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Fukushima aktuell: TEPCO verschrottet Areva-Filteranlage

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Artikelbild - Areva-Filteranlage mit Chemikalientanks am 22. Oktober 2011 (Foto: TEPCO)
Areva-Filteranlage am 22. Oktober 2011 (Foto: TEPCO)

Während die am AKW Fukushima heute begonnenen Arbeiten zum Heraufpumpen kontaminierten Grundwassers besondere Aufmerksamkeit erhalten, plant TEPCO die Verschrottung einer Anlage, die einst hilfreich war, nun jedoch die Kraftwerksarbeiter gefährdet. Diese und weitere Fukushima-News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 12. August 2014.

Unsere heutigen Themen:

  • TEPCO verschrottet Areva-Filteranlage
  • TEPCO pumpt kontaminiertes Grundwasser herauf
  • Grundwasserverklappung durchgeführt
  • Ölleck an LKW-Kran
  • Problem bei Tunnelvereisung
  • Antrag auf Sicherheitsprüfung des AKW Shika
  • Vermisstensuche in Katastrophengebiet

TEPCO verschrottet Areva-Filteranlage: Wie TEPCO am gestrigen Montag bekannt gab, will das Unternehmen eine alte Dekontaminationsanlage der französischen Firma Areva entsorgen.

AKW Fukushima: Chemikalientanks der Areva-Filteranlage (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Chemikalientanks der Areva-Filteranlage (Foto: TEPCO)

Die Anlage war im Juni 2011 und dami unmittelbar nach Ausbruch der Fukushima-Katastrophe zur Cäsiumfilterung durch chemische Adsorption zum Einsatz gekommen, jedoch bereits ab September 2011 aufgrund von technischen Problemen abgeschaltet worden.

Konnten in den ersten drei Monaten der Nutzung noch 76.000 Tonnen kontaminiertes Wasser gefiltert werden, stellten sich bald verschiedene Probleme, wie Fehlfunktionen an der Pumpe ein. Durch die Reparaturarbeiten und weitere Maßnahmen an der Anlage waren Kraftwerksarbeiter in der Vergangenheit hoher Strahlungsbelastung ausgesetzt.

Da das Filtersystem seit knapp drei Jahren nicht mehr in Betrieb sei, aufgrund des verarbeiteten Wassers jedoch weiterhin hohe Werte an Radioaktivität aufweise, würden Beschäftigte dort durch monatliche Kontrollen und Wartungsarbeiten weiterhin unnötigerweise Strahlung ausgesetzt, erklärte das Unternehmen.

Seit der Einführung eines deutlich leistungsfähigeren Filtersystems, sei die Areva-Anlage ohnehin nicht mehr notwendig für die Arbeiten. Aus diesem Grund werde man bei der Atomaufsichtsbehörde NRA nun einen Antrag auf Verschrottung stellen.

Bei der Bekanntgabe auf einer Pressekonferenz lehnte das Unternehmen eine Veröffentlichung der entstandenen Kosten durch das Cäsiumfiltersystem ab, da dies Auswirkungen auf die Unternehmensführung hätte und erklärte lediglich, auf ihre eigene Weise habe die Anlage ausreichend Nutzen gebracht, Über die Entsorgungspläne berichteten Kyodo und jiji.

TEPCO pumpt kontaminiertes Grundwasser herauf:  Kraftwerksbetreiber TEPCO begann am heutigen Dienstag mit der Durchführung eines Versuchs, der Teil des neuen Grundwasserkonzepts sind. Das Unternehmen plant, etwa 500 Tonnen kontaminiertes Grundwasser aus Bereichen in der Nähe von Reaktorgebäuden hochzupumpen und zunächst in Behältern einzulagern.

Mit den Pumparbeiten an 14 Grundwasserposten, darunter den neu geschaffenen, wurde um 9:50 Uhr begonnen. Der wichtigste Teil des Experiments ist für den 20. August geplant. Dann will man prüfen, in welchem Umfang sich das radioaktive Material (mit Ausnahme von Tritium) aus dem Wasser herausfiltern lässt.

Nachdem die Umleitung und Verklappung von sauberem Grundwasser aus den Bergen nicht zur erhofften Senkung des Grundwasserpegels beigetragen hatte, plant TEPCO nun, auch bereits kontaminiertes Grundwasser aus der Nähe der Reaktoren heraufzupumpen und nach einer sorgfältigen Filterung zu entsorgen.

