Start Aktuelles Fukushima aktuell: TEPCO wehrt sich gegen Entschädigungsforderung

Fukushima aktuell: TEPCO wehrt sich gegen Entschädigungsforderung

Einwohner von Iitate und TEPCO sehen sich offenbar vor Gericht wieder

913
0
TEILEN
Artikelbild - Yen Geldscheine (Foto: pd)
Schlichtung zwischen dem Betreiber des Fukushima Daiichi und Evakuierten gescheitert (Symbolfoto: pd)

Wenn aus Fukushima heute bekannt wird, dass der Betreiber des gleichnamigen AKW in Japan aktuell finanzielle Forderungen verweigert, deutet die Hauptmeldung der Fukushima News auf weitere Klagen gegen TEPCO hin.

Diese und weitere Meldungen, etwa über kriminelle Angestellte im öffentlichen Dienst und die Planung eines Bahnhofs für Sportbegeisterte, finden sich im Spreadnews Japan-Ticker vom 22. Mai 2018.

  • Schlichtung zwischen TEPCO und Einwohnern von Iitate gescheitert
  • Präfekturgouverneur entschuldigt sich für kriminelle Angestellte
  • Erster Spatenstich für Bahnhof des J-Village
Schlichtung zwischen TEPCO und Einwohnern von Iitate gescheitert

Wie am heutigen Dienstag durch ein Gespräch mit einem Rechtsanwalt bekannt wurde, konnte zwischen 300 Bewohnern von Iitate und TEPCO, als Betreiber des AKW Fukushima Daiichi, keine Einigung über die Schlichtungsstelle erzielt werden.

Die Bürger hatten finanzielle Entschädigungen gefordert und über das Schlichtungszentrum eine Frist bis zum 18. Mai gesetzt. Nachdem dieser Termin ohne Einigung verstrich, gilt dieser Schlichtungsansatz als gescheitert.

Präfekturgouverneur entschuldigt sich für kriminelle Angestellte

Am gestrigen Montag gab der Gouverneur der Präfektur Fukushima die Festnahme von Personen bekannt, die bislang im Dienst de Präfekturverwaltung standen, denen nun jedoch Straftaten zur Last gelegt werden.

Er werde alles notwenige unternehmen, um das Vertrauen der Bevölkerung in die offiziellen Stellen wiederherzustellen und um derartige Skandale in der Zukunft zu verhindern.

Im aktuellen Fall war ein 42 Jahre alter Mann wegen des Einbruchs in die Wohnung einer jungen Frau Mitte 20 in Minamisoma festgenommen worden. Zuvor hatte es bereits die Festnahme eines 54 Jahre alten Mitarbeiters wegen des Verdachts der Brandstiftung gegeben.

In der Vergangenheit hatte es mehrfach Einbrüche und Brandstiftungen in Gemeinden der Präfektur Fukushima gegeben. Über die aktuellen Informationen berichteten lokale Medien.

Erster Spatenstich für Bahnhof des J-Village

Ab April kommenden Jahres soll es Sportfreunden möglich sein, die Anlage des J-Village, einstiger Trainingsort der japanischen Fußball-Nationalmannschaft, ganz einfach mit dem Zug zu erreichen, um sich dort noch einfacher an Veranstaltungen erfreuen zu können.

Heute erfolgte der erste Spatenstich für den Bahnhof, der gemeinsam mit dem erneuten Vollbetrieb des Sportzentrums eröffnet werden soll. An dem Festakt nahmen etwa 70 Personen teil.

Einmal fertiggestellt, liegt der Bahnhof dann zwischen den Stationen Kido (in Naraha, etwa 1,9 Kilometer entfernt) und Hiroko (in Hirono, etwa 3,9 Kilometer Entfernung). Die Besonderheit liegt darin, dass er nur während Veranstaltungen im J-Village genutzt werden wird.

Fußball-Fans und andere Besucher benötigen ab April 2019 zu diesen Anlässen somit nur noch einen zweiminütigen Fußweg bis zur Sportanlage.

Der Bürgermeister von Naraha, Yukiei Matsumoto, hofft auf positive Impulse auf eine wirtschaftliche und touristische Wiederbelebung der Region und setzt auf die neue Bahnstation als wichtigen Faktor.

Über den Spatenstich für den Bahnhof berichteten jiji und Präfekturmedien.