Start Aktuelles Fukushima aktuell: TEPCO will AKW-Inspektionen effizienter machen

Fukushima aktuell: TEPCO will AKW-Inspektionen effizienter machen

Kooperation mit anderen AKW-Betreibern soll auch wirtschaftliche Belastung reduzieren

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Artikelbild - Offizielles Foto des AKW Fukushima Daiichi (Foto: Copyright by TEPCO)
TEPCO zieht Souvenir-Angebot am AKW Fukushima vorerst zurück (Foto: Copyright by TEPCO)

Nachdem Japan in den vergangenen Tagen durch die Neujahrsfeierlichkeiten gekennzeichnet war, gibt es im Bezug auf den Betreiber des AKW Fukushima heute neue Meldungen.

Die Fukushima News des neuen Jahres befassen sich mit Kooperationsplänen von TEPCO und Importgesprächen mit China. Die Einzelheiten gibt es nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 3. Januar 2017.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • TEPCO plant Inspektionen durch anderen AKW-Betreiber
  • China zu Gesprächen über den Import japanischer Lebensmittel bereit
TEPCO plant Inspektionen durch anderen AKW-Betreiber

Wie am heutigen Mittwoch bekannt wurde, plant TEPCO eine Partnerschaft mit einem anderen Elektrizitätsunternehmen, um periodische Kontrollen an Kernkraftwerken durchführen zu lassen.

Gegenwärtig ist jeder Kraftwerksbetreiber selbst für Kontrollen und Wartung verantwortlich, doch man setzt nun offenbar darauf, die Arbeiten effizienter zu machen, indem man die jeweiligen Fachkräfte und das Know-How zum beiderseitigen Vorteil nutzt.

Die Prüfungen werden bislang nur in Zusammenarbeit mit den Herstellern von Reaktoren durchgeführt und für die mehrmonatige Kontrolle etwa 1.000 Arbeitskräfte freistellen zu müssen, ist eine Belastung für die Betreiberunternehmen.

Über die Pläne von TEPCO berichteten Präfekturmedien.

China zu Gesprächen über den Import japanischer Lebensmittel bereit

Die Regierung der Volksrepublik China ist offenbar bereit, über die Importverbote für Waren aus zehn Präfekturen zu verhandeln. Die Einfuhrbeschränkungen waren als Reaktion auf die Fukushima-Krise 2011 etabliert worden und sind immer noch in Kraft.

Als Reaktion auf die Bitte nach einer Lockerung, hat der Leiter der zuständigen chinesischen Behörde bei einem Treffen mit dem Generalsekretär der japanischen Regierungspartei LDP die Einsetzung einer Arbeitsgruppe angeboten, die sich mit der Angelegenheit befassen soll.

Auch wenn noch nicht bekannt ist, wann die Arbeitsgruppe entstehen soll, signalisiert Peking damit die Bereitschaft zu einem Wechsel in der bisherigen Haltung. Grund für die Annäherung könnte der 40. Jahrestag des Freundschaftsabkommens beider Länder sein.

Ursprünglich hatten 50 Staaten und Regionen Einfuhrverbote für japanische Produkte aus Landwirtschaft und Fischerei erlassen. Insgesamt neun von ihnen, darunter China und Südkorea, halten diese Verbote weiterhin aufrecht.

Sogar Lebensmittel die nicht aus den zehn Präfekturen mit völligem Importbann stammen, müssen bei der Einfuhr nach China mit einem Herkunftsnachweis gekennzeichnet sein. In einigen Fällen sind Strahlungskontrollen vorgeschrieben.

Über die Gesprächsbereitschaft der VR China berichtete die Kyodo und beruft sich dabei auf namentlich ungenannte Quellen aus Kreisen der japanischen Regierung.