Start Aktuelles Fukushima aktuell: TEPCO will AKW vor Großbeben und Tsunami schützen

Fukushima aktuell: TEPCO will AKW vor Großbeben und Tsunami schützen

Großbeben im Kurilengraben könnte die Anlagen in Fukushima gefährden

1021
0
TEILEN
Artikelbild - AKW Fukushima: Eintreffen des Tsunami am 11. März 2011 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Eintreffen des Tsunami am 11. März 2011 (Foto: TEPCO)

Die Sicherheit der Anlage langfristig zu gewährleisten ist für den Betreiber des AKW Fukushima heute genau so wichtig, wie nach dem Tohoku-Großbeben und Tsunami 2011, denn weitere Naturkatastrophen können folgen.

Die Fukushima News zu den geplanten Maßnahmen, sowie weitere Meldungen gibt es jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 21. August 2018.

Unsere heutigen Themen im Überblick:

  • AKW Fukushima soll vor Großbeben im Kurilengraben geschützt werden
  • Verbrennung von Dekontaminationsabfällen in Okuma
AKW Fukushima soll vor Großbeben im Kurilengraben geschützt werden

Nachdem ein Bericht eines Untersuchungsausschusses der Regierung vom vergangenen Dezember zu dem Schluss kam, dass innerhalb der kommenden 30 Jahre ein Großbeben mit einer Magnitude von mindestens 8,8 vor Hokkaido möglich ist, will TEPCO nun handeln.

Das Risiko eines solchen Großbebens im Kurilengraben liegt für diesen Zeitraum zwischen 7 und 40 Prozent, was für den Betreiber der beiden Kernkraftwerke in der Präfektur Fukushima Grund genug ist, über Maßnahmen nachzudenken.

So will man etwa Maßnahmen beschleunigen, mit denen im Fall eines solchen Bebens verhindert werden soll, dass das stark radioaktiv belastete Wasser aus den Untergeschossen der Turbinengebäude das Gelände überschwemmt.

Bei einem solchen Kurilengraben-Großbeben könnte ein Tsunami von bis zu 10,1 Metern Höhe entstehen und jene Bereiche des Kraftwerkgeländes, in denen die Reaktorgebäude stehen, bis zu 1,8 Meter hoch unter Wasser setzen könnte.

Diesen Risiken will die Betreiberfirma nun entgegen treten und hat bereits erste Maßnahmen getroffen. So wurde etwa bislang die Hälfte der 122 Öffnungen, an denen Tsunami-Wasser in die Gebäude eindringen könnte, entsprechend gesichert.

An den Reaktoren 2 und 3 sollen die Arbeiten an 11 Öffnungen noch in der ersten Hälfte des Fiskaljahrs 2020 abgeschlossen werden. Im Fall von Reaktor 4 sind neun weitere Öffnungen zu sichern. Dabei handelt es sich um Luken und Treppenhäuser, durch die Wasser eindringen könnte.

Über die Pläne des Unternehmens berichtete die jiji.

Verbrennung von Dekontaminationsabfällen in Okuma

Wie das Umweltministerium gestern bekannt gab, soll morgen mit der Entsorgung angelieferter Dekontaminationsabfälle in der Verbrennungsanlage von Okuma begonnen werden. Die entstehende Asche ist platzsparender einzulagern als die Feststoffe.

Insgesamt werden dann etwa 46.000 Säcke mit insgesamt etwa 14.000 Tonnen an Dekontaminationsabfällen verarbeitet, die aus drei Ortsteilen stammen. Erstmals sollen somit extra antransportierte Abfälle entsorgt werden.

In  Futaba soll künftig allerdings ebenfalls eine Müllverbrennungsanlage für Abfälle aus Dekontaminationsarbeiten entstehen. Der geplante Betriebsbeginn ist der März 2020. Dort soll dann auch die Asche verarbeitet und eingelagert werden.

Bis zur Fertigstellung der zweiten Anlage werden die verbrannten Abfälle jedoch vorerst weiterhin auf dem Gelände in Okuma aufbewahrt. Über die Pläne für Gegenwart und Zukunft der Dekontaminationsabfälle berichteten Präfekturmedien.