken und Wänden. Diese müssen zunächst entfernt werden, bevor Bergungsarbeiten der Brennelemente beginnen können.

Zu den Untersuchungen, die TEPCO innerhalb des Schutzmantels noch durchführen will, gehören aber auch Strahlungsmessungen. Über die Maßnahmen berichtete der Kraftwerksbetreiber.

Radioaktiver Wasserpegel in Tunnel gestiegen: Am gestrigen Dienstag berichteten wir über die unzureichende Blockierung durch Abdichtung von Tunneln.

Im Rahmen der Maßnahme waren 200 Tonnen radioaktives Wasser aus den Tunneln heraufgepumpt worden, doch der Wasserpegel sank nicht wie geplant um 80, sondern nur um 21 Zentimeter.

Nun kam es an der Barriere zu einem ungeplanten Anstieg um insgesamt 12 Zentimeter, so dass der Wert vom Montag 2,76 Meter auf 2,88 Meter am Dienstag stieg. Das berichteten Präfekturmedien.

TEPCO bemüht sich derzeit, durch die Einspeisung von Beton in Verbindungsbereiche zwischen Turbinengebäude und Tunnel, den radioaktiven Wasserfluss einzudämmen.

Das Unternehmen wiederholte die Erklärung, den Wasserstand weiter beobachten zu wollen und macht das Einfliessen von Grundwasser durch Schäden in die Tunnel gelangt. Die tatsächliche Effektivität des Füllmaterials sei unter diesen Umständen noch nicht definitiv zu beurteilen.

In den Tunneln befinden sich etwa 5.000 Tonnen stark radioaktives Wasser, das nach der Katastrophe aus den Untergeschossen der Turbinengebäude in die früheren Kabelschächte lief und durch Grundwasser gespeist wird.

Es wird vermutet, dass dieses Wasser in den Pazifik und das Grundwasser fließt und so radioaktiv kontaminiert.

Rückgang des Mangan-Rekordwerts: Jüngste Wasserproben vom Montag weisen einen Rückgang der Mangankonzentration nach.

Der an einem Grundwasserposten nachgewiesenen Wert von Mangan-54 in Höhe von 49 Becquerel, liegt deutlich unter dem Rekordwert von 110 Becquerel vom vergangenen Donnerstag.

Auch im Fall von Cäsium-134 und Cäsium-137 mit Belastungen unter dem Nachweiswert, bzw. 8,9 Becquerel pro Liter, liegen die festgestellten Werte unter den Ergebnissen von 920 bzw. 3.000 Becquerel pro Liter.

Der Gesamtwert der Betastrahler sank von 3,2 auf 1,4 Millionen Becquerel pro Liter. Über den Rückgang des Analysewerts berichtete der Kraftwerksbetreiber TEPCO.

Befragungsprotokolle von NISA-Mitarbeiter: Nach der ersten Veröffentlichung der Yoshida-Protokolle, folgten weitere Veröffentlichungen der Gesprächsprotokolle von Befragungen durch die damalige Untersuchungskommission.

Vergangene Woche wurden nun weitere Befragungsprotokolle freigegeben. Die Dokumente stammen vom 17. Oktober 2011 und umfassen Aussagen eines Mitarbeiters der damaligen Atomaufsicht, dessen Name in den Protokollen geschwärzt wurde.

In seinen Aussagen räumt der Befragte ein, ebenso wie sieben weitere NISA-Mitarbeiter, die Anlage wegen Strahlungsanstiegen auf eigene Faust verlassen zu haben. Erst eine Anordnung des damaligen Industrieminister Banri Kaieda führte zur Rückkehr unter Protesten, da ohnehin keine weitere Handlungsfähigkeit bestehe.

Weitere Beschwerden, die aus der Befragung hervorgingen, betrafen die Versorgung im Sicherheitszentrum außerhalb des AKW, da dort lediglich Currygerichte verfügbar seien. Dies geht aus den TEPCO-Dokumenten hervor.

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