Die Kosten für die notwendige Verlegung von Rohren über das Kraftwerksgelände, bis zu einem durch Metallbarrieren vor unabsichtlichen Wasseraustritt gesicherten Hafenbereich, soll von der Regierung gedeckt werden.

Der Elektrizitätskonzern setzt große Hoffnung in diese Entsorgung von vorbelastetem Grundwasser und geht davon aus, die täglich anfallende Menge von 400 Tonnen radioaktiv belastetem Wasser, um die Hälfte verringern zu können. Über den Beginn der Pumparbeiten berichteten TEPCO sowie die Kyodo.

Grundwasserverklappung durchgeführt: Wie TEPCO bekannt gab, erfolgte zwischen 10:02 Uhr und 18:33 Uhr die Verklappung von Grundwasser in den Pazifik. Das aus den Bergen stammende Grundwasser wird umgeleitet, bevor es die Kraftwerksanlage erreicht und in den Pazifik verklappt, um einen Anstieg des Grundwasserpegels auf dem Gelände und das anfallen weiterer radioaktiver Abwässer zu verhindern.

Das Unternehmen gab bekannt, insgesamt 2.123 Tonnen an Wasser kontrolliert in den Pazifischen Ozean geleitet zu haben. Dabei habe es keine Zwischenfälle gegeben. Die Maßnahme hatte sich zwar bei zwei vorangegangenen Kontrollen als weitestgehend ineffektiv herausgestellt. Dennoch hält TEPCO an der Maßnahme fest.

Ölleck an LKW-Kran: Gegen 9:55 Uhr entdeckten Angestellte, das Öl aus einem LKW-Kran getropft war. Die Flüssigkeit breitete sich auf einer Betonfläche von 10 x 30 Zentimetern aus.Wie sich herausstellte, handelte es sich um Hydrauliköl. Die Feuer Futaba stufte den Zwischenfall standardmäßig als Freisetzung eines Gefahrenstoffs ein. Das ausgetretene Öl wurde durch Adsorptionsmatten entsorgt.

Problem bei Tunnelvereisung: Nach aktuellen Angaben von TEPCO im Rahmen einer gestrigen Pressekonferenz gibt es Probleme bei der Vereisung unterirdischer Tunnel, in denen radioaktiv belastetes Wasser fliesst Das am vergangenen Donnerstag durch Rohre eingeleitete Eis  hat offenbar teilweise die Rohre verstopft, so dass die Maßnahme vorerst abgebrochen wurde. Das Ziel, den Wasserfluss durch Gefrierung zu stoppen, ist bislang nicht erreicht worden.

Antrag auf Sicherheitsprüfung des AKW Shika: Das Elektrizitätsunternehmen Hokuriku Electric, reichte heute bei der Atomaufsichtsbehörde NRA einen Antrag auf Durchführung einer Sicherheitsprüfung für Reaktor 2  des AKW Shika  (Präf. Ishikawa) ein. Eine derartige Sicherheitseinschätzung ist Vorausetzung für mögliche Neustarts von Reaktoren.

Mit diesem Schritt ist Hokuriku Electric der letzte Betreiber von Atomkraftwerken, der einen derartigen Antrag einreicht.

Das Unternehmen geht davon aus, nach Neueinschätzungen zur Erdbebenstärke um das Vierfache und die Heraufstufung eines hypothetischen Tsunami von 5 auf 7,1 Metern gute Aussichten auf einen Neustart zu haben. Unter Berücksichtigung dieser Erkenntnisse habe man das Rohrleitungssystem der Anlage verstärkte und einen 15 Meter hohen Damm errichtet.

Experten sind sich jedoch derzeit noch uneinig über die mögliche seismische Aktivität von geologischen Verwerfungen, von deinen eine unmittelbar unter Reaktor 1 verläuft. Aus diesem Grund gab die NRA bekannt, eine Sicherheitseinschätzung bis zur Einigung der Experten zu verschieben. Das berichten Kyodo und NHK.

Vermisstensuche in Katastrophengebiet: Drei Jahre und fünf Monate nach den Tohoku-Katastrophen, führten Polizeibeamte und Feuerwehrleute am gestrigen Montag eine Suche nach Hinweisen auf vermisste Personen in Küstenregionen der Präfektur Fukushima durch. Über 300 Menschen beteiligten sich mit Schaufeln an der Maßnahme. Derzeit gelten in der Präfektur Fukushima noch 204 Personen offiziell als vermisst. Über die Suche berichteten Präfekturmedien.

