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Fukushima aktuell: TEPCO will Arbeitsplätze trotz AKW-Stilllegung erhalten

Arbeitsplatzerhalt trotz Stilllegung des AKW Fukushima Daini geplant - Konzept unklar

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Artikelbild - AKW Fukushima Daini im Mai 2009 (Foto: KEI cc-by)
Das AKW Fukushima Daini im Mai 2009 (Foto: KEI cc-by)

Nicht nur organisatorisch veröffentlichte der Betreiber der beiden AKW in Fukushima heute eine ganze Reihe neuer Informationen. Dabei geht es sowohl um die Zukunft des zweiten Kernkraftwerks, als auch um die Präsentation des Unternehmens nach außen.

Diese und weitere Fukushima News finden sich heute im Spreadnews Japan-Ticker vom 29. Juni 2018.

Unsere heutigen Themen zum Wochenende:

  • TEPCO-Führung sucht nach Alternative für AKW Fukushima Dain
  • AKW-Betreiber TEPCO aktualisiert seine Webseite
  • Aktuelle Angaben zur Strahlungsbelastung der Fukushima-Arbeiter
TEPCO-Führung sucht nach Alternative für AKW Fukushima Daini

Am heutigen Freitag gab TEPCO-Präsident Tomoaki Kobayakawa bekannt, er nehme nun die Aufgabe in Angriff, eine wirtschaftliche Alternative zum Kernkraftwerk Fukushima Daini (F2) zu entwickeln.

Die Kernkraft hat in Japan eine besondere Bedeutung, da die Gemeinden, auf deren Gelände sich die Kraftwerksanlagen befinden, einen regelmäßigen finanziellen Gefahrenausgleich gezahlt bekommen. Außerdem sorgen die AKW für Arbeitsplätze.

Somit stellen sie wichtige Industriestandorte dar. Im Fall des AKW Fukushima Daini waren täglich mehr als 1.000 Personen direkt oder indirekt mit Arbeiten dort beschäftigt – von Zulieferfirmen, über Arbeitsvermittlungen usw.

Der de facto Beschluss zur Stilllegung des AKW Fukushima Daini war erst in diesem Monat getroffen worden, nachdem das Unternehmen die Entscheidung unter verschiedenen Vorwänden seit Jahren vor sich hergeschoben hatte.

Nach Gesprächen mit den Bürgermeistern von Tomioka und Naraha stellte sich Kobayakawa den Fragen der Presse. Dabei präsentierte er die Stilllegungsarbeiten aufgrund des großen Bedarfs an Fachpersonal als erste Möglichkeit zur Weiterbeschäftigung.

Man werde jedoch zusätzlich alles erdenkliche tun, um neue Industrien in die Präfektur Fukushima zu bringen und auf diese Weise die wirtschaftliche Stabilität der Region erhalten zu können.

Es handelte sich um den ersten Besuch der TEPCO-Führung in den beiden Gemeinden, seit der Entscheidung zur dauerhaften Schließung der Anlage. Über den Besuch und die Aussichten für Arbeitskräfte berichteten Präfekturmedien.

AKW-Betreiber TEPCO aktualisiert seine Webseite

Nach den Ereignissen vom 11. März 2011 am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi, erlebte die Webseite des japanischen Elektrizitätsanbieters Tokyo Electric Power (TEPCO) einen zuvor noch nicht dagewesenen Ansturm ausländischer Internetnutzer.

Im Laufe der Jahre blieb sowohl das Design als auch die Aktualität der internationalen Version zunehmend auf der Strecke. Informationen in englischer Sprache fanden teilweise nur mit größerer Verspätung ihren Weg auf die Seite.

Diesen Nachteil will das Unternehmen nun zumindest teilweise kompensieren und gab die Überarbeitung der bisherigen Webseite bekannt.

Nun soll es ausländischen Besuchern der Seite durch ein „intuitives Design“ leichter gemacht werden, dort an Informationen zu gelangen. Auch die Kompatibilität mit Mobilgeräten sei verbessert worden. Das berichtete das Unternehmen auf der Webseite.

Aktuelle Angaben zur Strahlungsbelastung der Fukushima-Arbeiter

Wie zum Ende jedes Monats gab der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi auch heute die Statistiken für den Vormonat an die zuständige Behörde weiter.

Am heutigen Freitag übermittelte der Kraftwerksbetreiber TEPCO die aktuellen Angaben zur Zahl der Beschäftigten an der Anlage, sowie zur Höhe der Strahlungsdosis an das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales für den Mai 2018.

Die maximale Strahlungsbelastung der Angestellten lag im Mai bei 8,47 Millisievert. Im Bezug auf die inkorporierte Strahlenbelastung wurden bei den Angestellten keine signifikanten Werte festgestellt.

Der nächste Bericht, der sich mit den Strahlungsdaten mit Stand von Ende Juni befassen wird, soll gegen Ende Juli eingereicht werden. Das berichtet der Kraftwerksbetreiber TEPCO.