1 KOMMENTAR

  1. ‚Problem bei Tunnelvereisung: Nach aktuellen Angaben von TEPCO im Rahmen einer gestrigen Pressekonferenz gibt es Probleme bei der Vereisung unterirdischer Tunnel, in denen radioaktiv belastetes Wasser fliesst Das am vergangenen Donnerstag durch Rohre eingeleitete Eis hat offenbar teilweise die Rohre verstopft, so dass die Maßnahme vorerst abgebrochen wurde. Das Ziel, den Wasserfluss durch Gefrierung zu stoppen, ist bislang nicht erreicht worden.‘

    warum wohl? geben sie mal bei google ‚http://de.wikipedia.org/wiki/Bodenvereisung‘
    ein. danach geben sie mal das ein ‚http://de.wikipedia.org/wiki/Corium_%28Reaktortechnik%29‘

    die verdienen an einer ruine noch geld, verheizen menschen sinnlos und wollen uns klarmachen, dass was du nicht siehst und verstehst, hat dich auch nicht zu interessieren.

    ‚Grundwasserverklappung durchgeführt: Wie TEPCO bekannt gab, erfolgte zwischen 10:02 Uhr und 18:33 Uhr die Verklappung von Grundwasser in den Pazifik. Das aus den Bergen stammende Grundwasser wird umgeleitet, bevor es die Kraftwerksanlage erreicht und in den Pazifik verklappt, um einen Anstieg des Grundwasserpegels auf dem Gelände und das anfallen weiterer radioaktiver Abwässer zu verhindern.‘

    HAHHA!!!!! Tepco, erzähle doch mal die wahrheit, damit der dümmste es auch verstehen kann. ihr verseucht alles und das ist alles was wir haben: 1 Erde und ca 7 milliarden menschen ( tiere und pflanzen eingeschlossen und den pazifik etc. )

    ‚Das Unternehmen gab bekannt, insgesamt 2.123 Tonnen an Wasser kontrolliert in den Pazifischen Ozean geleitet zu haben. Dabei habe es keine Zwischenfälle gegeben. Die Maßnahme hatte sich zwar bei zwei vorangegangenen Kontrollen als weitestgehend ineffektiv herausgestellt. Dennoch hält TEPCO an der Maßnahme fest.‘

    die betonung liegt auf ‚ kontrolliert ‚ !!!!!! hahn auf und rein mit dem scheiss.

    ‚Dennoch hält TEPCO an der Maßnahme fest‘

    die sollten sich alle mal auf ihren geistigen zustand überprüfen lassen, wäre besser für Japan und den rest der welt. das ist geisteskrank.
    ich wundere mich nur , dass die Japaner das so hinnehmen wie es ist?!!!

    FAKT: wenn die idioten sich nicht von einer ‚unabhängigen und glaubwürdigen kommission‘ helfen lassen wollen, dann wird es zeit, Japan zu enteignen und uns mal wirklich gedanken zu machen, wozu ATOMENERGIE wirklich gebraucht wird:
    ZUM BAU FÜR ATOMWAFFEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    FUKUSHIMA ist der beweis dafür. deckel drauf und zu die kiste ????

    NÖNÖ, das wird das beispiel schlechthin…………

    Nichts von dem ganzen scheiss den ich hier lese ist wahr. da hilft auch keine narichtensperre.

    @Redaktion Spreadnews. de

    Danke für ihre kontinuierliche berichterstattung. weiter so, ich weiss, dass sie die narichten auch nur weitergeben.

    PS.

    ‚Vermisstensuche in Katastrophengebiet: Drei Jahre und fünf Monate nach den Tohoku-Katastrophen, führten Polizeibeamte und Feuerwehrleute am gestrigen Montag eine Suche nach Hinweisen auf vermisste Personen in Küstenregionen der Präfektur Fukushima durch. Über 300 Menschen beteiligten sich mit Schaufeln an der Maßnahme. Derzeit gelten in der Präfektur Fukushima noch 204 Personen offiziell als vermisst. Über die Suche berichteten Präfekturmedien.‘

    KEIN KOMMENTAR, da fehlen einem echt die worte.

    MFG
    Thomas S.

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